Samstag, 19. August 2017
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in Pankow

20 Jahre Jugendkunstschule
in Pankow

JUKS - Jugendkunstschule - Neue Schönholzer Straße 10 - 13187 Berlin-Pankow

Die Jugendkunstschule wird in diesem Sommer 20 Jahre alt. Schon im Juni gab es zum Jubiläum eine Ausstellung im Rathaus Pankow, die das lebendige und facettenreiche Spektrum der in den Kursen und Schulklassenprojekten entstandenen Arbeiten zeigte: Malerei im Großformat, Zeichnungen, Druckgrafiken, Fotografien sowie Dokumentationen aus dem Theaterbereich, den Bauwerkstätten und anderen Workshops.

JUKS - Jugendkunstschule - Neue Schönholzer Straße 10 - 13187 Berlin-Pankow
JUKS - Jugendkunstschule - Neue Schönholzer Straße 10 - 13187 Berlin-Pankow

Zum Florafest beteiligt sich die Jugendkunstschule wieder mit einem eigenen Programmangebot und lockt auch Eltern und künftige Schüler mit aktiven künstlerischen Angeboten an. Heute findet auch ein großes Hoffest im Hof der Jugendkunstschule statt. Dazu gibt es heute ein Spektakel mit dem „Pankower Raketenrennen“ mit selbstgebastelten Seifenkisten-Rennern.

Geschichte der Jugendkunstschule – ein Rückblick

Die Jugendkunstschule entstand aus ersten künstlerischen Aktivitäten, die im Keller des 1. Gymnasiums „Carl von Ossietzky“ in Pankow organisiert wurden. Hier waren die damaligen Werkstätten für Keramik und graphische Drucktechniken untergebracht.

Hier entwickelten engagierte Lehrer das heutige vielfältige Angebot, das die traditionellen Techniken Malerei, Grafik, Bildhauerei, Keramik und Fotografie umfasst. Inzwischen ist das Angebot um Computer- und Medientechnik erweitert, und seit Mai 2013 hat die Jugendkunstschule auch ein eigenes Fotolabor bekommen.

Nach dem Umzug in die Neue Schönholzer Straße 10 im Oktober 1997 bekam die Jugendkunstschule drei Werkstatt-Etagen mit insgesamt 12 Werkstatträumen, Theaterraum und Ausstellungsräumen im Schulkomplex zwischen Gymnasium, Grundschule, Haupt- und Realschulen.

Das Kursangebot der Jugendkunstschule zielt darauf ab, Kinder und Jugendliche im Prozess der Persönlichkeitsfindung und Selbstserfahrung pädagogisch zu unterstützen.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung und Vervollkommnung ästhetischer und künstlerisch-kreativer Erfahrungswerte. Aus heutiger pädagogischer Sicht sind Vordenken, Vorstellungsvermögen und Phantasie – verbunden mit handwerklichen Fähigkeiten wichtige Kompetenzen, um in vielen heutigen modernen Berurfen kreativ tätig zu sein.

Qualität & Kontinuität der künstlerischen Angebote

Die Kontinuität und inhaltliche Qualität wird als wichtige pädagogische Basis angesehen. Die einzelnen Kursangebote beschränken sich nicht nur auf Werkstätten für Interessierte am Nachmittag, sondern es wird wird auch mit dem Regel-Unterricht der Regelschule kooperiert. Die inhaltliche Verzahnung erfolgt über die in Berlin geltenden Rahmenlehrpläne für Bildende Kunst.

Inzwischen reicht das Lehrangebot vom zeitlich begrenzten, thematisch oder handwerklich orientierten Workshop bis zu umfangreichen semesterorientierten und inhaltlich aufeinander abgestimmten Kursen. Zusätzlich bietet die Jugendkunstschule im Bereich der Neuen Medien Video- und Computerwerkstätten an. Kurse in Theater und Schauspiel und Trommeln sollen auch das soziale Miteinander und Zusammenspiel fördern.

Von der Grundschule bis zur Mappenprüfung

Die Kurse werden für alle Altersstufen ab der Grundschule angeboten. Die umfangreichen Lehr- und Workshopangebote richten sich an Jugendliche ab der 7. Klasse bis hin zu Abiturienten.

Dabei gibt es an der JUKS auch spezielle Mappenkurse und das Offene Atelier, in welchem sich gezielt auf ein künstlerisches Studium bzw. die Eignungs- und Mappenprüfungen der Kunsthochschulen vorbereitet werden kann. Der halbjährig erscheinende Programmflyer ermöglicht dabei eine Vorplanung für das Schuljahr.

Künstlerische Leitung und Künstler als Pädagogen

Die Kursleiter sind Meisterschüler, Kunstlehrer, Referendare, Kunststudenten und natürlich freischaffende Künstler. Inzwischen hat sich ein Team unter der Schulleiterin Ines Lekschas gefestigt, welches Angebotsprofil und Qualität der Jugendkunstschularbeit heute wesentlich prägt – und den inzwischen stadtweit tragenden Ruf der Jugendkunstschule Pankow begründet hat.
Neben der Vielfalt der Lehrangebote gibt es eine wichtige Besonderheit der Ausbildung an der JUKS: die jugendübergreifende Altersstruktur der jungen Künstlerinnen und Künstler prägt den Schulnachwuchs das ganze Schulleben lang. Zwischen vier und 25 Jahren jung wird somit eine kontinuierliche persönliche und künstlerischen Entwicklung gefestigt, die mit erstem Suchen und Entdecken beginnt – und bis zur gezielten Vorbereitung auf ein künstlerisches Hochschulstudium führt.

Vernetzung und Brückenschläge

Hervorzuheben sind die Bemühungen der Jugendkunstschule, Vernetzungen mit anderen kulturellen Einrichtungen herzustellen. Seit 1993 gibt es das Projekt „Brückenschläge“ in Zusammenarbeit mit anderen Berliner Jugendkunstschulen. In thematisch orientierten künstlerischen Werkstätten können bis zu 300 Kinder der jeweils verschiedenen Partnerbezirke für eine Woche auf künstlerisch-kreative Entdeckungsreise gehen und im Rahmen dieser Zusammenarbeit neben der Entwicklung künstlerischer Ausdrucksformen Kommunikationsfähigkeit und Toleranzbereitschaft ausprägen.

Weiterhin beabsichtigt die Jugendkunstschule die Durchführung von Projekten mit ähnlich orientierten Einrichtungen im europäischen Rahmen in Form künstlerischer Sommerprojekte.

Finanzierung und Rückhalt im Bezirk Pankow

Die Finanzierung aller Werkstätten und Projekte erfolgte bis 1996 vorrangig aus Projektmitteln des Senatprogramms „Jugend mit Zukunft“. Nach dem Auslaufen dieses Programms unterstützt der Bezirk Pankow die Einrichtung in den wesentlichen Bereichen der Honorare und Sachkosten, wobei die allgemeine Berliner Haushaltslage sich schmerzlich auf die Bereitstellung von Finanzmitteln für die Jugendkunstschule Pankow auswirkte.

Ohne eine engagierte Spender- und Sponsorengemeinde ist der finanzielle Bedarf der JUKS kaum zu decken. Die Differenz zwischen bezirklichen Mitteln und tatsächlichem Bedarf wird jeweils aus Spendengeldern der TeilnehmerInnen (bzw.deren Eltern) und aus Spenden in Pankow ansässiger Firmen finanziert.

Der Verein „Freunde der Jugendkunstschule Pankow e.V. “ unterstützt die Einrichtung in ihrem Anliegen, weiterhin einen festen Platz im Rahmen der kulturellen Landschaft des Bezirks einzunehmen.

20 Jahre Jugendkunstschule Pankow

Hoffest der Jugendkunstschule am 17.8.2013

Programm:

14:00 Uhr
Grußworte und Eröffnung durch Matthias Köhne, Bezirksbürgermeister und Schirmherr der Jubiläumsveranstaltung
Preisverleihung „Kreativ-Wettbewerb“ und Vorstellung der Stipendiaten des Juks-Förderprogramms

15:00 Uhr
Präsentation von Ergebnissen und Mitmachaktionen einzelner Kurse aus dem laufenden Kursprogramm
Präsentation von Ergebnissen der künstlerischen Bezirkswerkstätten „Brückenschläge XVIII“ und der
„Ring“-Projektwoche in Kooperation mit dem Carl-von-Ossietzky-Gymnasium

16:00 Uhr
Pankower Raketenrenneen – Seifenkistenrennen mit anschließender Preisverleihung

17:30 Uhr
Tombola

18:00 Uhr
Theaterprojekt „Szenen nach Daniil Charms“

Eintritt: 1,50 €

PANKOWER RAKETENRENNEN
Am 17. August 2013 findet im Rahmen des 20. Geburtstages der Jugendkunstschule Pankow ein Seifenkistenrennen für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren statt. Das Rennen findet im Einzelrennen auf Zeit in zwei Runden im Kunstgarten der Jugendkunstschule Pankow, Neue Schönholzer Straße 10 in Pankow statt. Dort gibt es kein Gefälle, daher ist ein Antrieb (mit „Anschieber“/das sollte ein Kind sein) empfehlenswert.
Alle Teams und alle Teilnehmer bekommen einen Preis. Es geht auch nach Originalität, Idee und künstlerischer Gestaltung des Fahrzeuges. Geschwindigkeit ist also nicht alles!

Pankower Raketenrennen

Weitere Informationen:

www.raketenrennen.de

JUKS Jugendkunstschule Pankow
Neue Schönholzerstraße 10
13187 Berlin

http://www.jugendkunstschulepankow.de

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m/s