Sonntag, 22. Oktober 2017
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Apfelernte am Köppchensee

Köppchensee im Herbst - Foto: NABU, Scharon

Bald ist es wieder so weit, der NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. lädt zur Apfelernte am Köppchensee ein. Es ist eine gute Gelegenheit für einen Wochenendausflug an den Nordwestrand von Pankow, der ins Naturschutzgebiet Niedermoorwiesen am Tegeler Fließ in Pankow- Blankenfelde führt.

Köppchensee im Herbst - Foto: NABU, Scharon
Köppchensee im Herbst - Foto: NABU, Scharon

Anja Sorges, Pressechefin des NABU-Geschäftsstelle in der Pankower Wollankstrasse wünscht sich tatkräftige Unterstützung: „Fleißige Helfer sind herzlich willkommen!“

2013: ein starker Jahrgang mit reicher Apfelernte!

In diesem Jahr tragen die alten Bäume gut, so dass sich der umfangreiche Einsatz wieder lohnen wird. Die Ernte wird in der Kelterei Breitbarth in Pankow-Buchholz zu Apfelsaft verarbeitet.

Um alle Äpfel transportieren zu können, steht ein ganzer Container zum Befüllen bereit. Der Saft aus neuer Ernte wird dann ab Ende des Jahres zugunsten des Erhalts der Streuobstwiese direkt über den NABU Berlin verkauft.

Bereits seit 1990 unterstützen die NABU-Bezirksgruppe Pankow und viele weitere ehrenamtliche Helfer die zuständigen Naturschutz- und Forstbehörden mit Arbeitseinsätzen bei der Gebietspflege.

Apfelernte am Köppchensee - Foto: NABU, Gehring
Apfelernte am Köppchensee - Foto: NABU, Gehring

Baumkastaster hilft

Im Winterhalbjahr 2009 wurde in einem Teilbereich eines Apfelreviers ein Baumkataster erstellt, um zu dokumentieren, wie der Zustand der einzelnen Bäume ist. Danach folgte in enger Abstimmung mit der Naturschutzbehörde ein Obstbaumschnitt an etwa 100 der alten, mittel- bis hochstämmigen Bäume durch speziell ausgebildete NABU-Mitarbeiter. Totholz und einige von wildem Hopfen überwachsene Baumruinen blieben als wertvoller Lebensraum für eine Vielzahl von Organismen erhalten.

Schutz durch sanfte Nutzung

Doch ohne Nachwuchs kann der Lebensraum nicht erhalten werden. Nachdem abgängige Bäume gerodet waren, pflanzten die Naturschützer mit Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt 250 neue Apfelbäumchen als Ersatz nach. Dabei wurde darauf geachtet, dass ausschließlich alte Sorten zum Einsatz kamen. Sie tragen klangvolle Namen wie Berner Rosenapfel, Danziger Kantapfel, Landsberger Renette, Cox Orange (der bis heute bekannteste in dieser Aufzählung), Jacob Lebel, James Grieve, Breuhahn, Geheimrat Oldenburg u.a. Mit der Pflanzung sollen alte und selten gewordene Kulturpflanzen erhalten werden und der Lebensraum Streuobstwiese im Schutzgebiet erhalten werden.

Historische Obstplantagen der Stadtgüter

Die ehemaligen Obstplantagen im Gebiet am Köppchensee gehörten früher den Berliner Stadtgütern und stehen seit 1995 unter Naturschutz. Im Rahmen des Pflege- und Entwicklungsplans zum Erhalt der abwechslungsreichen Kulturlandschaft in der Niederung des Tegeler Fließtals werden nun Teilbereiche der ehemaligen Plantagen zu naturschützerisch wertvollen Streuobstwiesen weiterentwickelt.

Apfelernte am Köppchensee: zufriedene Helfer - Foto: NABU, Scharon
Apfelernte am Köppchensee: zufriedene Helfer - Foto: NABU, Scharon

Helfen macht Spaß – und lohnt

Wer fleißig bei der Ernte mithilft, hat sich auch eine Stärkung verdient. Es gibt Schmalzstullen und Apfelsaft und jeder Helfer kann sich eine Flasche Saft von 2012 mitnehmen. Alternativ gibt es auch einen Gutschein für den ersten Saft aus der 2013er Ernte und natürlich Äpfel für den Eigenbedarf. Wer die Helfer mit Verpflegung unterstützen möchte: Apfelkuchen kommt immer gut an!

Terminhinweis & Ausflugstip:

Zur Apfelernte am Köppchensee
Samstag, den 28. September 2013 ab 9.00 Uhr

Treffpunkt: Obstwiese im Naturschutzgebiet Niedermoorwiesen am Tegeler Fließ in Pankow-Blankenfelde am Schildower Weg (der Weg ist ausgeschildert).
Bus 107 Richtung Schildow, Haltestelle Lübarser Weg und 15 Min. Fußweg

Weitere Information:
NABU Berlin (Naturschutzbund Deutschland e.V.) Wollankstr. 4, 13187 Berlin
Anja Sorges (verantwortlich, Geschäftsleitung)
presse@NABU-Berlin.de,
Tel: (0 30) 9 86 08 37-17/ -19, Fax: (0 30) 9 86 70 51

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m/s