Samstag, 16. Dezember 2017
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Armut frißt sich durchs Land

Armut bei Kindern führt zur Ausgrenzung

Das Statistische Bundesamt hat neue Zahlen veröffentlicht, die erschrecken müssen: jeder fünfte Deutsche ist arm oder sozial ausgegrenzt. Frauen sind besonders betroffen: Frauen sind laut Statistik deutlich öfter arm als Männer, vor allem in der Altersgruppe zwischen 18 und 64 Jahren.

Armut bei Kindern führt zur Ausgrenzung
Armut bei Kindern führt zur Ausgrenzung

10 Jahre nach Einführung der Arbeitsmarkt- und Sozialreform Hartz 4 ist das eine erschreckende Bilanz. Die statistische Erhebung „Leben in Europa 2013“ zeigt auch: Armut ist stabil auf ein Fünftel der Bevölkerung begrenzt.

Aktuell ist jeder fünfte Deutsche (20,3 Prozent) arm oder sozial ausgegrenzt. Die Zahlen blieben seit 2008 relativ konstant. Damals lag der Wert bei 20,1 Prozent, im Jahr 2012 bei 19,6 Prozent.

Bei Frauen ist der Anteil von Frauen mit 23,5 Prozent aber besonders bedenklich, denn viele Frauen sind auch alleinerziehende Mütter. Mit betroffen sind damit viele Kinder.

EU – Statistik mit gleicher Indikatoren

Als arm oder sozial ausgegrenzt gelten Menschen, auf die mindestens einer dieser Indikatoren zutrifft:
– Sie sind armutsgefährdet,
– sie leiden an erheblicher materieller Entbehrung
– oder leben in Haushalten mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung.

Im Vergleich zur Europäischen Union ist die Situation in Deutschland graduell besser. In der gesamten EU gilt jeder Vierte (24,5 Prozent) als arm oder sozial ausgegrenzt.

Die EU-weiten Untersuchung der Armutsdaten erfolgt in allen Mitgliedstaaten nach einheitlichen Definitionen und methodischen Mindeststandards, die die Länder-Ergebnisse vergleichbar zu machen. In Deutschland werden die Zahlen seit 2005 jährlich erhoben.

Weitere Informationen:

DESTATIS – Leben in Europa 2013 – Link

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m/s

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