Samstag, 18. November 2017
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„Backen mit Urgetreide“ von Annelie Wagenstaller

Backen mit Urgetreide

Viele neue Getreidesorten sind in den letzten Jahrzehnten in den Regalen der Supermärkte aufgetaucht, Amaranth, Dinkel, Quinoa, Zwerghirse oder Couscous, um einige zu nennen. Einige davon hat man durch Globalisierung und durch Reisen in fernen Ländern entdeckt, Quinoa beispielsweise ist eine Getreideart, die in Südamerika zu Hause ist, ebenso der Amaranth. Zwerghirse wird für das Backen von Brotfladen in Äthiopien verwendet und Couscous ist das Nationalgericht im Magreb.

In dem neuen Buch von Annelie Wagenstaller tauchen weitere exotisch klingende Getreidenamen auf: Emmer, Kamut, Einkorn, Gelbweizen klingen für viele Deutsche und Europäer nach neuen Entdeckungen außerhalb unseres Kontinents. Es überrascht, wenn wir hören, dass diese Getreidesorten in den heimischen Gefilden zu Hause sind. Emmer, Dinkel, Kamut, Ur-Roggen und das Einkorn wurden schon vor Urzeiten auf deutschen Ländereien angebaut, sind aber im Zuge der Industrialisierung mehr und mehr aus unserem Sichtfeld verschwunden. Ganz zu unrecht, denn diese Getreidesorten sind sehr gesund und enthalten wertvolle Vitamine und Nährstoffe.

Annelie Wagenstaller gibt in ihre Buch zahlreiche gute Rezepte für Süßes und Deftiges, das man aus diesen Getreidearten backen kann. Ob Brote Brötchen, Kleingebäck, Kuchen, Deftiges aus dem Ofen, Nudeln und Klöße – für jeden ist in dieser Rezeptsammlung etwas Interessantes dabei. Große Appetit anregende Bilder der Speisen motivieren dazu, gleich loszulegen mit dem Backen, man überlegt schon beim Durchblättern, wo man die Zutaten für die köstlichen Gerichte schnell besorgen kann. Im Biomarkt um die Ecke kann’s nicht gesünder sein.

Darüber hinaus gibt die Autorin auch Backtipps und Tipps zur Resteverwertung von Speisen. So geht nichts von den kostbaren Zutaten verloren und schmeckt auch noch am nächsten Tag. In der Einführung erhält man einen Überblick über die Geschichte der europäischen Getreidesorten, wie vor 7000 Jahren Gräser zu Getreide wurden und wie sie damals den langen Weg von Euphrat und Tigris, der Wiege des Paradieses, nach Europa fanden.

Das Backen mit Urgetreide ist somit auch eine Besinnung auf die eigenen Wurzeln und auf die Werte der europäischen Kultur. In einer Zeit der Globalisierung und der einstürmenden Fluten von uns fremden kulturellen Werten und Vorstellungen hat die Beschäftigung mit dem Urgetreide etwas Heilsames und Stärkendes.

Über die Autorin:

Annelie Wagenstaller kommt aus einer traditonellen Müllersfamilie und lebt zusammen mit Eltern, Großeltern, Geschwistern und Kindern in einer idyllisch gelegenen, historischen Mühle im Chiemgau. Die Großfamilie pflegt ihr Handwerk und ihre Traditionen nun seit 927 Jahren und bewirtschaftet die Mühle im Chimgau schon in fünfter Generation: Die Mühle ist ihr Lebensmittelpunkt.

Annelie Wagenstaller hat sich in diese Traditon eingefunden und mit 21 Jahren die Meisterprüfung als Müllermeisterin abgelegt. Sie wurde damals die jüngste Müllermeisterin Deutschlands. Mit großer Begeisterung arbeitet sie im Familienbetrieb mit und ergänzt das Müllersleben durch frischen Wind, neue Ideen und verbindet die alte Tradition mit der Moderne. So werden Touristenführungen in der Mühle angeboten und in einem Online-Shop können die Produkte des Mühlenladens einem großen Publikum angeboten werden.

Die Autorin bietet zudem auch Backkurse in ihrer Mühle an, die sehr beliebt sind und viele Besucher anziehen. In diesen vierstündigen praktischen Workshops kann man das Handwerk des Brotbackens professionell erlernen. In ihrem Buch „Backen mit Urgetreide“ hat die Autorin ihr ganzes Wissen rund ums Backen mit Urgetreide zusammengefasst.

Weitere Informationen: www.naturkostmuehle.de


„Natürlich backen mit Urgetreide“ von Annelie Wagenstaller ist versandkostenfrei bestellbar über das Buchkarussell der Pankower Allgemeinen Zeitung.


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a/m