Montag, 21. August 2017
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Abknickendes Nadelöhr in Buch

Abknickende Nadelöhr in Buch

Seit Anfang Juli gibt es in Buch praktisch ständig einen Stau. Der Ausbau der Wiltbergstraße fordert viel Geduld, um während der geplanten ersten beiden Bauphasen in beiden Richtungen die ertüchtigte Umleitungsstrecke über Hobrechtsfelder Chaussee, den Pölnitzweg und die Straße Alt-Buch zu bewältigen. Als besonderer Engpaß erweist sich der Abzweig Alt-Buch / Pölnitzweg.

Abknickende Nadelöhr in Buch
Abknickende Nadelöhr in Buch: Ampel Plönitzweg/Alt-Buch

Die Ampelregelung sorgt hier für ein „abknickendes Nadelöhr“, weil die aus Süden heranfahrenden PKW und LKW jeweils in einer Spur aufstauen. Der Grund ist einfach: die Linksabbieger in den Pölnitzweg blockieren auch die geradeausfahrenden Fahrzeuge, die in Richtung Zepernick fahren wollen.

Eisenbahnbrücke Pölnitzweg mit Höhenbegrenzung

Da die Eisenbahnbrücke Pölnitzweg nur eine lichte Höhe von 3,90 m aufweist, kann die Umleitungsstrecke von größeren Fahrzeugen und LKW´s nicht genutzt werden.

Das Hinweisschild steht erst kurz vor der Kreuzung, und ist schlecht zu sehen, wenn ein LKW vorausfährt, und der nachfolgende LKW-Fahrer sich schon nach links in die Abbiegesituation orientiert. Irrtümer und übersehene Hinweisschilder sind praktisch vorprogrammiert.

Abknickendes Nadelöhr hält Wirtschaftswachstum auf

Angesichts der geplanten Dauer der Umleitung ist der aktuelle Zustand auf Dauer kaum erträglich. Zwei Jahre Dauerstau bremsen hier den Wirtschaftsstandort Berlin-Buch aus.

Abhilfe könnte eine andere Ampelschaltung bringen. Noch besser wäre es, wenn die Straße in Alt-Buch auf etwa 80 Metern Länge zweispurig aufgeweitet werden könnte. Der Verkehrsfluss könnte sicher erheblich verbessert werden.

Die Empfehlung des Bezirksamtes Pankow, Buch für die nächsten zwei Jahre zu meiden, ist jedenfalls nicht wirklich praxistauglich: „Aufgrund von Staugefahr wird gebeten, die Baustelle möglichst weiträumig zu umfahren!“

„Ja wie denn!“ schallte es sofort aus dem Mund betroffener Autofahrer, wenn man nachfragt. Denn zur Straße Alt-Buch gibt es keine praktikable Alternative.

Und so fährt wohl mancher Autofahrer durch Buch, mit der stillen Hoffnung, die Pankower Bezirkspolitik könne sich die Lage vor Ort einmal genauer ausschauen.

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m/s