Donnerstag, 21. September 2017
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Berliner S-Bahnnetz: instandhalten, sanieren & bauen

S-Bahn im Berliner Hauptbahnhof

Kleine Instandhaltungsarbeiten fallen regelmäßig beim Berliner S-Bahn-Netz an und werden häufig mehrfach im Jahr durchgeführt.
Dazu zählen Inspektionen in Form von Schienenmessfahrten oder das halbjährlich anfallende Schleifen der Schienen und Weichen. Für diese Arbeiten werden meist Sperrpausen in der nächtlichen Verkehrspause von 22 Uhr bis in den frühen Morgen genutzt.

Drei Partner ziehen gemeinsam am Schienenstrang

Was viele Berlinerinnen und Berliner nicht wissen: Drei Partner sind bei den großen Baumaßnahmen involviert: DB Station&Service ist für Instandhaltung, Erneuerung oder auch den Neubau von S-Bahnhöfen zuständig, während DB Netz die Bauarbeiten an Gleisen, Weichen, Brücken und Stellwerken verantwortet. DB Energie verantwortet die Bereitstellung des Fahrstromes.

Zyklische Instandhaltung und Grunderneuerung

Von Zeit zu Zeit werden auch größere Instandhaltungsarbeiten an dem Schienennetz notwendig. Sie bringen den Fahrgästen eine Reihe von Unannehmlichkeiten und Einschränkungen, sind aber erforderlich, um dauerhaft ein funktionierendes Netz zu gewährleisten. Eine solche Großbaumaßnahme ist nun für das Jahr 2017 vorgesehen.

An vielen Orten Berlins werden Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Eine Rundum-Erneuerung der Schienen und Weichen wird im Turnus von zehn Jahren fällig. Ein kompletter Oberbauwechsel, bei dem Schienen, Schotter und Schwellen getauscht werden, fällt circa alle 20 Jahre an. Ein Beispiel ist der Berliner S-Bahn-Ring, der seit 2012/13 – 20 Jahre nach seiner Wiedereröffnung – schrittweise eine komplette Gleiserneuerung erfährt.

Bei einer Grunderneuerung bzw. Neubau sind meist mehrere Jahre Arbeit erforderlich, um die Infrastrukturanlagen an die aktuellen Anforderungen des Bahnbetriebes anzupassen. Ein Beispiel hierfür ist das Bauprojekt Hauptbahnhof, der Nord-Süd-S-Bahn-Tunnel und der Bahnhof Ostkreuz.

Neues Zugbeeinflussungssystem

Seit 2011 rüstet die DB Netz AG das Streckennetz auf ein neues Zugbeeinflussungssystems für die Berliner S-Bahn (ZBS) um. Es wird die bisherige Sicherungstechnik in den kommenden zehn Jahren schrittweise ablösen. Einige Streckenabschnitte sind bereits umgestellt, zuletzt der Abschnitt zwischen S-Bahn-Station Wuhlheide und Betriebsbahnhof Rummelsburg (Dezember 2016). Die gesamte Umrüstung soll bis Ende 2020 fertig gestellt sein.

Die bisherige Technik verhindert durch mechanische Fahrsperren eine ungewollte Vorbeifahrt am Halt zeigenden Signal. Das neue System ist leistungsfähiger und überwacht zusätzlich die Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit der Züge. Über sogenannte Balisen, sie sind an den Gleisen befestigt, empfängt die Steuerungsanlage im Zug Informationen zur Geschwindigkeit und veranlasst bei Erfordernis eine Abbremsung.

Die Anlage ist mit elektronischen Anzeigen und Ansagen ausgestattet und erleichtert dem Triebwagenführer die Kontrolle über den Zug.

Die Übersicht über die Bauschwerpunkte 2017 ist im Internet veröffentlicht. Aktuelle Fahrplanänderungen und Abweichungen vom Betriebsablauf sind auf der Internetseite der S-Bahn Berlin GmbH zu finden.

Immer aktuelle Informationen auf Abruf

Die Pankower Allgemeine Zeitung bietet immer einen schnellen Zugriff auf die Verkehrslage im Öffentlichen Personennahverkehr. In der Titelleiste leiten die Buttons direkt zur S-Bahn GmbH und zu Live-Karte des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg VBB.


Weitere Informationen:
Bauvorhaben 2017

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a/m