Mittwoch, 22. November 2017
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Allianz für Elektromobilität fordert mehr Mut zum Experiment

Solarport auf dem EUREF-Campus

Die wichtigsten Akteure im Bereich Elektromobilität haben sich zusammen geschlossen, und bilden eine neue Allianz. Der Bundesverband eMobilität (BEM), der Bundesverband Solare Mobilität (BSM) sowie die Koordinatoren der ehemaligen vier Schaufenster Elektromobilität haben eine neue Allianz für die Mobilitätswende initiiert. 



In einer gemeinsamen Berliner Erklärung setzen sich die beteiligten Verbände und Fachleute für die Einrichtung von „regulatorischen Experimentierräumen“ ein. Dort sollen in enger Zusammenarbeit von Politik, Unternehmen und Wissenschaft neue Mobilitätsdienstleistungen praxisnah erprobt werden. So können nach Ansicht der Initiatoren Regionen entstehen, in denen die Mobilitätswende modellhaft vorangetrieben wird.

Mehr Mut zum Experiment gefordert


In der Erklärung wird darauf verwiesen, dass der Umbau der Mobilitätswelt nicht als Verwaltungsakt, sondern als mutiges Unterfangen betrieben werden müsse. Die Initiatoren wollen sich nicht allein auf Labore in der Wissenschaft und Unternehmen verlassen und gemeinsam mit Betroffenen vor Ort Vorbildregionen kreieren.

Die Initiative der Bundesregierung „Schaufenster Elektromobilität“ hat in den vergangenen drei Jahren wichtige Grundlagen für die vorgeschlagenen Aktivitäten geschaffen. In den Regionen bestehen fundierte Erfahrungen im Umgang mit heterogenen Netzwerken, gegenläufigen Interessen und der Organisation großer Verbundvorhaben. Die gemeinsame Erklärung wurde den Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen übermittelt.

Die Initiatoren der Allianz unterstützen zudem die Berliner Erklärung zu Forschung und Innovation für eine nachhaltige urbane Mobilität des BMBF vom Juni 2017.

Die Initiatoren der Allianz sind u.a. Dr. Wolfgang Fischer von der Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie Baden-Württemberg (e-mobil BW), Prof. Dr. Andreas Knie, Geschäftsführer des Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel in Berlin (InnoZ), Gernot Lobenberg, Leiter der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO und Raimund Nowak, Geschäftsführer Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg.

Ferner wird die Allianz unterstützt vom Bundesverband Solare Mobilität (BSM), vom der Kompetenzstelle Elektromobilität Bayern (Bayern Innovativ) und dem Bundesverband eMobilität (BEM).

Zielen und Vorgaben Politik wurden nicht eingehalten

Das politische Ziel von 1 Million Elektrofahrzeugen bis zum Jahr 2020 auf deutschen Straßen liegt noch in weiter Ferne. Umsetzung und Investitionen kommen nicht recht voran. Vom Zeitpunkt der Anmeldung für eine neue E-Ladesäule bis zum Aufbau können in Berlin Monate bis Jahre vergehen, weil die Strominfrastruktur auf dem Grundstück nicht immer sofort verfügbar ist. Aber auch hohe Anschaffungskosten von E-Fahrzeugen sorgen für eine eng begrenzte Nachfrage.

Die Verkehrswende kommt nicht voran, weil man keine ausreichenden neuen Mobilitätsangebote schafft, und stattdessen in Restriktionen für den automobilen Verkehr investiert.

Mit dem Wechsel zu einer neuen Bundesregierung laufen auch bisherige Förderprojekte aus. Der Aufruf der Allianz für Elektromobilität ist daher auch eine Aufforderung zum Politikwechsel.

Weitere Informationen:

Berliner Agentur für Elektromobilität www.emo-berlin.de

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m/s