Mittwoch, 13. Dezember 2017
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Bauarbeiten Bösebrücke

Sanierung der Bösebrücke

Nach zweimaliger Terminverschiebung beginnen am Montag, dem 10.08.2015 die Bauauarbeiten zur Sanierung der Bösebrücke mit erheblichen Verkehrseinschränkungen im Verlauf der Bornholmer Straße. Die Verkehrslenkung Berlin hatte die Baumaßnahme bereits am 22.7.2015 genehmigt. Die Einrichtung der Umleitungsstrecke und die Einrichtung mehrerer Ampeln sorgten jedoch für unerwartete Verzögerungen für den Baustart.

Sanierung der Bösebrücke
Sanierung der Bösebrücke: Fangnetze sorgen für Schutz von Fahrgästen und Bahnverkehr

Die Sicherungsmaßnahmen für den S-Bahn- und Fernbahnverkehr sind schon lange abgeschlossen. Grüne Sicherungsnetze unter der Brücke sorgen für den Schutz vor möglicherweise herabfallenden Metallteilen und Bolzen.

Die Baumaßnahme wird von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt koordiniert, die hier viele Beteiligte wie DB AG, BVG, Wasserbetriebe und andere Versorgungsträger sowie die Verkehrslenkung koodinieren muss.

Am Montagnachmittag beginnt ab ca. 15 Uhr die Inbetriebnahme der Umleitungsstrecke für den Verkehr in Fahrtrichtung Osten und die halbseitige Sperrung der Bösebrücke für den Fahrzeugverkehr in Richtung Osten.

Die geplante Dauer der Brückensanierung von zwei Jahren wird für den Berliner Norden erhebliche Belastungen mit sich bringen. Während der Brückensanierung wird der Verkehr in Ost-West-Richtung einspurig über die Bösebrücke geführt.

In Gegenrichtung wird der Hauptverkehr über eine zweispurige Umleitungsstrecke über die Jülicher Straße, Behmstraße und Malmöer Straße mitten durch Wohngebiete geführt. Hier ist Tempo 30 eingerichtet, um Anwohner vor Lärm zu schützen, und auch sichere Schulwege zu ermöglichen.

Kaum Einschränkungen für Fußgänger und Radfahrer

Fußgänger und Radfahrer können die Brücke während der gesamten Bauzeit überqueren, und haben nur wenige Einschränkungen zu befürchten. Auch der Der S-Bahn- und Fernverkehr der DB AG verläuft ungestört weiter. Der Straßenbahnverkehr über die Bösebrücke soll während der Sanierung der südlichen Fahrbahn in Betrieb bleiben.

Anwohnerinnen und Anwohner der Umleitungsstrecke müssen sich auf erhebliche Einschränkungen infolge des Durchgangsverkehrs einrichten. Vor allem fehlende Parkplatz- und Haltemöglichkeiten sorgen für Verdruß.

Sanierung und Gewichtsreduzierung der Bösebrücke

Die Sanierung der Bösebrücke ist nach den Ergebnissen der Brückeprüfung aus dem Jahr 2012 unumgänglich geworden, weil die geforderte Belastbarkeit langfristig nicht mehr gewährleistet ist.
Die Sanierung sieht als einzige Lösung vor, das vorhandene Eigengewicht der Brücke zu reduzieren, um die stählerne Brückenkonstruktion zu entlasten. Dazu wird der vorhandene Schutzbeton der Fahrbahn (ca. 12,5 bis 15,5 cm Dicke) entfernt und ein neuer Leichtbeton (ca. 8 cm Dicke) aufgebracht.
Auch eine bei Brücken übliche Generalüberholung wird durchgeführt, wobei Sandstrahlarbeiten und Korrosionsschutzmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Die Widerlager und die beiden Treppen und Stützwände der Brückenköpfe auf der Ostseite werden ebenfalls saniert, einschließlich der Balustraden.
Die Baumaßnahme beginnt auf der südlichen Fahrbahnseite der Bösebrücke. Die BVG wird im Bauverlauf das einspurig auf der Bösebrücke verlaufende Straßenbahngleise erneuern, und die Tram-Linien zeitweise unterbrechen. Die Sanierung der nördlichen Fahrbahn wird erst ab 2016 begonnen.

Kurzzeitige Vollsperrungen geplant

Die Brückensanierungsarbeiten erfordern auch Eingriffe in die stählerne Substanz der Brückenkonstruktion. Während erforderlicher Schweißarbeiten muss die Brücke zum Schutz der Schweißnähte zeitweilig für wenige Stunden beide Richtungen gesperrt werden. Diese Vollsperrung findet allerdings nur an einem Wochenende in den Nachtstunden statt.
Zusätzlich zur bestehenden Umleitung in West-Ost-Richtung wird zu diesem Zeitpunkt der Verkehr auch von Ost nach West durch die Schönhauser Allee und durch die Schivelbeiner, Behm- und Badstraße geleitet. An der Prinzenallee trifft die Umleitung wieder auf die Osloer Straße.

Aus Sicherheitsgründen ist während der gesamten Bauzeit eine Netzkonstruktion an die Brückenunterseite montiert. In Bereichen, in denen ggf. schwerere Gegenstände herabfallen können, erfolgt die Sicherung durch Bleche. Während die Schutzebenen angebracht werden, wird der Bahnverkehr
nach Vorankündigung kurz unterbrochen.

Weitere Informationen:

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt – Grundinstandsetzung der Bösebrücke

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m/s