Samstag, 21. Oktober 2017
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Autobahndreieck Barnim

Autobahndreieck Barnim - Verbindungsrampe B2 - Foto: Pressefoto Eurovia

Ein wichtiges Verkehrsprojekt ist im Berliner Norden fertiggestellt: das neue Autobahndreieck Barnim wurde heute für den Verkehr freigegeben. Nach fast zweieinhalb Jahren Bauzeit wurde das frühere Autobahndreieck Schwanebeck umbenannt. Die Bausumme beträgt rund 57,5 Mio. € aus dem Etat Verkehrsprojekte Deutsche Einheit.

Autobahndreieck Barnim - Verbindungsrampe B2 - Foto: Pressefoto Eurovia
Autobahndreieck Barnim - Verbindungsrampe B2 - Foto: Pressefoto Eurovia

Autobahndreiecke mit Landschafts-Bezeichnungen

Mit der Umbenennung des Verkehrsknotenpunktes wird die Namensgebung auf die zugehörige Landschaft des Barnim hingewiesen. Nach den Dreiecken Spreeau, Nuthetal ist das nördliche Dreieck Barnim das dritte fertiggestellte Dreieck am Berliner Ring. Das Dreieck Havelland ist noch im Ausbau. Das Projekt ist Teil des damit zu 95 Prozent fertig gestellten „Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 11“ (Autobahn Berlin-Hannover). Der Berliner Ring ist Teil der Europastraße 55, die Europäische Kommission hat 20 Millionen Euro beigesteuert (EFRE).

Zwei Knoten mit Staugefahr zu einem Knoten zusammengefasst

Der Berliner Ring A10 wurde hier im Norden auf drei Spuren in jede Richtung ausgebaut. Das neue Dreieck Barnim verbindet den Ring mit der A11. Die A11 Berlin-Stettin (Szczecin) ist jeweils zweispurig ausgebaut worden.
Die Abfahrt Berlin-Weißensee wurde ersetzt und in das Dreieck Barnim integriert. Aus den vormals zwei getrennten Knotenpunkten wurde ein Knotenpunkt. Die moderne Bauweise erlaubt ein weitgehend rückstaufreies Einfädeln und wird den Verkehrsknoten schneller und sicherer machen.

Insgesamt wurden sieben Brücken neu gebaut, zwei alte Brücken wurden erneuert. Das alte Kreuzungsbauwerk wurde abgerissen. Auf knapp einem Kilometer Länge entstand auch eine Lärmschutzwand bei Neu Schwanebeck.

Autobahndreieck Barnim
Autobahndreieck Barnim - Grafik:CC - Heini Woldschläger/OpenStreetMap & Mitwirkende/NordNordWest/Inkowik

„Heute geben wir einen für überregionale und regionale Verkehre von und nach Berlin besonders wichtigen Autobahnknoten für den Verkehr frei. In nur zweieinhalb Jahren sind zwei nah beieinanderliegende alte Knotenpunkte zu einem modernen Dreieck zusammengelegt worden. Damit fällt ein Flaschenhals weg, der vielen Fahrern über Jahre Nerven gekostet hat“, sagte Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der mit Landesminister Jörg Vogelsänger die feierliche Verkehrsfreigabe vornahm.

Steigender Verkehr machte Ausbau erforderlich

Sowohl der im Norden der Hauptstadt bisher nur vierstreifige Berliner Ring wie auch das in seinen Grundzügen noch aus den 30er Jahren stammende Autobahndreieck genügten nicht mehr den heutigen Anforderungen. Ausgebaute und direktere Verbindungsrampen sowie der integrierte Anschluss auch der B 2 sorgen nun für einen besseren Verkehrsfluss und deutlich verbesserte Verkehrssicherheit.

Bei den auf Berlin zulaufenden Autobahnen ist auf der jeweils letzten Brücke traditionell ein Bär zu sehen. Neben der historischen Bärenbrücke über die A 11 wurde ein zweites Bauwerk errichtet. Am neuen Bauwerk wird das Bärenrelief wieder auf der rechten Seite zu sehen sein.

Mücke weiter: „Wir verfolgen den Ausbau der A 10 auch im Norden von Berlin konsequent weiter. Mit dem Dreieck Barnim ist das erste von drei in Bau befindlichen Projekten fertig. 2014 und 2015 werden wir das Dreieck Havelland fertig ausgebaut haben und mit dem Ausbau des Abschnitts östlich von Pankow den Verkehrsfluss weiter verbessern.“

Auf dem im Land Berlin liegenden 5,4 km langen Autobahnabschnitt BAB A10 – Nördlicher Berliner Ring bei Buch-Karow laufen die Baumaßnahmen in Regie des Landes Berlin. Auch hier wird noch bis Anfang 2015 gebaut.

Weitere Informationen:

Verkehrstärkenkarte Brandenburg – Stand 2012

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m/s