Sonntag, 17. Dezember 2017
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Das Politiker-Abo

Das Politiker-Abo

Kommunalpolitik kostet Geld. Für das arbeitsintensive Aufgabenfeld des Journalisten und Autoren setzt der Mindestlohn feste Rahmenbedingungen. Ohne Budget-Deckung gibt es keine journalistische Arbeit – keine journalistische Verarbeitung von Politik – und auch keine Kritik. Auch Interviews, vor Ort Berichte und Themenberichte kosten Geld.

Es gibt eine „conditio sine qua non“ für die journalistische Befassung mit allen Fragen der Politik: zwei Minuten Arbeitszeit kosten 99 Cent (29,75 € Honorar pro Stunde incl. MWST). Das Löschen einer Mail und Pressemitteilung kostet dagegen nur 8 Cent.

Der Mindestlohn wird umgesetzt. 50% Frauenquote. Punkt.

Warum sollen Leser allein für Politik bezahlen?

Die bisher übliche Form der Finanzierung von Zeitungen sieht Abo-Gebühren vor, die vom Leser einer Zeitung bezahlt werden. Dazu tragen auch Anzeigenkunden mit zum notwendigen Ertrag bei. Doch viele Leserinnen und Leser verdienen nicht genug Geld, um sich ein Abo leisten zu können.

Auch die klassische Wertschöpfungskette des Journalismus funktioniert nicht mehr im mobilen Internet. Das Internet der Social-Media Dienste spricht nur Zielgruppen und Mitglieder an. Das Internet der öffentlichen Screens in der U-Bahn kostet dagegen bereits rund 25 € für nur 15 Sekunden-Sendezeit. Was kostet eine lokale und kommunale Zeitung? Was ist sie als Medium wert?

Öffentlichkeit ist ein Wert an sich, der eine Stadt zusammenhält

Ein kommunales Online-Medium stellt eine große Öffentlichkeit her. Eine Öffentlichkeit, die auch Politik, Aussagen, Bilder, Werte und Appelle transportiert und vermitteln kann. Auch Aufklärung funktioniert nur über Öffentlichkeit. Doch Öffentlichkeit wird mit der Verbreitung von Smartphones plötzlich knapp – gefährlich knapp! Nur wer nennenswerte Teile des mobilen Publikums ohne Apps und ohne Paywalls erreicht, stellt „Öffentlichkeit“ in der Stadt her.

Auch Politiker und Kommunalpolitiker haben ein Interesse, Öffentlichkeit für ihre Anliegen herzustellen. Jährlich werden hunderte Millonen Euro für Kampagnenwerbung, PR, Plakatwerbung und TV-Werbung ausgegeben. Programme für Familienpolitik, Seniorenpolitik, Gesundheitspolitik, Integration und gegen radikale Gewalttäter und rechte Ideologien werden zum Teil auch auf Bezirksebene finanziert.

Doch ohne öffentliche Vermittlung funktionieren diese Programme nicht – weil Journalisten diese Programme und Inhalte nicht mehr ohne Honorierung verarbeiten können.

Demokratie fängt unten an – mit lokaler Öffentlichkeit

Die Bundesrepublik Deutschland mit ihren rund ca. 13.500 Kommunen, 295 Landkreisen, 107 kreisfreien Städten und 16 Bundesländern wird von rund 1,1 Mio. Menschen in Gemeinderäten, Verbandsversammlungen, Aufsichtsräten, Stadtparlamenten, Landkreisvertretungen und Länderparlamenten – sowie dem Deutschen Bundestag regiert, verwaltet und geführt.

Doch die Medienlandschaft bildet die Realität immer weniger ab, beschränkt sich auf die Spitze der Pyramide mit rund 15.000 Köpfen, in den führenden Positionen. Die Medienlandschaft gerät in Schieflage. Probleme werden ausgeblendet, manche Dinge überschreiten nicht die Referentenschwelle. Und den Parteien geht inzwischen der Nachwuchs aus.

Auch die mediale Basis einer Demokratie muss funktionieren: ohne lokale Öffentlichkeit wachsen Ideologien, Wut und Verdruß.

Ohne Politikvermittlung, ohne lokale Information kann Politik nicht funktionieren. Zudem setzt eine thematische Aufbereitung von fachlichen, gesetzlichen und kommunalpolitischen Belangen einen sehr hohen Aufwand voraus. Auch Bildrechte müssen bezahlt werden. Nicht jedes Bild in der Pankower Allgemeine Zeitung ist beispielsweise pressefrei.

Auch Politiker und Politiker müssen sich den wirtschaftlichen Zwängen der Digitalisierung und des Mindestlohns stellen. Ein ganz persönlicher Beitrag in Form eines Politiker-Abos zeigt auch Haltung: „Ja ich bin für Pressefreiheit und unabhängige Berichterstattung!“

Das Politiker-Abo ist eine Aufforderung! Eine letzte Bitte, um lokale Öffentlichkeit, lokale Autonomie und gegen übermächtige Dienste, Apps und Netzmedien zu bewahren. Köpfe brauchen eine lokale öffentliche Bühne, sollten Präsenz zeigen -statt nach 1-2 Stunden in irgendeiner Timeline sozialer Medien zu entschwinden.

Harte gesetzliche Regeln fordern harte Journalisten

Bildlich gesprochen: neben jedem Journalisten steht heute irgendwann ein Zollbeamter mit Schußwaffe in der Redaktion, und verlangt den Nachweis der ordnungsgemäßen Lohnzahlung nach Mindestlohngesetz. Die Lage ist ernst – viel ernster, als jene Politiker bisher denken, die den Mindestlohn selbst gefordert und beschlossen haben. In Realität steht auch die Pressefreiheit wirtschaftlich auf dem Spiel.

Tatsächlich sind viele große Redaktionen in einer bedrohlichen Lage, weil sie bisher sogenannte „Pauschalisten“ beschäftigt haben. Es trifft alle Redaktionen. Die Redaktion der Pankower Allgemeine Zeitung wird aber grundsätzlich mindestens Mindestlohn – bei 50% Frauenquote bezahlen.

Das Besondere am Politiker-Abo

Ob Bezirksverordnete, Abgeordnete im Abgeordnetenhaus, Stadträte, Bürgermeister oder Bundestagsabgeordnete – alle unterscheiden sich vom normalen Leser in besonderer Weise: sie möchten auch Ankündigungen, Verlautbarungen und Erfolge publiziert wissen.

Es sind Formate die Öffentlichkeit, Bürger- und Nachbarschaftsöffentlichkeit herstellen. Statt Flyer zu verteilen, statt Plakate zu kleben, und sich auf eigenemn Blogs selbst zu belobigen, kann auch öffentlich informiert werden.
Bürgerinnen und Bürger müssen auch nicht auf Facebook-Seiten mit klandestinen Datenschutzregeln gelockt werden – denn viele Menschen meiden inzwischen das Medium.

Ein klares „Ankündigungsformat“ – ohne Kommentar und Kritik – ist für sich sehr nützlich. Es ist auch in Wahlkämpfen gut einsetzbar und ergänzt die Formen von Werbung und Onlinewerbung.

Ambitionierte Politiker möchten selbst auch als Autoren eigene Themenbeiträge veröffentlichen, sich öffentlich engagieren – warum sollte eine Zeitung das nicht auch ganz gezielt erlauben? Die Pankower Allgemeine Zeitung bietet diese Möglichkeit auch auf lokaler und hyperlokaler Ebene im Kiez. Wir befinden uns im „nichtklassischen digitalen Raum“ – und journalistische Prinzipien können kreativ erweitert werden.

Es trägt in besonderer Weise dazu bei, Öffentlichkeit herzustellen – eine Position bekannt zu machen! Im Prinzip soll die Zeitung offen sein, für alle Farben der Politik, die sich sachlich und auf Grundlage einer toleranten Gesellschaft bewegen.

Was kostet das Politiker-Abo?

Das Politiker-Abo kostet jährlich 297,50 € – inkl. MWST.

Das entspricht etwa 10 Arbeitsstunden der Redaktion und enthält damit einen „Kampagnen-Support“ für den kommenden Wahlkampf – oder eine gute politische Sache vor Ort.

Enthalten sind redaktionelle Leistungen, um vier Veranstaltungsankündigungen zu Publizieren. Ebenfalls enthalten: Fotos vor Ort – und die exklusive Möglichkeit, eigene Namensbeiträge zu publizieren.

Es ist eine Möglichkeit, als Politikerin und Politiker „Gesicht zu zeigen!“ – und sich öffentlich zu positionieren und Meinung kenntlich zu machen.

Es ist auch ein Bekenntnis zur Demokratie, die das wohlüberlegte und gut ausgewählte Wort benötigt. Es ist auch eine Chance, mit Wort und Bild öffentlich sichtbar zu werden. Und es ist eine Möglichkeit, nicht schon nach Minuten in einer Timeline im sozialen Netz unterzugehen und unsichtbar zu werden.

mit freundlichen Grüßen
Michael Springer, Herausgeber

Weitere Informationen:

Das Politiker-Abo ist in unseren neuen Abo-Shop mit eingebaut. Der Webshop läuft schon im Probebetrieb. Die erforderliche Ladezeitenoptimierung ist noch nicht ganz abgeschlossen.

Doch sofort ist es möglich, das Zeitungsprojekt als zahlender Abonnent, als zahlender Kulturpartner, Politiker oder Werbepartner und Sponsor zu unterstützen.

Auch Werbung, PR und ein über 22 Medien und öffentliche Screens und drei Navigationssysteme reichende News-Syndikation kann künftig gebucht werden. Sogar Plakatwerbung und Flyerwerbung wird integriert.

Die Pankower Allgemeine kann damit auf kommunaler Ebene ein unabhängiges Geschäftsmodell für eine kommunale Zeitung etablieren.

Nähere Informationen werden und der Shop-Link werden auf Anfrage zugesendet:
info@pankower-allgemeine-zeitung.de

Weitere Stichworte:
Abo | Premium-Abo | Kulturmarketing & Kulturpartner | Crowdfunding |
gemeinnütziges Fundraising | Werbung & PR | Politiker-Abo

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m/s