Dienstag, 24. Oktober 2017
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Air Berlin – unter dem Lack ist alles geleast!

airberlin Boeing 737-800

Air Berlin befindet sich seit Jahren in der Krise, Deutschlands zwei zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin hat unter falschen Managemententscheidungen aber auch durch die verschobene Eröffnung des Großflughafens BER zu leiden. Der größte Fehler war wohl in den letzten zwei Jahren, auf steigende Ölpreise und feste Lieferverträge für Kerosin zu setzen – ein Absicherungsgeschäft, das bei stark fallenden Ölpreisen plötzlich enorme Kosten brachte – und den höchsten Jahresverlust der Firmengeschichte: 447 Mio. €uro.

airberlin Boeing 737-800
airberlin Boeing 737-800 im Steigflug – Foto: Press Release

Geschäftsführer Stefan Pichler kündigte daher im Juni ein weiteres Kostensenkungsprogramm an – radikaler noch als bisherige Kostensenkungsprogramme:

Air Berlin besitzt nun keine eigenen Flugzeuge mehr und fliegt jetzt nur noch mit einer geleasten Flotte. Die letzten eigenen Maschinen wurden bereits verkauft. Künftig setzt man allein auf Maschinen von Airbus.

Air Berlin wartet die Flugzeuge selbst, deshalb steht nun auch eine weitere Verheinheitlichung der Flotte auf dem Programm, um weitere Kosten zu sparen.
Die Air Berlin PLC erzielte im ersten Quartal 2016 einen Konzernumsatz von EUR 737,1 Mio. – das Verluste verminderten sich auf einen Betrag von 182,3 Mio. Euro.

Die Maßnahmen des Sparrpogramms senken die Kosten des Flugbetriebs um ca. 15%, wie im Quartalsbericht des ersten Quartals angebeben wurde. Durch den Verkauf der Flugzeuge und das Flottenleasing werden im zweiten Quartal Sondereffekte und eine schrittweise Ergebnisverbesserung erwartet. Die Air Berlin Aktie hat sich im Juni auf 68 Cent eingestellt.

Mit Optimismus in den Sommerflugplan

Air Berlin blickt mit Optimismus auf den Sommerflugplan:

„Air Berlin verzeichnet bei einer gleichzeitigen Kapazitätsreduzierung um 2,4 Prozent einen nur geringen Auslastungsrückgang von 0,9 Prozentpunkten auf 82,7 Prozent und behauptet damit trotz der jüngsten geopolitischen Ereignisse in der Touristik eine stabile Entwicklung in den vergangenen Monaten. Im kumulierten Vergleich blieb die Auslastung bei einer Verringerung um 0,2 Prozentpunkte auf 82,4 Prozent nahezu konstant.

Die angebotenen Sitzplatzkilometer (ASK) stiegen um 0,1 Prozent auf 5,222 Milliarden gegenüber dem Vorjahresmonat. Das weltweite Passagieraufkommen ging im Juni um 2,7 Prozent auf 2.941.280 Fluggäste zurück.

Insgesamt legten die Passagiere der airberlin im globalen Streckennetz rund 4,316 Milliarden Kilometer (RPK) zurück. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einer kapazitätsbedingten Verringerung um 1,0 Prozent.“

Air Berlin hat seit Mai auch neue attraktive Langstrecken nach Havanna und San Francisko im Plan – vor allem auf Langstrecken wird Geld verdient.

Stefan Pichler, CEO airberlin: „airberlin setzt alles daran, die Auslastung in den besonders reiseintensiven Ferienmonaten Juli und August weiter zu verbessern und bietet ihren Passagieren sowohl auf der Kurz- und Mittelstrecke als auch auf der Langstrecke zahlreiche attraktive Urlaubsziele an. Wir fliegen beispielsweise 500-mal pro Woche auf die beliebte Sonneninsel Mallorca. – Mit unserem vielseitigen Strecken- und Produktangebot wollen wir unsere Marktführerschaft an unserem Hubs weiter stärken.“

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a/m