Donnerstag, 17. August 2017
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Apps lernen Kunst & Kultur

Sprach-Suchfunktion

Smartphones sind heute aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch so manche Funktion kann heute sehr viel bequemer gemacht werden. Das offene Geheimnis: Sprachassistenten und Apps mit Sprachfunktionen sind noch nicht perfekt.

In drei verschiedenen Betriebssystem-Welten gibt es Sprachassistenten und Apps – und die werden immer besser:

apple, google und Microsoft kämpfen um die beste Lösung.

Haben Sie diese Sprachassistenen schon genutzt und ausprobiert? Offen gesagt: es funktioniert suboptimal. Aber die Assistenten und Apps sind lernfähig, und es kann sogar nachgeholfen werden, die Sprachbefehle genauer und eineindeutig zu erkennen.

Bei der Suche nach Kulturorten und Veranstaltungen könnten Sprachassistenten und Apps eine sehr gute Hilfe sein. Vor allem Autofahrer müssen ihre Freisprechanlagen nutzen, und Sprachbefehle an ihre Navigationssysteme übergeben können.
Auch für Sehbehinderte und für ortsunkundige Besucher sind die Sprachassistenten und Apps ein echter Gewinn. Es sind viele hilfreiche Anwendungen möglich, die sich erst in der Erprobung erschliessen.

In der mobilen Kultursuche wird daher begonnen, eine inklusive akustische Zugangsinformation aufzubauen, die auf Abruf und Button abgespielt wird.

Siri, Google Now, Microsoft Cortana

Siri (engl. Abkürzung für: Speech Interpretation and Recognition Interface) ist eine Software von Apple, die der Erkennung und Verarbeitung von natürlich gesprochener Sprache dient. Die mit Speex komprimierten Sprachdaten werden bei bestehender Internetverbindung an einen Apple-Server über eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung nach dem Client-Server-Prinzip übertragen, dort verarbeitet und das Ergebnis an das iOS-Gerät zurückgemeldet. Jede Anfrage ist mit einem eindeutigen Identifier signiert, mit dem Apple sicherstellt, dass es keine unautorisierten Anfragen gibt.

Auf Android-Geräten liefert Google Now wiederum Antworten auf gesprochene Fragen und versucht darüber hinaus, in Form der Google-Now-Karten Informationen anzubieten, noch bevor der Nutzer aktiv danach sucht. Sein „Wissen“ bezieht Google Now aus den Daten anderer Google-Dienste wie Sucherverlauf, Gmail und Google Kalender. Unter iOS ist Google Now ein Bestandteil von Googles Such-App. Google hat den Assistenten aber auch in Chrome integriert.

Microsoft will seinen Sprachassistenten Cortana für Windows 10 zeitgleich mit dessen Start am 29. Juli in den USA, Großbritannien, China, Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien anbieten.

Google liefert bisher beste Ergebnisse

Derzeit ist die Google-Sprachsuche am Besten in den Ausgabeergebnissen, weil sie die aktuelle Datenumwelt des Nutzers mit berücksichtigt. Doch bei falschen Google-Einträgen und unklaren Suchbegriffen versagt die Sprachsuche. Bei Festivals leitet die Suche u.U. zum letzten aktuellen Veranstaltungsort, dessen Termin schon abgelaufen ist.

Pilotanwendung startet für mobile Kultursuche

Zunächst wird eine „Proof-of-Concept“ Pilotanwendung erstellt, die wichtige Kulturorte in Prenzlauer Berg betrifft. Die GPS-Koordinaten der Haustüreingänge sind erfasst, die Adress-Ergebnisse werden als Sprachdateien archiviert und Schritt für Schritt verbessert. Manche Unstimmigkeiten tauchen dabei auf. Die Umsetzung in einer flächendeckenden Anwendung wird erst gestartet, sobald die ersten Auswertungen der Pilotanwendungen statistisch ausgewertet und verifiziert sind.
Ziel ist es, künftig Veranstaltungstermine, Orte und Zufahrtinformationen und Maps zusammen mit Hinweisen auf Barrierefreiheit zu bündeln: „Die Vorfahrt befindet sich ….“, „Der nächste freie Busparkplatz ist reserviert in …!“

Harmonisierung von Geodaten und Sprachausgaben

Um die Kultursuche zu verbessern, müssen die Sprachassistenten gestestet und ggf. korrigiert werden. Auch ist es wichtig, ein-eindeutige Adressierungen vorzunehmen, etwa wenn Veranstaltungsorte mehrere Eingänge haben, wie z.B. die Kulturbrauerei mit vier umgebenden Straßen.
Diese Sprachausgaben sollten auch in verschiedenen Versionen ausgegeben werden können, weil sich die Zugänge auch je nach aktuellen Veranstaltungstermin verändern können.
Außerdem ist es sehr vorteilhaft, wenn Car-Navigationssysteme nicht nur die „Haustür-Adresse“ kennen, sondern auch die Parkhauseinfahrt oder die reservierten Parkplätze und Busparkplätze finden können.
Im Pflichtenheft steht daher auch die Anforderung drin, einen Busfahrer per Mail zum nächsten Parkplatz leiten zu können, und den Abholtermin und die erneute Vorfahrt planen zu können.

Geodaten, Sprachausgaben und Such-Index müssen passen

Die Harmonisierung von Geodaten, Sprachausgaben und des zugehörigen Such-Index ist eine wichtige „Infrastrukturaufgabe“, um Kulturveranstaltungen in der Smart City und im „Internet der Dinge und der Screens“ sicher zu organisieren.
Künftig sollen die Veranstaltungsankündigungen auch intelligente Maps mit zeitgesteuerten Funktionen erhalten, etwa mit Informationen zur Verkehrslenkung, zum „Crowd-Management“ und mit „Last-Minute-Informationen“ u.v.m.

Kulturstandorte & Theater können sich beteiligen

Die Logistik für die Bus-Touristik wird mit Vorrang bearbeitet, weil dies sich auch bei kleinen Veranstaltern schon lohnt. Fest vorbuchbare Bustouristik-Besuchergruppen spielen im Berliner Kulturveranstaltungsmarkt eine wirtschaftlich tragende Rolle.

Weitere Informationen:

Apple – Siri www.apple.com/de/ios/siri

Google – ww.google.de/search/about/

Cortana – z.Zt. nur technische Vorversion verfügbar

Weitere Informationen: kulturpartner@kultureins.de

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m/s