Montag, 11. Dezember 2017
Home > Berlin > Achtsame Psychologie für Hund & Halter

Achtsame Psychologie für Hund & Halter

Angewandte Psychologie rund um Halter & Hund

Genau 104.757 Hunde waren am Jahresende 2016 in Berlin steuerlich angemeldet. Tatsächlich leben aber viel mehr Hunde in Berlin. Die Hinterlassenschaften der Hunde sind in Dauerthema, viele Aktionen gegen Hundekot werden jedes Jahr bundesweit in Gang gesetzt.

Gebote, Verbote, Warnschilder, Hundebeutelspender und Gesetzesauflagen zur Mitführung von Hundekotbeuteln – das ordnungsstaatliche Instrumentarium ist gewaltig.

Noch gewaltiger ist der gesamtstaatliche Aufwand, denn Satzungen zum Thema Hund und Hundesteuer sind kommunale Zuständigkeit. Bei bundesweit rund 13.600 Kommunen, viele davon in Zweckverbänden, kommen bundesweit einige tausend Hundesteuersatzungen zusammen. So ist es auch wenig verwunderlich, wenn es kein allgemeines Ordnungsbewußtsein zum Thema Hundekot gibt.

Ein innovativer Versuch wurde nun in Tempelhof entdeckt. Mit Psychologie und moderner Achtsamkeits-Kommunikation wurde ein Schild gestaltet, das man nur als „heimtückisch-nett“ bezeichnen kann, weil es weder Warn-, noch Verbotsschild sondern nur „verständnisheischende einfühlsame Auffordung“ ist:

DEIN BESTER FREUND SCHÄMT SICH!

Er kann seinen Haufen
leider nicht selbst weg-
räumen. Hilf ihm, den
Garten sauber zu halten!
Dankeschön!

Natürlich gibt es zu bemängeln: das Schild ist nicht geschlechtsneutral verfasst! Zudem ist der beste Freund des Mannes auch noch umgangssprachlich anders konnotiert! Aber dennoch ist es ein lobenswerter Versuch! Gesehen auf der Malzwiese in der Malzfabrik in der Bessemerstraße.

Save this post as PDF

m/s