Dienstag, 26. September 2017
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öffentliche Krankenhäuser?

Brauchen wir noch
öffentliche Krankenhäuser?

Klinikbett "Vertica" - das Mobilisierungsbett

Etwa Hälfte der deutschen Krankenhäuser macht keinen Gewinn. Nach einer Untersuchung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) scheidet rund jedes achte Krankenhaus bis 2020 vom Markt aus, sofern keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Doch während bei den privaten Kliniken nicht einmal jede dreißigste bedroht ist, ist es bei den öffentlichen Krankenhäusern mehr als jedes Vierte.

Klinikbett "Vertica" - das Mobilisierungsbett
Klinikbett „Vertica“ – das Mobilisierungsbett – Foto: STIEGELMEYER

„Den Unterschied machen aber nicht die Ärzte, die Krankenpflegekräfte oder die Manager aus, sondern die Gesellschafter“, meint Professor Heinz Lohmann, wissenschaftlicher Leiter des Fachkongresses Krankenhaus Klinik Rehabilitation (KKR), der im Juni in Berlin unter dem Dach des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit stattfinden wird.

Daseinsvorsorge oder Sozialromantik?

„Öffentliche Gesellschafter sind ‚lausige‘ Gesellschafter“, so Lohmann. Vor allem die Länder stehen in der Kritik. Auf 15 Milliarden Euro schätzt das RWI den „Investitionsstau“ an überfälliger Krankenhausfinanzierung.

„Notwendige Daseinsvorsorge oder teure Sozialromantik: Brauchen wir öffentliche Krankenhäuser?“, lautet deshalb der Titel einer zentralen Veranstaltung beim KKR.

Unter der Leitung von Professor Lohmann diskutieren: Joachim Bovelet, Hauptgeschäftsführer der Regiomed-Klinken GmbH, PD Dr. Sören Eichhorst, Leiter des McKinsey Hospital Instituts, Prof. Dr. Karsten Güldner, Wissenschaftlicher Direktor der Akademie der Dienstleistungs- und Einkaufsgemeinschaft Kommunaler Krankenhäuser eG im Deutschen Städtetag, Prof. Dr. Norbert Klusen, Honorarprofessor für Internationale Gesundheitspolitik an der Leibniz Universität Hannover, Wolfgang Pföhler, Präsident des Kuratoriums des Deutschen Krankenhausinstituts, Dr. Michael Philippi, Vorsitzender des Vorstands der Sana Kliniken AG, und Senator Dr. Hermann Schulte-Sasse, Gesundheitssenator der Freien Hansestadt Bremen.

Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit im Juni im CityCube

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 18. Hauptstadtkongress findet vom 10. bis 12. Juni 2015 im CityCube Berlin statt.

Weitere Informationen:

www.hauptstadtkongress.de

Das Foto wurde freundlicherweise von der Firma STIEGELMEYER in Herford zur Verfügung gestellt: www.stiegelmeyer.com

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m/s