Mittwoch, 22. November 2017
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Bürgerbeteiligung zur Rahmenplanung Heinersdorf

Dorfkirche Heinersdorf - Foto: © Sebastian Wallroth, CC-BY-SA-3.0

In die Pankower Stadtentwicklungspolitik kommt Bewegung. Am 25. November 2017 startet die Bürgerbeteiligung zur Rahmenplanung Heinersdorf mit einer Auftaktveranstaltung und einem Spaziergang – kein schlechter Anfang, denn es muß mfassend geplant werden.
Nach dem gescheiterten Werkstatt-Verfahren und einer unprofessionellen Bürgerbeteiligung am Pankower Tor, bei dem ein Investor die Pankower Politik vorgeführt hat, wird nun die Aufgabe der kommunalen Planungshoheit ernst genommen. Zugleich wird auch ein Kurs in Richtung auf umfassende Bürgerbeteiligung eingeschlagen.

Da die Pankower Kommunalpolitik an echte personelle Grenzen stößt, weil gleichzeitig mehrere große Vorhaben und viele neue Schulbauten geplant werden müssen, führt der Weg zur Beauftragung von externen Büros, die Bürgerbeteiligung und Planerfahren organisieren und begleiten, und dabei Erfahrungen mit Partizipation mitbringen.

Pankow Heinersdorf rückt erst seit Rückzug des Investors für eine geplante Fleischzerlegebetriebs neu in den Blick der Stadtplanung, denn mit der verfügbaren Fläche kann viel umfassender geplant werden. Wohnen und Arbeiten, Zentrumsentwicklung und vor allem Verkehr stehen vor neuen Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen.

Doch noch kann gar nicht klar sein, was künftig benötigt und geplant werden muss. Mit der Rahmenplanung beginnt damit ein Beteiligungsprozess in einer Frühphase.

Rahmenplan first – Herausforderungen und Probleme second

„Zur Erstellung eines Rahmenplans für den Ortskern von Berlin-Heinersdorf lädt das Bezirksamt Pankow zusammen mit der Firma „Zebralog“ und der „Zukunftswerkstatt Heinersdorf e.V.“ am Samstag, dem 25. November 2017 um 13:00 Uhr, zu einer Auftaktveranstaltung inklusive Stadtspaziergang ein. Veranstaltungsort ist der Margaretensaal der evangelischen Kirche in Heinersdorf, Romain-Rolland-Straße 54, 13089 Berlin;“ so lautet die aktuelle Pressemitteilung des Bezirksamtes Pankow.

Für Anlieger, Einwohner und Kommunalpolitik gilt es, sich einen neuen Blick zu verschaffen, ein Gesamtbild des Ortsteils zu entwickeln, um darauf aufbauend Pläne und Veränderungen zu entwerfen. Dabei sind analytische Blick, aber auch Geduld und Augenmaß zu wahren, denn es wird eine ganze Zeit dauern, bevor aus Planungen erste Spatenstiche werden.

Wenn eine Bürgerbeteiligung gelingen soll, müssen vor allem Betroffene auch die zeitlichen Abläufe im Kopf haben, denn manche Befürchtungen entstehen, weil die Zeithorizonte und Abläufe noch unklar sind.

Zuerst kommt es daher darauf an, Entwicklungen und Bedarfe zu erkennen, um mit Ideen und Vorschlägen Veränderungen vorbereiten zu können. Herausforderungen, Probleme und Konflikte werden sich im Zeitablauf erst später einstellen. Deshalb ist es wichtig, mit einer positiven Grundhaltung auf das Planverfahren zuzugehen.

Auftaktveranstaltung mit Information und Spaziergang

Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Interessierte können sich über die anstehende Erstellung des Rahmenplans für den Ortskern Heinersdorf und das Beteiligungsverfahren informieren. Danach werden in einem ca. 1,5 stündigen Spaziergang die Stärken und Schwächen im Ortskern erkundet, sowie erste Zukunftsvisionen formuliert und diskutiert. Der Stadtrundgang zum Thema „Ortskern verbessern“ bildet den Auftakt für die Bürgerbeteiligung, die Teil des Erstellungsprozesses des Rahmenplans für Heinersdorf ist.“

Kommunalpolitikwende zu mehr Bürgerbeteiligung

Was sich erst im kleinen Kreis und in Bürgerforen abgezeichnet hat, in Pankow wird nun mit Bürgerbeteiligung Ernst gemacht:

„Die Erarbeitung eines Rahmenplans hatte das Bezirksamt Pankow auf Anregung der Bezirksverordnetenversammlung im August dieses Jahres mit dem Ziel in Auftrag gegeben, städtebauliche Missstände und Handlungsbedarfe zu erfassen und konkrete Vorschläge zu erarbeiten. Die Einbeziehung der Heinersdorfer Bevölkerung soll gewährleisten, dass sich die Entwicklungsziele des Rahmenplans für einen attraktiveren Ortskern an den Bedürfnissen der Öffentlichkeit orientieren. Zentrale Themen sind zudem eine umfassende verkehrliche Beruhigung und der Ausbau intelligenter, vernetzter Verkehrsinfrastrukturen.“

Es ist eine Chance, um auch das Stadtbild neu sehen zu lernen, denn städtebaulich gibt es viele Mängel in Heinersdorf, wie etwa den ungenutzten Wasserturm.

„eitere Öffentlichkeitsveranstaltungen, Werkstätten und Spaziergänge werden ab Februar 2018 folgen. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen ( Anmeldung per E-Mail: dialog-heinersdorf@ba-pankow.berlin.de).

Wasserturm Heinersdorf nach dem Brand
Wasserturm Heinersdorf nach dem Brand

Der Blick auf das „große Ganze“ in Alt-Pankow, Heinersdorf und Blankenburg

Die Rahmenplanung in Heinersdorf wird umfassend vorbereitet. Informationen gibt es auf der Internetseite über die Beteiligungsverfahren in Pankow. Hier wird auch auf die Beziehungen und Wechselwirkungen mit dem Vorhaben Blankenburger Süden verwiesen, das zeitlich parallel läuft, aber im Wohnungsbau voranmarschieren wird. Auch hier gibt es eine Bürgerbeteiligung, die aber bei der Senatswerwaltung angebunden ist, nebst Internetseite mit allen Planungsinformatioen zum Vorhaben Blankenburger Süden.

Die Verkehrsplanung wird es auch notwendig machen, den gesamten Bereich Alt-Pankow, Heinersdorf und Blankenburg zusammen zu betrachten.

Kasernengelände Blankenburger Pflasterweg
Ehemaliges Kasernengelände am Blankenburger Pflasterweg. Nach Demontage der Fassade leuchten goldbraune Polyurethan-Dämmstoffe in der August-Sonne. Gebäude inzwischen rückgebaut – Foto: m/s

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