Dienstag, 21. November 2017
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30 Jahre Pankow: Aufruhr in den Augen -reloaded –

Band Pankow

PANKOW ist Januar 2017 mit neuer Version des Albums auf Tour gegangen. Nach Auftritten im Frannz Club, in Neuenhagen, Potsdam, Magdeburg, Leipzig und Oranienburg wurde zwischenzeitlich auch in Rostock, Greifswald und Neubrandenburg musiziert. Nach dem Auftritt in Dresden am 27.1.2017 kehrt díe Band nach Berlin zurück, und spielt am 28.1. im Kesselhaus der Kulturbrauerei auf.
Gefeiert wird der 30. Geburtstag eines legendären Albums … erinnert wird an die alte Aufbruchszeit …

„1987 lag schon Agonie über dem Land DDR. Da nützte auch das mit Pomp gefeierte Berlin Jubiläum nichts mehr. Es verließen laufend und immer mehr Einwohner die Heimat, um im Westen Deutschlands glücklicher zu werden.

Wir wollten unser nächstes Album aufnehmen, endlich in einem privaten Studio in Mecklenburg, weiter ab von den Redakteuren und sonstigen Musikbeamten unserer Plattenfirma. Zunächst musste aber doch über Inhaltliches diskutiert werden. Also fuhren wir zu Herrn …nach hause. Als wir sagten, das Album solle „Aufruhr in den Augen heißen“ bekam er ein Flimmern, könnte es nicht auf „Power in den Augen“ geändert werden, wir fragten ihn zurück, ob es seine Meinung, oder die seines Chefs wäre. Die Antwort blieb er schuldig, ( weil er selber kurz danach einer von den Ausreisern war ), so blieb es bei Aufruhr….
Mit dem gleichnamigen Lied wollten wir einen Typ Mensch beschreiben, der sich nicht über Äußerlichkeiten definiert. Gib mir´n Zeichen hatte Jürgen ursprünglich für einen Film geschrieben, mit einem Text über Pubertierende. Das ewige Thema Liebe in unserem Alter war uns wichtiger, also kam die Idee, die dann dem Lied diese Richtung verpasste. Aus derselben Schublade kam auch Marilyn, wir waren große Fans von der Monroe, unser Alltag nach den Muggen sah prosaischer aus, Rainer Kirchmann schrieb die wunderbare Musik dazu.

Pankow 2017
Pankow 2017 – Foto: MB Konzerte

Wieder auf der Straße ist auch so ein Lied, wo aber unser ewiges Unterwegs sein noch dazu kam. Das Lied Einsam ist eine Reflektion auf Andrés Armeezeit, wohl der dunkelste Abschnitt seines Lebens. Das später berühmte Lied Langeweile ist eine, uns nur zu gut bekannte Stimmung, dass es nach Veröffentlichung eine solche politische Dimension bekam, war weder unseren müden Zensoren, noch uns selber so klar, darauf machte uns erst ( negativ ) ein hoher SED Funktionär aufmerksam, der das Lied verbieten lassen wollte und nach der Wende unsere Fans, die das Lied besonders mochten und mögen. Ich bin bei Dir ist ein Lied, weil wir zu dieser Zeit noch auf Veränderung der Verhältnisse hofften und wollten, dass sich die Kritiker der DDR daran beteiligten, anstatt auszureisen, eine Illusion.

Das Album ist für uns bis heute Maßstab für das, was wir sein wollen mit unserer Musik, mit all den Themen, den Riffs, der Härte und Zärtlichkeit. Wenn wir im Jahr 2017 das Album noch einmal als (Unplugged Live-Version) heraus bringen, dann, weil wir von der Qualität und der Zeitlosigkeit der Lieder überzeugt sind.“

Samstag 28.01.2017 | 20:00 Uhr
Pankow
Aufruhr in den Augen -reloaded –

Karten an allen bekannten VVK-Kassen und unter www.eventim.de
Restkarten an der Abendkasse

Kesselhaus | Schönhauser Alle 36 | 10435 Berlin | www.kesselhaus.net

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m/s