Donnerstag, 19. Oktober 2017
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„Partnerschaft Schule- Betrieb“

400. Kooperation
„Partnerschaft Schule- Betrieb“

Firmengelände Frisch & Faust Tiefbau GmbH

Zwischen dem Pankower Unternehmen Frisch & Faust Tiefbau GmbH aus Niederschönhausen und der 1. Gemeinschaftsschule Reinickendorf Campus Hannah Höch gibt es eine Kooperationsvereinbarung. Es ist zugleich die 400. Kooperationsvereinbarung „Partnerschaft Schule-Betrieb“, ein gemeinsames Projekt von IHK Berlin und Handwerkskammer Berlin.

Firmengelände Frisch & Faust Tiefbau GmbH
Firmengelände Frisch & Faust Tiefbau GmbH – Buchholzer Str. 36 – 13156 Berlin-Niederschönhausen

Die runde Zahl war auch ein Anlaß, das Projekt öffentlich neu zu würdigen. Am 24.2.2014 wurde die Kooperation im Beisein der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, des Handwerkskammerpräsidenten und Vizepräsidenten der IHK Berlin, Stephan Schwarz besiegelt.

Dieter Mießen, Prokurist der Frisch & Faust Tiefbau GmbH und Nuri Kiefer, der Schulleiter der 1. Gemeinschaftsschule aus Reinickendorf im „Campus Hannah Höch“ unterzeichneten die 400. Kooperationsvereinbarun im feierlichen Rahmen auf dem Firmengelände in der Buchholzer Strasse 36.

"Partnerschaft Schule-Betrieb" 24.2.2014
„Partnerschaft Schule-Betrieb“ zwischen Frisch & Faust GmbH und 1. Gemeinschaftsschule Reinickendorf Campus Hannah Höch

Eine ganze Reihe interessierter Schüler war mitgekommen, und schauten sich auf dem Betriebshof Fahrzeuge, Baumaschinen, Spezialmaschinen und Geräte-Technik an. Es waren jedoch nur Jungen dabei – nach wie vor scheint der Tiefbau eher ein Männerberuf zu sein.

Schulsenatorin Scheeres hilft am Flaschenzug
Schulsenatorin Scheeres hilft am Flaschenzug

Firmenprofil der Frisch & Faust GmbH

Die Frisch & Faust Tiefbau GmbH wurde von den beiden Bauingenieuren Thomas Frisch und Dirk Faust im Jahre 1991 gegründet.
Seit September 2007 steht das Unternehmen unter der Leitung des Gesellschafters und Geschäftsführers Thomas Frisch und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von über 12,6 Millionen Euro und hat über 100 Mitarbeiter und Auszubildende.

Das Unternehmen arbeitet mit seinen Spezialtechniken deutschlandweit und hat schon mehrere tausend Bauvorhaben durchgeführt.

Der Tiefbau ist ein innovatives Arbeitsfeld. Grabenloser Kanalbau und offener Kanalbau sind Hauptaufgaben im städtischen Tiefbau, wobei Wasser- und Abwasserleitungen aber auch Strom-, Gas- und Kommunikationsleitungen verlegt werden.

Die Firma Faust & Frisch arbeitet mit innovativen Verfahren zur Kanalsanierung, wie dem „Schlauchlining“, bei dem alte Kanäle neu von innen ausgekleidet werden. Robotersanierung und weitere Verfahren zu Rohrinnendichtungen ermöglichen ebenso grabenlose Rohrsanierungen.
Im Rohrleitungsbau ist das Berstlining ein schonendes Verfahren, das die alte Leitungstrasse nutzt. Dabei bricht die alte Rohrleitung auf, diese wird in den umgebenden Baugrund verdrängt. Gleichzeitig wird ein neues Rohr gleicher oder größerer Nennweite eingezogen.

Instrument zur Fachkräftesicherung

„Für die Berliner Wirtschaft ist die „Partnerschaft Schule-Betrieb“ ein wichtiges Instrument zur Fachkräftesicherung. Die Partnerschaft nicht nur einmalige Betriebsbesuche oder die Bereitstellung von Praktikumsplätzen, vielmehr geht es um langfristige Perspektiven und Kooperationen. Dabei profitieren beide Partner: Unternehmen sichern sich ihren Fachkräftenachwuchs und die Schule entlässt motivierte und engagierte junge Menschen in eine qualifizierte Ausbildung“, sagt Stephan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer Berlin und Vizepräsident der IHK Berlin.

Schulkooperation am 24.2.2014
Stefan Schwarz, Sandra Scheeres, Reinhold Dellmann, Nuri Kiefer, Dieter Mießen

„Einen passenden Ausbildungsplatz in der betrieblichen dualen Ausbildung zu erhalten, gelingt unseren Schülerinnen und Schülern am besten, wenn sich Ausbildungsbetrieb und Schüler frühzeitig kennenlernen. Dafür schafft eine Schulpartnerschaft mit einem Betrieb den richtigen Rahmen. Ich freue mich sehr, dass jetzt die 400. Partnerschaft zwischen einer Schule und einem Betrieb offiziell geschlossen wird“, sagte Sandra Scheeres, die auch beim Gerätetest mit anpackte.

„Mit dem IHK-Projekt Partnerschaft Schule-Betrieb sollen Wirtschaft und Schulen ihr Wissen untereinander verbessern, Schülerinnen und Schüler eine vielfältigere Berufsorientierung erhalten und ferner den Wirtschaftsstandort kennen lernen. Frisch & Faust hat es sich zur Aufgabe gemacht, Jugendliche so früh wie möglich an die Berufe des Tiefbaus heranzuführen und einen wichtigen Beitrag zum Thema des Dualen Lernens zu liefern. Dies geschieht in der Nähe zur Praxis in der Schule und auf der Baustelle. Frisch & Faust stellt zahlreiche Praktikumsplätze im Unternehmen bereit um Auszubildende zu gewinnen“, so Dieter Mießen, Kaufmännischer Leiter der Frisch & Faust Tiefbau GmbH.

Erfolgsprojekt seit dem Jahr 2000

Sandra Scheeres zog noch einmal Bilanz, denn das Projekt läuft nun in Berlin seit dem Jahr 2000. „Ich finde, wir haben in den letzten 14 Jahren also viel erreicht! Und ich bin sehr froh und stolz, dass die Kooperation von Schulen mit Unternehmen heute ein selbstverständlicher Bestandteil der schulischen Arbeit in Berlin ist. Sie ist unter anderem sogar im Schulgesetz verankert.“ Zugleich gab sie auch ein Ziel vor: „Mir ist es zudem wichtig, dass wir in Berlin auch an den Gymnasien dieses Erfolgsprojekt weiter ausbauen.“

An die Schüler gerichtet sagte die Senatorin: „Für Euch, liebe Schülerinnen und Schüler bietet sich durch diese Zusammenarbeit die Chance, die Berufswelt praxisnah zu erfahren. So könnt Ihr bei eurem Partnerbetrieb beispielsweise Betriebspraktika absolvieren oder an den Praxistagen teilnehmen. Besonders schön finde ich die Idee, dass im Rahmen von Projektunterricht die Auszubildenden ihr Fachwissen den Schülerinnen und Schülern weitergeben, und Ihr dies dann gemeinsam in der Praxis umsetzen werdet.“

Ausblick für die Wirtschaft

An die Vertreter der Wirtschaft gerichtet, sagte Scheeres, der Senat möchte auch in Zukunft, dieses Erfolgsprojekt gemeinsam mit der IHK und der HWK fortführen. „Wir möchten zusammen den Kontakt zwischen Unternehmen und Schulen herstellen und die Partner bei der Koordinierung ihrer Zusammenarbeit unterstützen.“

Gleichzeitig verwies sie aúf die erreichte Erfolgsbilanz in der Ausbildungspolitik: „Wir haben in den letzten Jahren in dem Bereich Berufsorientierung gemeinsam vieles auf den Weg gebracht:

  • Wir haben einen Lenkungskreis Duales Lernen meiner Verwaltung mit der Wirtschaft geschaffen.
  • Wir haben gemeinsam die Servicestelle Duales Lernen eingerichtet.
  • Wir erarbeiten mit den Sozialpartnern, den Kammern und Verbänden sowie mit der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen und der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg ein Landeskonzept für die Berufs- und Studienorientierung.
  • • Zudem haben wir im September gemeinsam das Qualitätssiegel für eine exzellente Berufsorientierung auf den Weg gebracht.“

Weitere Informationen:
Frisch & Faust Tiefbau GmbH

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m/s