Sonntag, 22. Oktober 2017
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Ashkelon – Kolobrzeg

20 Jahre Städtepartnerschaften:
Ashkelon – Kolobrzeg

Städtepartner: Ashkelon Kolobrzeg Pankow

In einer Festwoche vom 8.- 14. September 2014 wurden die 20-jährigen Partnerschaften mit den Städten Kolberg in Polen und Aschkelon in Israel gewürdigt und mit vielen Gästen und Vertretern der beiden Freundeskreise gefeiert. Am Rathaus Pankow wurde erstmals drei Flaggen gehißt: die Stadtwappen von Ashkelon, Kolobrzeg und Pankow wehten gemeinsam im Wind.

Städtepartner: Ashkelon Kolobrzeg Pankow
Städtepartner: Ashkelon Kolobrzeg Pankow – Rathaus Pankow bunt geflaggt

Die Städtepartnerschaft mit Ashkelon wurde 1994 gegründet. Erst seit zwei Jahren gibt es den Verein Freundeskreis Berlin-Pankow – Ashkelon e.V., der sich erstmals einer größeren Öffentlichkeit präsentierte. In dem Verein haben sich schon 30 Mitglieder versammelt – Vereinsvorsitzende ist Ines Koenen, die im August 2013 Fabian Weißbarth ablöste.

Ebenfalls seit 1994 gibt es die Städtepartnerschaft mit der nur 270 Kilometer entfernten Stadt Kolobrzeg. Der Verein „Freunde Kolbergs“ hat unter der Führung von Alex Lubawinski viel für den gegenseitigen Austausch getan. Inzwischen entdecken immer mehr Pankower „Ostseeurlauber“ das große polnische Seebad für sich.

Tourismusinformation Kolobrzeg auf dem Pankefest 2014
Tourismusinformation Kolobrzeg auf dem Pankefest 2014 – mit Herz & Schmalzbrot

Art Camp und Kulturprogramm

Die Jugendkunstschule in Pankow organisierte unter der Leitung von Christian Badel und anderen erfahrenen Künstlern aus Berlin und Lev Tochner aus Ashkelon (Israel) ein Art Camp, in dem sich Jugendliche aus den drei Städte zum produktiven künstlerischen Arbeiten zusammenfanden. Die Ergebnisse der künstlerischen Workshops wurden zum „Fest an der Panke“ am 13. und 14. September 2014 auf dem Gelände der Alten Mälzerei präsentiert. Es enstanden Grafiken, Aquarelle zwei Skulpturen und ein Theaterstück.

Die Gäste aus Ashkelon besuchten am Sonntag eine Führung auf dem jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee, die von Reinhard Männe, 2. Vorsitzender des Fördervereins Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee Berlin moderiert wurde. Zuvor war am Samstag in der Jugendkunstschule der Film »Im Himmel unter der Erde« über den Jüdischen Friedhof Weißensee zusehen. In der anschließenden Diskussion war auch Regisseurin Britta Wauer zugegen.

Kolobrzeg und seine Freunde waren auf dem Fest an der Panke an mehreren Ständen vertreten. Das Tourismusbüro von Kolobrez informierte über das Reiseziel und seine kulturellen Angebote. Polnische Gastronomie war an Marktständen zu genießen: Filafood und das Restaurant Breslau boten polnische Küche an.

An der Mälzerei war das Sprachcafé Polnisch mit einem Stand vertreten). Die polnische Sängerin Marlena Uzieblo der Chor aus Kolberg und derChor „Ein Ton tiefer“ musizierten auf der Bühne. Dazu gab es Lesungen und einen Literaturworkshop.

Freunde Kolbergs e.V.
Freunde Kolbergs e.V. – Informationsstand an der Mälzerei

Künftige Zusammemarbeit zwischen den Partnerstädten

In Pankow hat der Verein Frei-Zeit-Haus Weißensee traditionell bereits gute Kontakte nach Israel. Die Verbindung soll künftig weiter intensiviert werden, wobei die Entfernung nur per Flugreisen zu überbrücken ist.

Die Beziehungen mit Kolobrzeg in nur fünf Autosstunden Entfernung sind naturgemäß etwas intensiver. Politiker besuchen sich regelmäßig; und es gibt vielfältige Kontakte zwischen Sportvereinen und Schulen, Chören und Jugendklubs, Senioren und medizinischen Einrichtungen.
Alex Lubawinski fördert auch den gegenseitigen Besuch von Neujahrsempfängen und Volksfesten – und wirkt hinter den Kulissen für mehr touristischen Austausch.

Ashkelon-Information an der alten Mälzerei
Heidelinde Elstner und Monika Scheffe

Mehr Informationen:

Freundeskreis Berlin-Pankow – Ashkelon e.V. – www.pankow-ashkelon.org

Freunde Kolbergs e.V. – www.freunde-kolbergs.de

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m/s