Samstag, 23. September 2017
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Aus Mietern werden arme Rentner

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Das Land wurde in arm und reich gespalten. Die Einen sind gut beschäftigt und versorgt, und schaffen Eigentum, auch Mietwohnungen, in denen dann weniger Wohlhabende zur Miete wohnen. Wer Eigentum schafft, Mietwohnungen baut, kann Abschreibungen und ggf. sogar Steuervorteile nutzen. Mieter nicht!.

Nach diesem Muster baut sich nach 50 Jahren Wachstumspolitik nun eine Welle der Altersarmut auf, die das ganze Land arm macht, und den Wohlstand schrumpfen lässt:

Die Notwendigkeiten für Staatsausgaben und Sozialausgaben steigen, die Einen müssen hohe Steuern zahlen, die anderen müssen an Leben und Essen sparen, um Wohnen zu können. Die Volkswirtschaft schrumpft dabei – denn viele Wohnungen sind im Besitz ausländischer Investoren und Pensionsfonds – das Kapital aus der Binnenwirtschaft abziehen.

Das Wirtschaftswunderland und der Exportweltmeister schafft sich damit ein immer größeres binnenwirtschaftliches Problem: „Aus Mietern werden arme Rentner“.
Die noch größere Gefahr: das Generationengeschäft mit vermieteten Eigentums- und Fondswohnungen zur Alterssicherung platzt, wenn die Mieter selbst in die Jahre kommen, und der Staat die Mietzahlungen ganz oder teilweise übernehmen muss.

Der demografisch Wandel wird deshalb gravierende Veränderungen im Wohnungsmarkt bewirken. In einem Beitrag auf ZEITonline wird gezeigt, wie die Krise in Gang kommt:

Altersvorsorge: Aus Mietern werden arme Rentner
Alexandra Endres | 16.6.2016 | ZEIT

„Während die Vermögen der Reichen wachsen, können viele Deutsche kaum genug Geld fürs Alter zurücklegen. Diese Grafiken zeigen, warum.“

„Was Armut heißt, wurde oft beschrieben. Das Geld reicht nicht für warme Winterkleidung, eine vernünftige Wohnung oder gesundes Essen – von der privaten Altersvorsorge ganz zu schweigen. Geht die Waschmaschine kaputt, ist es eine mittlere Katastrophe. Nicht nur, weil ausgehen zu teuer ist, führt Armut oft auch in die soziale Isolation.

Wir wollten jenseits der bekannten Beispiele wissen: Was kann man sich mit einem geringen Einkommen noch leisten? Wie viel Geld muss ein armer Haushalt aufwenden, um die Grundbedürfnisse seiner Angehörigen zu decken, Nahrung, Kleidung, Obdach? Und wie ist es mit der Mittelschicht und den Reichen?“

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m/s