Montag, 18. Dezember 2017
Home > Kultur > AEDES: Building in the Metropolis MX

AEDES: Building in the Metropolis MX

Memorial of Victims of Drug War Mexico

In dieser Woche werden zwei neue Architektur-Ausstellungen bei Aedes auf dem Pfefferberg eröffnet. Zu Gast sind zwei international renommierte Architekten aus Mexiko und Spanien mit ihren Präsentationen. Herzlich begrüßt werden auch die beiden Botschafter aus Mexiko und Spanien, die jeweils zu den Vernissagen sprechen werden.

Memorial of Victims of Drug War Mexico
Memorial
„Memorial to the victims of the drug war and violence in Mexico“ – Foto: Sandra Pereznieto

BUILDING IN THE METROPOLIS MX
Gaeta-Springall Architekten, Mexiko

Die Ausstellung „Building in the Metropolis MX“ präsentiert ausgewählte Arbeiten des Studios Gaeta-Springall Architekten aus Mexiko. In ihrem Arbeitsprozess bis zur Realisierung dienen architektonische Elemente wie Form, Material und Funktion einem
größeren und komplexeren System: der Stadt. Mit großer Sorgfalt entwerfen Julio Gaeta, Luby Springall und ihr Team dafür die Hülle, um über die Durchlässigkeit der Außenhaut Interaktionsmöglichkeiten zu generieren. Dabei legen sie besonderen Wert auf intelligente Systeme und Technologien, da die Langlebigkeit und Haltbarkeit der Gebäude in ihrer Effizienz und Nachhaltigkeit liegt.
Gaeta-Springall Architekten widmen sich dem Raum als Gesamtheit, der für sie „authentischer Handlungsort des Lebens“ ist. „Building in the Metropolis MX“ bedeutet für sie die Verknüpfung von architektonischen, urbanen und gesellschaftlichen Elementen. Darin sehen sie ihre tagtägliche Aufgabe.
Für die in ihrem Heimatland hoch anerkannten Architekten ist die Präsentation bei Aedes, nach dem von ihnen kuratierten Mexikanischen Pavillon „Condemned to be modern“ auf der Biennale in Venedig 2014, die zweite Ausstellung in Europa.

In Deutschland wurden sie bereits mit ihrem Projekt von gesellschaftspolitischer Relevanz, dem „Mahnmal für die Opfer des Drogenkriegs von Gewalt in Mexiko“, bekannt. Über diese Arbeit, die vorrangig mit dem beschlagnahmten Geld der Drogenkartelle finanziert wurde, gab es in Mexiko kontroverse Diskussionen. Die Eröffnung des Mahnmals im vergangenen Jahr fand auch Einzug in die deutsche Medienlandschaft. In der räumlichen Ausstellungsinstallation bei Aedes wird dieses Projekt erstmals näher erläutert.

ABRIL Mistral Tower Gaeta-Springall Architects
„Mistral Towers“ – © Gaeta-Springall Architects

Ergänzt wird die Ausstellung durch Modelle und Fotografien weiterer Projekte unterschiedlicher Maßstäblichkeit, so z.B. das Wohnhaus „4HousesLCC“ für vier Familien oder die Hochhäuser „Siroco und Mistral Towers“ in Mexico City für Hunderte von Familien.
Zudem werden die stadträumlichen Arbeiten von Gaeta-Springall Architekten vorgestellt, u.a. aus dem Bezirk Iztapalapa und dem Merced Market, in denen die Architekten ihre Haltung zu einer Neudefinition des öffentlichen Raumes zum Ausdruck bringen. Die eindeutige Hinwendung zur Moderne findet sich nicht nur in der Form- und Materialauswahl der Bauten wieder, sondern in ihrer grundsätzlichen Herangehensweise, die Architektur durch Transparenz in die Stadtlandschaft einzubinden und damit „in der Stadt und für die Stadt“ zu bauen.

Die Ausstellung spiegelt auf unterschiedliche Weise eine sukzessive Auseinandersetzung mit „ihrer“ Metropole wieder, die für Gaeta-Springall Architekten die Basis jedes einzelnen Projektes ist. Neben einer ausführlichen Recherche, die das urbane Umfeld, die Grenzen zwischen Öffentlichkeit und Privatheit, Funktion, Design und Konstruktion einschließt, ist ein partizipatorisches Modell entscheidend. Gerade die wesentliche Bedeutung der Gemeinschaft in der Wechselwirkung mit jeder Planungsstufe ihrer Projekte zeichnet Gaeta-Springall Architekten besonders aus.

Zur Eröffnung sprechen:
Dr. h.c. Kristin Feireiss, Aedes Berlin
I.E. Patricia Espinosa, Botschafterin Mexikos in Deutschland
Sophie Lovell, Editor-in-Chief, Uncube Magazine, Berlin
Julio Gaeta, Luby Springall, Gaeta-Springall Architekten, Mexiko Stadt

Es erscheint ein Aedes Katalog. Aedes dankt den Kooperationspartnern für die freundliche Unterstützung:
Zumtobel, carpet concept, Schindler / The PORT Technology, Axor hansgrohe

Ausstellung: 12. Juli – 21. August 2014
Eröffnung: Freitag, 11. Juli 2014, 18.30 Uhr – Öffnungszeiten: Di-Fr 11-18.30 Uhr, Sa-So 13-17 Uhr

Aedes am Pfefferberg, Christinenstr. 18-19, 10119 Berlin-Prenzlauer Berg

Sant Cugat House, Model-Concret
Josep Ferrando Architecture, Barcelona: Sant Cugat House, Model-Concret – Foto: Adrià Goula

Matter and Light
Josep Ferrando Architecture,Barcelona

Die Ausstellung präsentiert erstmals in Deutschland die Arbeiten des Architekten Josep Ferrando aus Barcelona. Seine Bauten zeichnen sich besonders durch die Reduktion der verwendeten Werkstoffe aus. Durch die ausgewählten Materialien und die sensible
Lichtführung eröffnen sich subtile räumliche Zusammenhänge, die vor allem im Dialog von Materie und Licht sichtbar und spürbar werden.
Josep Ferrando sagt dazu: “Das Wesen eines architektonischen Projektes oder des gebauten Werkes wird geprägt durch die ihr innewohnende inhärente Dualität zwischen dem Ort und dem Architekten. Der Ort bildet sozusagen den “Grundzustand” – den realen
Rahmen des Planungsgebietes. Der Architekt führt durch seine persönliche Interpretation des Ortes und der Bauaufgabe sowie der Wahl der Mittel alle Parameter zusammen, die in den Bauprozess einfließen, bis schließlich ein Gebäude entsteht: das architektonische Werk als eine Kombination von Licht und Materie. Der Baukörper, gebildet aus Materie, ist als solcher unbelebt – unbeweglich und still.

Das Licht jedoch, dessen unendliche Ausdehnung von den Konturen der Architektur in seiner Ausbreitung begrenzt wird, wirkt in diesem Zusammenspiel lebendig, bewegend und dynamisch.“
Ort, Licht und Raum sind auch die gestaltenden Elemente der Ausstellungsinstallation. Im Zentrum stehen zwölf aufwändige Modelle, die jeweils aus einem der Materialien Glas, Stahl, Holz, Stein, Keramik oder Beton gebaut wurden.
Zusätzlich dokumentieren Pläne, Zeichnungen, Fotos und Filme die hohe ästhetische Qualität jedes seiner Gebäude. Ein lebendiges Wechselspiel aus Lichtprojektionen gibt weitere Informationen, Fotos und Details der Architekturen an den Wänden des Ausstellungsraumes. Präsentiert werden u.a. die Projekte für einen Golf Club in Rio de Janeiro, Brasilien, eine Polizeistation in Salt, Spanien, ein Krematorium in Basel, Schweiz, den Universitätscampus in Tortosa, Spanien sowie ein Wohnhaus in Llerona, Spanien.

Josep Ferrando Architecture, Barcelona: Bescanó House
Josep Ferrando Architecture, Barcelona:
Bescanó House – Foto: Pedro Pegenaute

Seit Beginn seiner praktischen Architektentätigkeit ist Josep Ferrando mit der akademischen Lehre an verschiedenen Universitäten eng verbunden:

Seit 1998 unterrichtet er als Professor u.a. an der Escola Tècnica Superior d’Arquitectura de Barcelona (ETSAB), La Salle Architecture School Barcelona (ETSALS), University of Illinois in Chigago (UIC), Istituto Europeo di Design (IED) und der Escola de disseny i art (Eina) und war Gastdozent an der Hochschule für Technik Zürich (HSZT), Escola da Cidade in São Paulo, Universidade Positivo (UNICENP) in Curitiba und der Universidad Torcuato di Tella in Buenos Aires.

Seine Arbeiten wurden international ausgestellt, u.a. in den USA, der Schweiz, Schweden, Norwegen und Portugal. Aktuell ist er mit einer Ausstellung im Palazzo Bembo bei der 14.Internationalen Architekturbiennale in Venedig – la Biennale di Venezia vertreten.

Die Modelle der Ausstellung wurden großzügig unterstützt durch:
Breinco, Cosentino,Cricursa, Cumella, Pidemunt, Room, Lamp. Es erscheint ein Aedes Katalog.

Zur Eröffnung sprechen:
Dr. h.c. Kristin Feireiss, Aedes Berlin
H.E. D. Pablo García-Berdoy Cerezo, Botschaft von Spanien in Berlin
Sophie Lovell, Editor-in-Chief, Uncube Magazine, Berlin
Josep Ferrando, Barcelona

Ausstellung: 12. Juli – 21. August 2014 –
Eröffnung: Freitag, 11. Juli 2014, 18.30 Uhr – Öffnungszeiten: Di-Fr 11-18.30 Uhr, Sa-So 13-17 Uhr

Aedes am Pfefferberg, Christinenstr. 18-19, 10119 Berlin-Prenzlauer Berg

Save this post as PDF

m/s