Samstag, 21. Oktober 2017
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Madame Hanako

Auguste Rodin und
Madame Hanako

Madame Hanako in den 1910er-Jahren, Bild: NYPL

Das Georg Kolbe Museum befindet sich im ehemaligen Atelierhaus des Bildhauers Georg Kolbe (1877-1947) und zählt wohl zu den schönsten Orten der Kunst in Berlin. Bis Juni 2016 wurde das Museum aufwändig saniert und ist erst seit kurzer Zeit wieder geöffnet. Neben allen Informationen zum Künstler und Werk von Georg Kolbe sind hier wieder wechselnde Ausstellungen internationaler zeitgenössischer Kunst zu sehen. Mit dem Hanako-Zyklus von Auguste Rodin wird bis September ein wunderbare Ausstellung des Begründers der modernen Skulptur gezeigt.

Madame Hanako in den 1910er-Jahren, Bild: NYPL
Madame Hanako in den 1910er-Jahren, Bild: NYPL

Das Georg Kolbe Museum präsentiert den Hanako-Zyklus von Auguste Rodin mit rund 50 originalen Plastiken und Zeichnungen aus dem Musée Rodin – Paris, die in dieser Form erstmals in Deutschland zu sehen sind. Zudem versammelt die Schau eine Vielzahl von historischen Dokumenten, Korrespondenzen und Fotografien.

Auguste Rodin (1840-1917) gilt als der Begründer der modernen Skulptur, die den menschlichen Körper und dessen Ausdrucksfähigkeit in den Mittelpunkt stellt. Zwischen 1907 und 1911 schuf er die Serie expressiver Masken, Portraits und Büsten nach Hanako.

Nie zuvor hat Rodin eines seiner Modelle so häufig porträtiert. Die fragilen Kunstwerke erzählen von der inspirierenden Begegnung des weltberühmten Bildhauers mit der zierlichen Tänzerin, die über ein Jahrzehnt durch ganz Europa tourte.

So spiegelt die Ausstellung die erstaunliche Emanzipationsgeschichte einer jungen Japanerin in Europa wider. Aus einer starren, fernen Gesellschaft kommend, suchte sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts selbstbewusst ihre Freiheit in den pulsierenden Städten dieser Jahre: Paris, London, Moskau und Berlin.

Mit ihren dramatischen Bühnenauftritten zog sie Künstler wie Intellektuelle in ihren Bann. Die Ausstellung „Auguste Rodin und Madame Hanako“ bietet im wiedereröffneten Georg Kolbe Museum einen ungewöhnlichen Blick und die Chance einer Neuentdeckung eines ganz Großen der Kunstgeschichte.

Das CAFÉ K – ein traumhafter Ort

Das Gebäude-Ensemble besteht aus zwei Gebäuden, die durch einen Garten miteinander verbunden sind. Georg Kolbe ließ es in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Architekten Ernst Rentschim Jahr 1928/1929 errichten. Das Museum nutzt Kolbes ehemaliges Atelierhaus. Im benachbarten Wohnhaus ist das CAFÉ K mit seinem wunderschönen, idyllischen Garten zu finden. Unter märkischen Kiefern bildet die klassische Bauhausarchitektur mit schwarzbunten Hartbrandziegel, dem grünen Rasen und dem üppigen Blattgrün der Sträucher und einigen von Kolbes klassischen Bronzeskulpuren einen besonderen Ort.
Das CAFÉ K bietet auch Lesungen, Konzerte und ein äußerst beliebtes PIANO-Frühstuck am Samstag. Eine Vorreservierung wird empfohlen.

Auguste Rodin und Madame Hanako – Der französische Bildhauer und die Emanzipationsgeschichte der japanischen Tänzerin
9. Juni 2016 bis 18. September 2016

Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 18 Uhr
Öffentliche Führungen: Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag, jeweils um 14 Uhr

Georg Kolbe Museum | Sensburger Allee 25 | 14055 Berlin | www.georg-kolbe-museum.de

CAFÉ K – www.cafe-k.com

KulturEins
empfohlen von KulturEins | Kunst & Kultur in Berlin: www.kultureins.de

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a/m