Sonntag, 22. Oktober 2017
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Futropolis-Preis für die Zukunft der Stadt

Futropolis-Preis für die Stadt der Zukunft

Futropolis e. V. vergibt am 4. Oktober um 15 Uhr im Mauerpark zum ersten Mal den „Futropolis Preis für die Zukunft der Stadt „. Der Preis geht an Claudia Schmitz für ihr Recycling-Kunst-Projekt zur Zukunft des Mauerstreifens, „Benutzte Gegenwart“.

Futropolis-Preis für die Stadt der Zukunft
Futropolis-Preis für die Stadt der Zukunft 2014:
Claudia Schmitz „Benutzte Gegenwart“

Sie zeigt zum Mauer-Gedenkjahr 2014 eine Installation aus 60 Windhosen im Mauerpark. Die Windhosen schweißt sie aus gefundenem Plastikmüll zusammen – ein Recycling-Projekt der eigenen Art.

Anlässlich des Preises veranstaltet Futropolis eine öffentliche Gratis-Führung zu Schmitz’ Installation und informiert dabei über die Geschichte des Ortes. Den Preis überreicht Stefan Gelbhaar, stellvertretender Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Grüne im Abgeordnetenhaus. Dr. Käthe Wenzel das Stadtführungsprogramm des Vereins vor.

Installation im Mauerpark: "Benutzte Gegenwart"
Claudia Schmitz – Installation im Mauerpark: „Benutzte Gegenwart“

Futropolis – die Ideen des Vereins

Futtropolis zeigt in Kreuzberg, Prenzlauer Berg und Mitte an konkreten Projekten, wie die Zukunft aussehen kann: Urban Gardening, Umnutzungen, Wohnprojekte und neue Transportmodelle gehören zu den Touren, die der Verein seit August 2014 anbietet.

Kreativität, neue Ideen und Lösungen brauchen Inspirationen und Provokationen – und werden oft auch erst künstlerisch entwickelt und erprobt. Deshalb zeichnet Futropolis e.V. jedes Jahr ein Kunstprojekt aus, das für die Problemfelder Energie, Transport, Recycling und Zusammenleben sensibilisiert und neue Impulse für die Stadt der Zukunft vermittelt.

Die Zukunft der Stadt benötigt auch ein soziales Verständnis, wie Menschen zusammen leben, arbeiten – und innovative Projekte und Kultur in Gang setzen.

Die zunehmende Privatisierung des öffentlichem Raumes, steigende Mieten und Gentrifizierung, Verdrängung, Umweltbelastung, alternde Infrastrukturen, Entsorgungsprobleme stellen die Metropole vor große Herausforderungen.

Doch überall in der Stadt gibt es konkrete Ideen, Ansätze, Projekte und bewährte Lösungen – die nur entdeckt werden müssen. Oft muß zweimal hingeschaut werden: „Ist es ein Glasdach, oder eine Solaranlage?“ – Spart das Haus Energie? Oder gewinnt es sogar Energie aus der Umwelt?

Viele architektonische und künstlerische Projekte erschließen sich auch erst, wenn man mit den Menschen ins Gespräch kommt, die hinter der Idee und Entwicklung stehen, oder in den Projekten leben und arbeiten.

Vieles spielt sich auch verborgen ab: ein Blockheizkraftwerk kann nur besichtigt werden, wenn man den Hausmeister gut kennt.

Stadtführungen zu Zukunftsprojekten

Die Stadtführungen von Futropolis sollen die Zukunftsprojekte sichtbar machen, und viele neue Beispiele bekannt machen. Es soll gezeigt werden, wo sich in Berlin schon jetzt die nachhaltige und zukunftsfähige Lösungen finden lassen.
Die Exkursionen können dabei an die jeweiligen Interessenten und Zielgruppen angepasst werden. Vom Fachpublikum bis zu Schülergruppen. Das Angebot reicht dabei von anderthalbstündigen Rundgängen bis zu mehrtägigen Kompaktseminaren.

Die Köpfe hinter dem Konzept des Vereins

Der Verein wird von vier Personen geleitet, die alle über langjährige Erfahrung in Stadtentwicklung, Kunst, Film und Web, sowie aktuellen Urbanisierungsprozessen haben.

Dr. Käthe Wenzel ist Kunsthistorikerin und Künstlerin. Sie lehrt in freien Seminaren und an Universitäten z. B. an der Jacobs University Bremen. der School of Visual Arts in New York und der Angewandten in Wien. In ihren internationalen künstlerischen Projekten befasst sie sich mit Utopien, Modellen für die Stadt der Zukunft und bürgernahen Projekten. Ihr liebstes Beispiel ist Berlin, wo sie seit 1995 lebt.

Bettina Henningsen ist Lektorin und Spezialistin für Online-PR und Social Media. Sie kuratiert Programme und Kulturevents im Bereich Film und Poesie und ist mitverantwortlich für die Organisation des Poesiefestival Berlin und des ZEBRA Poetry Film Festival. Bettina schreibt für eine Reihe Online-Magazine, wie z. B. Suite101 und Chasedmagazine und ist eines der Gründungsmitglieder des Vereins unter-berlin e. V. .

Niko Rollmann ist Historiker im Bereich der Erwachsenenbildung. Er kommt aus Hamburg, ist aufgewachsen und studierte in London und hat sich 1995 in Berlin angesiedelt. Er ist ein scharfer Beobachter der Berliner Entwicklung, gibt Seminare über die Berliner Geschichte und ist aktiv als Reiseleiter und Autor.

Thomas Zandegiacomo ist in Neustadt a. d. W. geboren. Er ist Filmkurator und Medienwissenschafter. Freier wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Stiftung Deutsche Kinemathek und künstlerischer Leiter des ZEBRA Poetry Film Festival (Literaturwerkstatt Berlin). Filmkurator für interfilm Berlin und Medienwissenschaftler am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe.

Weitere Informationen:

1. Futropolis-Preis für Claudia Schmitz „Benutzte Gegenwart“
Installation aus 60 Windhosen im Mauerpark
Eingang Eberswalder Straße
Mit anschließender kostenfreier Führung
4. Oktober 2014, 15:00

www.futropolis.de

Kontakt bitte per Mail: info@kaethewenzel.de

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m/s