Sonntag, 20. August 2017
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Strasbourg-Berlin

8. Festival Jazzdor
Strasbourg-Berlin

Hans Lüdermann, T.E.E. Ensemble, Foto: © Hyou Vielz

In der Kulturbrauerei startet heute zum achten Mal das Festival Jazzdor Strasbourg-Berlin, das inzwischen zu den sinnlichen Höhepunkten der Jazz-Saison zählt. Deutschlandradio Kultur zeichnet die Konzerte auf, und fängt die neuesten Tendenzen des französischen Jazz und die Klänge einzigartiger deutsch-französischer Bandprojekte auf.

Hans Lüdermann, T.E.E. Ensemble, Foto: © Hyou Vielz
Hans Lüdermann, T.E.E. Ensemble, Foto: © Hyou Vielz

Jazzdor steht für den modernen und aktuellen Jazz: Vielfältig, aufregend, offen, weder radikal noch konsensorientiert. Es ist die Musik, die bei uns in Europa stattfindet, lebendig und allein dem Jazz verpflichtet. Die Einzigartigkeit des europäischen, im Besonderen des französischen, Jazz, zu fördern, ist das Credo des Festivals!

Philippe Ochem ist der Kopf und Motor des Festivals. Unter seiner Festivalleitung und künstlerischen Leitung ist Jazzdor Strasbourg-Berlin zu einer herzlichen Verbindung zwischen zwei Jazz-Szenen geworden.

Das umfangreiche Programm lädt zum inspirierenden Hörgenuß in das Kesselhaus der Kulturbrauerei ein. Einige der Konzerte werden auch Live übertragen auf Deutschlandradio Kultur.

Neue Namen und Shooting-Stars auf der Bühne

Eröffnet wird die 8. Ausgabe des Festivals vom Duo der derzeitig unbestrittenen Shootingsstars der französischen Jazzszene: Dem Akkordeonisten Vincent Peirani und dem Saxophonisten Émile Parisien, beide ausgezeichnet mit dem renommierten Prix Django Reinhardt als beste französische Musiker 2012 + 2013. Sie präsentieren Stücke aus ihrem ersten gemeinsamen Album „Belle Époque“, das im Frühjahr 2014 bei ACT music erscheint. Hier treffen zwei energiegeladene, höchst virtuose und kreative Performer aufeinander, die sich blind verstehen und eine fast magische Kraft entwickeln.

Der Klarinettist Louis Sclavis ist ein gern gesehener Gast auf Jazzdor, dieses Jahr kommt er mit zwei jungen Musikern der Gruppe „Q“ zurück, eine der Jazzdor-Entdeckungen des letzten Jahres. Ein Projekt, in dem Improvisation groß geschrieben wird.
Ein weiteres Highlight ist die Deutschlandpremiere des jüngsten Projektes des renommierten Orchestre National de Jazz unter der neuen Leitung des Komponisten und Gitarristen, Olivier Benoit: 11 Musiker entwerfen in der Konzertreihe „Europa“ musikalische Porträts von europäischen Großstädten des beginnenden 21. Jahrhunderts.

Einige der Musiker des ONJ sind auf dem Festival auch in anderen Formationen zu hören. Bruno Chevillon und Eric Echampard treiben die cinematografische Musik der Band Caravaggio mit ihrer rhythmischen Energie voran, während der junge Geiger Théo Ceccaldi sowohl in seinem eigenen Trio als auch im T E E Ensemble von Hans Lüdemann sein außergewöhnliches Talent unter Beweis stellt. Das Oktett des deutschen Pianisten und ECHO Preisträgers 2013 bringt acht Musiker aus ganz Europa zusammen, u.a. mit Silke Eberhardt und Ronny Graupe feste Größen der Berliner Jazzszene, dem es gelingt, äußerst unterschiedliche Sichtweisen im Dialog zu einer gemeinsamen Stimme zu verschmelzen.

Gespannt sein darf man auch auf das neue Trio des Pianisten und Fender Rhodes Spezialisten, Jozef Dumoulin mit dem New Yorker Saxophonisten Ellery Eskelin und dem Schlagzeuger Dan Weiss.

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Das Programm 2014:

  • Mittwoch, 3. Juni 2014, 20 bis 21 Uhr:
    VINCENT PEIRANI & EMILE PARISIEN DUO

    vincent-peirani-emile-parisien

    Zwei Virtuosen und Shooting Stars des französischen Jazz ausgestattet mit einem immensen Talent, sind durch und durch auf Zukunft geeicht. Auf ihrem kürzlich erschienenen Album haben sie Themen von Duke Ellington, Sydney Bechet, Schubert oder gar Deep Purple eingespielt.
  • Mittwoch, 3. Juni 2014, 21 bis 22 Uhr:
    LOUIS SCLAVIS / JULIEN DESPREZ / SYLVAIN DARRIFOURCQ
    Louis Sclavis, Foto: © Mathieu Schoenahl
    Sie lassen sich gar nicht mehr zählen, die jungen Musiker, denen Louis Sclavis zum Durchbruch auf höchstem Niveau verholfen hat. Der Erstauftritt seiner neuen Dreierformation mit zwei Mitgliedern des Power Trios Q verspricht Improvisation ohne Netz – eine Übung, bei der er sich bisher stets als Meister erwiesen hat.
  • Mittwoch, 3. Juni 2014, 22 bis 23 Uhr:
    PAPANOSH
    Papanosh macht Furore, wo immer sie auftritt, mit der puren Energie ihrer Musik, in der sich Honky-Tonky-Piano und Klezmer-Melodien kreuzen.
  • Donnerstag, 4. Juni 2014, 20 bis 21 Uhr:
    BENAT ACHIARY & ERWAN KERAVEC “AMETSA“
    Ein baskischer Barde und ein bretonischer Dudelsackspieler im Dialog.
  • Donnerstag, 4. Juni 2014, 21 bis 22 Uhr:
    EDWARD PERRAUD SYNAESTHETIC TRIP
    Aus afrikanischer Tradition, Pop und zeitgenössischem Jazz werden erstaunliche Kompositionen hervorgezaubert.
  • Donnerstag, 4. Juni 2014, 22 bis 23 Uhr:
    DIE HOCHSTAPLER
    – das sind vier junge Musiker: Pierre Borel und Louis Laurain aus Frankreich, Antonio Borghini aus Italien und Hannes Lingens aus Deutschland. In ihrer Musik setzen sie sich mit der Tradition auseinander – mit schlichter und ergreifender Ironie.
  • Freitag, 5. Juni 2014, 20 bis 21 Uhr:
    THÉO CECCALDI TRIO
    Der Gitarrist Guillaume Aknine und seine Komparsen sind ein Trio der Saiteninstrumente. Ihre Musik überrascht durch nie gehörte musikalische Formen, durch Humor, Virtuosität und viel Energie.
  • Freitag, 5. Juni 2014, 21 bis 22 Uhr:
    HANS LÜDEMANN T.E.E. ENSEMBLE
    Acht eigenwillige Musiker verschmelzen im Dialog zu einer gemeinsamen Stimme. Ihre Kompositionen sind mal diskret zurückhaltend und mal voll des timbre-reichen Sounds eines starken Ensembles.
  • Freitag, 5. Juni 2014, 22 bis 23 Uhr:
    CARAVAGGIO
    Ein bischen Pink Floyd, etwas Electro, und bei den lautstarken Rhythmus-Duo eine solide Dosis Rock. Dazu serviert CARAVAGGIO zahlreiche Zitate aus dem Kino, von Werner Herzogs Aguirre bis hin zu Dennis Hopper.
  • Samstag, 6. Juni 2014, 20 bis 21 Uhr:
    JOZEF DUMOULIN / ELLERY ESKELIN / DAN WEISS

    jozef-dumoulin-solo

    Jozef Dumoulin, Hexer auf allen Tastaturen, traktiert schon lange mit Vorliebe den Fender Rhodes, nach allen Regeln der Kunst und mit unverhohlenem Vergnügen. Bei dem diejährigen Jazzdor Festival begrüßen wir den französischen Musiker zu seiner Deutschlandpremiere. Mit seinem neuen Partner Ellery Eskeliin aus den USA erweitert er seinen Aktionsradius, zwischen Avantgarde-Jazz, Electro-Groove und dem Genre Spuk-Lied.
  • Samstag, 6. Juni 2014, 21 bis 22 Uhr:
    ORCHESTRE NATIONAL DE JAZZ OLIVIER BENOIT “EUROPA / PARIS“
    Olivier Benoit, Leiter des renomierten Orchestre National de Jazz, hat das Orchester für sein jüngstes, ehrgeiziges Projekt neu zusammengestellt: Gestützt von einer nervösen, brodelnden Rhythmus-Section, entwerfen sie Spontan-Porträts europäischer Großstädte des beginnenden 21. Jahrhunderts.

Weitere Informationen zum Jazz-Festival: www.jazzdor-strasbourg-berlin.eu

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Dienstag, 3. bis Freitag, 6. Juni 2014, jeweils um 20 Uhr
Tagesticket: 15 € im Vorverkauf / 20 € an der Abendkasse
2-Tagesticket: 23 €
Kombi-Ticket (4 Tagestickets): 36,- €

Infos und Reservierungen:
Werktags 12-18 Uhr: Telefon : 030 44 31 51 00, E-Mail : info@kesselhaus-berlin.de

www.jazzdor-strasbourg-berlin.eu

Kesselhaus in der Kulturbrauerei – Knaackstr. 97, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg

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m/s