Sonntag, 20. August 2017
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Bötzow-Spende für Stützrad e.V.

Spendenübergabe an Stützrad e.V. am 16.5.2013

Zuerst war es eine nette Geste und Einladung unter Nachbarn – so dachte Peter Cersovsky, Geschäftsführer vom Stützrad e.V. aus dem Bötzow-Viertel, als er im April 2014 eine Spendenzusage vom „Bötzow-Investor“ erhielt. Der Erlös aus dem Eröffnungsevent und „Frühlingsfest auf Bötzow“ im April sollte seinem Jugendhilfe- und Familienhilfe-Träger gespendet werden. Doch die Spendenübergabe am Abend des 16.5.2013 wurde zu einer sehr persönlichen und überaschenden Angelegenheit.

Spendenübergabe an Stützrad e.V.  am 16.5.2013 Peter Cersovsky und Prof. Hans Georg Näder vor dem alten Pförtnerhäuschen Foto: Jens-Peter Randt

Die Spendenübergabe fand unmittelbar vor der Eröffnung von Tim Raues neuen Restaurant „La Soupe Populaire“ statt.

Prof. Hans Georg Näder empfing seinen Gast zuvor in seinem „persönlichen Lieblingsbüro“, ganz vorn auf der Garten-Terrasse am Eingang, neben dem ehemaligen Pförtnerhaus. Der kleine verträumte Biergarten gehört zum Imbiß „Curry B“ – und ganz zünftig gab es Flaschen-Bier.

Sebastian Peichl und sein „Wunderblock“-Team waren dabei und im lockeren Gespräch mit Prof. Näder wurde das Thema auf die gute Nachbarschaft zum Bötzow-Kiez und die weiteren Pläne gelenkt.
Ein Gesprächskreis mit den Nachbarn und Anliegern der alten Bötzowbrauerei wurde von Peichls Team initiiert, um „Bötzow“ und den Kiez miteinander ins Gespräch zu bringen.
Ein erstes „Problem“ wurde bereits zügig beseitigt: „eine lärmende Stahlplatte im Baustellenbereich“ wurde entfernt, die früh morgens beim Befahren lautstark wippte und klapperte.

Spendenübergabe an Stützrad e.V. am 16. Mai 2013Treff im „Lieblingsbüro“ und lockere Gespächsrunde mit dem Presseteam – Foto: Jens-Peter Randt

Der Initiator und Investor des neuen Bötzow-Projekts Prof. Näder überraschte seinen Gast persönlich und übergab Peter Cersovsky einen Scheck in Höhe von 7.000 €. Peter Cersovsky war nun wirklich mächtig überrascht, wie er hinterher zugab, er war von der Großzügigkeit der Spende sehr beeindruckt.

Für den Jugendhilfe- und Familienhilfeträger aus dem Bötzowviertel kommt die Spende gerade richtig. Der Stützrad e.V. hat nicht nur viele Mitarbeiter und Projekte – sondern auch einige unrealisierte gute Ideen, wie armen Familien mit Kindern besser geholfen werden kann.

Im Gespräch zwischen Peter Cersovsky und Prof. Näder kam auch die Idee auf, Pankower Kindern ein einmaliges Urlaubserlebnis zu verschaffen – und sie auf eine Abenteuer-Reise zu schicken. Viele benachteiligte Kinder werden erwachsen, ohne jemals ihren Kiez verlassen zu haben – und verpassen damit lebenswichtige Erfahrungen, die das ganze Leben prägen können.

Prof. Näder, seit langem in seiner Heimatstadt Duderstadt engagiert, erweiterte das Spendenangebot um eine Einladung einer Pankower Kindergruppe ins Tabaluga-Haus nach Duderstadt. Hierfür wird eigens ein Reisebus angemietet und zur Verfügung gestellt.

Das Tabaluga-Haus ist ebenfalls aus einer Spendeninitiative zwischen Prof. Näder und seinem Freund Peter Maffay entstanden. Es bietet seit 2012 in zwei liebevoll restaurierten alten Fachwerkhäusern in Duderstadt eine bunte Erlebnis- und Erfahrungswelt für Kinder.
Ein nahegelegener Öko-Bauernhof kann besichtigt werden, selbst kochen wird gelernt und geübt – und dazu es gibt viele Spiel- und Bastelangebote und das grüne Umland des Untereichsfeldes im Harzvorland.

Peter Cersovsky freute sich nicht nur über die außergewöhnliche Spendenzusage, sondern wurde von der Idee mit der Kooperation mit dem TABALUGA-Haus völlig überrascht.
Der Stützrad e.V. kann nun seine freiwilligen Hilfsangebote aufstocken, die bisher ohne staatliche Unterstützung angeboten werden, und auch für benachteiligte Familien anbieten, die den Kostensatz nicht aufbringen können.

Dazu zählen etwa das Angebot „kinder im blick“ für Trennungseltern, die Ausweitung der Ferienaktivitäten, u.a. mit Zoo-Besuchen und Ausflügen- und die Unterstützung der Ausbildung weiterer ehrenamtlicher Familienhelfer.

In Prof. Näders Lieblingsbüro bahnte sich damit eine höchst sympathische Vernetzung an, vielleicht auch eine wunderbare Freundschaft, weil es um ernstes gemeinsames Engagement für Kinder und ihre Familien in Pankow geht.

Beim Fotoshooting bestand Prof. Näder augenzwinkernd darauf, „das Schild sollte mit zu sehen sein“ – und so erklärt sich nun, was Tabaluga und Bötzow auf einem Foto vereint. So viel Werbung für Bötzow darf gern sein. m/s.

Weitere Informationen:

www.boetzow.de

www.tabalugahaus.de

www.stuetzrad.de

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m/s