Home > Aktuell > 3. Schnelllernerklasse am Rosa-Luxemburg-Gymnasium gesichert

3. Schnelllernerklasse am Rosa-Luxemburg-Gymnasium gesichert

Elterninitiative RLG 21.3.2018

Ein für Eltern und Kinder leidiges Thema konnte gelöst werden. Während es in vielen Berliner Schulen Probleme mit schlechten schulischen Leistungen gibt, konnte am Pankower Rosa-Luxemburg Gymnasium das durch „zu viele gute Schüler entstehende Kapazitätsproblem gelöst werden:

Nur weniger als ein Drittel von 244 geeigneten Kinder sollten eigentlich einen der 60 Plätze am RosaLuxemburg-Gymnasium (RLG) erhalten. In der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow am gestrigen Mittwoch wurde von Stadtrat Dr. Torsten Kühne (CDU) bekanntgegeben, dass er im Sommer 2018 eine dritte fünfte Klasse einrichtet.

Für die Schülerinnen und Schüler am RLG und besorgten Eltern war das eine lang ersehnte Nachricht. Die beiden Sprecher der Elterninitiative freuen sich besonder über diesen Erfolg.

„Aufgrund des Einlenkens von Bezirksstadtrat Dr. Kühne können immerhin 90 Kinder diese gute Bildung erhalten,“ sagte Rechtsanwalt Patrick Rümmler, Initiator der Elterninitiative.

Gute pädagogische Konzepte am RLG und Bildungserfolg schaffen Kapazitätsproblem

Das grundsätzliche und jedes Jahr wiederkehrende Problem ist damit aber nicht vom Tisch. Die Anzahl der 5. Klassen ist aufgrund einer Einrichtungsverfügung der Senatsbildungsverwaltung bisher starr an die Anzahl der 7. Klassen gekoppelt. Unabhängig vom tatsächlichen Bedarf müssen gleichviel 7. Klassen eingerichtet werden wie 5. Klassen.

Die Sprecherin der Elterninitiative, Sandra von Münster, kritisierte: „Das geht an der Realität vorbei. Denn in diesem Jahr haben 244 Kinder den Aufnahmetest bestanden. 121 davon haben sich mit Erstwunsch für eine 5. Klasse am RLG angemeldet. Für die 7. Klasse gab es lediglich 75 Anmeldungen.“

Die fast schon revolutionäre Forderung: die Schulen sollen sich am Bedarf geeigneter Schülerinnen und Schüler ausrichten, nicht an starren Vorstellungen der Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). „Die ideologische Einrichtungsverfügung muss einer am tatsächlichen Bedarf ausgerichteten Regelung weichen,“ forderte die Rechtsanwältin Sandra von Münster.

Intervention in der Senatskanzlei

Diese individuelle Förderung haben Sandra von Münster und Patrick Rümmler vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) am gestrigen Mittwoch persönlich im Roten Rathaus eingefordert. Wenn es in der Bildung Erfolge gibt, muss es auch „Luft nach Oben“ geben!

„Der Regierende Bürgermeister muss die Schule und den Bezirk von der Fessel der Einrichtungsverfügung befreien. Die Spitzenergebnisse des Luxemburg-Gymnasiums in den letzten Abiturjahrgängen zeigen im Kontrast zum desaströsen Abschneiden Berliner Schüler in der PISAStudie, dass Bildung dort erfolgreich vermittelt wird.“ resümiert Patrick Rümmler.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SP) hat den Vertretern Elterninitiative nun im persönlichen Gespräch am 21.3.2018 zugesagt, sich über die Gründe der geringen Flexibilität zu informieren und will dann noch einmal auf sie zuzukommen.

Save this post as PDF

m/s