Donnerstag, 14. Dezember 2017
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Bundespräsident mit Weltblick gesucht!

Schloß Bellevue

/// Kommentar /// – Noch vier Monate Zeit haben die Parteien, die Amtsnachfolge für den scheidenden Bundespräsidenten Joachim Gauck zu regeln, um einen neuen Bundespräsidenten, oder eine Bundesprädidentin zur Wahl vorzuschlagen. Im 230 Jahre alten Amtssitz an der Spree wird nicht nur deutsche – sondern auch weltbewegende Geschichte gemacht.

Dieser Amtwechsel ist mit einer Zeitenwende verbunden, denn Deutschland und Europa sind in einer Krise. Die große Migrationskrise und die Bewältigung des Klimawandels wird uns alle auf lange Zeit beschäftigten.

Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, unseren europäischen Partner und Freunde, und die ganze Welt, werden die nächste Bundespräsidentenwahl beachten.

Richten die deutsche Parteipolitiker wieder den Blick nach Innen? Haben Parteienproporz und persönliche Karrierevorstellungen wieder Gewicht? Oder wird es eine erneute Quoten- und Gender-Diskussion geben?

Wie wäre es, die Interessen des Landes und auch Internationale Interessen in den Vordergrund zu stellen?

Ist es nicht an der Zeit, dass das künftige deutsche Staatsoberhaupt künftig den Blick der Politik nach Außen lenkt? Braucht die deutsche Politik ein Staatsoberhaupt, das auch den Dialog mit der Welt in Gang bringt – und hält?

Zeitalter der Krisen – oder Zeitalter der Krisenbewältigung?

Stehen wir am Anfang eines Zeitalters nicht enden wollender Krisen – oder schaffen wird den Beginn einer Ära des Gelingens von Krisenbewältigung und neuer internationaler Kooperation?

Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Verarmung, Migration und Klimawandel wirken inzwischen zusammen. Dazu kommt der kaum enden wollende Konflikt in Syrien, der nur durch ein neues Netzwerk neuer internationaler Zusammenarbeit befriedet werden kann.

Das Schloss Bellevue könnte im 300. Jahr seiner Fertigstellung auf einem unbewohnbaren Planeten Erde stehen, denn die „Doomsday-Clock“ steht auf drei Minuten vor Zwölf. Schon im Jahr 2050 benötigen wir eine zweite Erde, wenn Rohstoffverbrauch und der Verbrauch natürlicher Resssourcen ungebremst weiter gehen!

Eine ganz neue Kandidatenperspektive ist notwendig!

Deutschland wählt sein Staatsoberhaupt – und die ganze Welt braucht Zeichen von Zukunft, Hoffnung und Zuversicht! Deutschland kann als wichtige Nation in Europa und als moralische Institution ein solches Zeichen setzen.

Die Neubesetzung des Bundespräsidenten-Amtes sollte ein Zeichen für die Zukunft setzen! Wir brauchen Zukunft – und einen personellen Neuanfang. Zukunftsicherung erfordert Wirtschafts- und Entwicklungskompetenz – statt allein nach Innen gerichtete Politik- und Parteienlogik und Medienkompetenz.

Wir müssen den Blick nach Außen richten – und Zeichen als Partner setzen!

Bundespräsident Joachim Gauck sollte selbst ein Zeichen für einen Neubeginn setzen, und als letzte Amtshandlung einen vierten Fahnenmast vor dem Schloss Bellevue aufstellen. Neben der Europa-Flagge und der Deutschland-Flagge sollte ständig die UN-Flagge wehen, als Zeichen weltweiter Kooperationsbereitschaft – als Zeichen für den Blick in die EineWelt!

Bei der Neubesetzung des Bundespräsidenten-Amtes sollte auch ein Zeichen an alle Frauen in der Welt und für die Gleichberechtigung gesetzt werden: Deutschland braucht eine Bundespräsidentin und eine Doppelspitze mit Vize-Präsident. Dies könnte zunächst ohne eine Verfassungsänderung rein protokollarisch realisiert werden. Die nötige Verfassungsänderung könnte aber auf den Weg gebracht werden.

Vom Amt des Bundespräsidenten sollten künftig zukunftsweisenden Ideen und Angebote für weltweite Kooperation und für die Herstellung und Nutzung wirtschaftlicher und informeller (digitaler) Synergien ausgehen! Konfliktvermeidung und Konfliktlösung durch Kooperation, Synergien und Stabilitätsinitiativen und finanzwirtschaftliche Förderung müssen die kommende Zukunft bestimmen – wenn Menschen auf Planet Erde überhaupt eine Zukunft haben sollen!

Bundespräsidenten-Kandidaten aus der UN-Community auswählen

Es ist an der Zeit, Personalvorschläge aus der deutschen UN-Community ins Spiel zu bringen. Personen, die auch im Ausland Erfahrungen und Netzwerke aufgebaut haben. Menschen, die „interkulturelle Kooperation“ auch leben und gestalten können.

Ein wichtiges Zeichen hat zum Beispiel Inge Kaul gesetzt. Die UN-Direktorin für Entwicklungs-Studien zeigt mit ihren Ideen von Entwicklung zu „smart sovereignty“ einen bedeutenden Zukunftspfad auf.
Angesichts der Klimawandels und seiner Herausforderungen für Wirtschaft und Entwicklung wäre auch Achim Steiner eine gute Wahl. Es ist seit 2006 Executivdirektor im UN Environment Programm UNEP mit Sitz in Nairobi.

Es sind nur zwei Vorschläge, die mit passender Kompetenz Europas Zukunft in Kooperation mit Afrika und Asien vorantreiben können und auch international anerkannt werden. Ganz sicher gibt es auch andere qualifizierte Wahlvorschläge.

Um parteipolitische Mehrheiten zu gewinnen, sollten zwei UN-Kandidaten ins Gespräch gebracht werden. Das Land, die Zukunft, die vorhersehbare und gestaltbare wirtsdchaftliche Wirklichkeit und die greifbaren Chancen, Optionen und Möglichkeiten sollten die Kandidatenauswahl bestimmen.

Das Partei-Akademie-Coaching könnte auch im Amt nachgerüstet werden. Denn die UN-Kandidaten müssen zuerst die Parteien coachen, um zu zeigen, was die weltweiten Länder-Partner erwarten und was wir ihnen künftig anbieten dürfen!

Bellevue – die ‚Schöne Aussicht‘ auf die Zukunft sollte das Amt des neuen Bundespräsidenten bestimmen!

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