Mittwoch, 18. Oktober 2017
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DEMO:POLIS – Das Recht auf Öffentlichen Raum

DEMO:POLIS – Das Recht auf Öffentlichen Raum

Die „wachsende Stadt“ ist in Wahrheit eine dichter und enger werdende Stadt. Mit der aktuellen Austellung und einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm widmet sich die Akademie der Künste dem wichtigen Thema öffentlicher Raum und stellt die Gestaltungsmöglichkeiten des Öffentlichen Raums durch die Zivilgesellschaft in den Mittelpunkt. Das Veranstaltungsprogramm soll Diskussionen über die Nutzung des Öffentlichen Raums in Gang setzen.

DEMO:POLIS – Das Recht auf Öffentlichen Raum
DEMO:POLIS – Das Recht auf Öffentlichen Raum. Akademie der Künste, Ausstellungsansicht, Urban Parliament. Foto © Zuloark Berlin

Bis zum 29. Mai ist die Ausstellung zu sehen und die Öffentlichkeit eingeladen, sich in den Parlamentssitzungen des „Urban Parliament“ einzubringen und an Workshops, Podiumsdiskussionen, Führungen oder der 36-Stunden-Denkfabrik „Public Space: Fights and Fictions“ teilzunehmen

DEMO:POLIS – Das Recht auf Öffentlichen Raum
Ausstellung und Veranstaltungen bis 29. Mai 2016

Öffnungszeiten: Di 14-22 Uhr, Mi-So 11-19 Uhr – Pfingstmontag geöffnet
Eintritt: € 8/5, bis 18 Jahre und dienstags von 18-22 Uhr Eintritt frei

Akademie der Künste | Hanseatenweg 10 | 10557 Berlin | www.adk.de/demopolis

Das Programm behandelt wichtige Teilthemen und Aspekte, die für Architekten, Stadtplaner und alle Stadtgestalter von großem Interesse sind.

STADTDEBATTEN

Di, 26.4., 18 Uhr: Kunst im Öffentlichen Raum oder das Öffentliche als Kunst?
Podiumsgespräch
Seit den 1990er Jahren werden immer weniger Skulpturen im Öffentlichen Raum platziert und, so scheint es, dafür mehr ortsspezifische Interventionen realisiert. Die Öffentlichkeit im Stadtraum mutiert mittels Passanten, Geschichte(n) und Verortung selbst zum Kunstwerk. Zahlreiche Biennalen, Ausstellungen und Kunstaktionen verlassen ihre traditionellen Präsentationsräume und agieren weltweit bevorzugt im Stadtraum. Ist die große Zeit der Kunst im Öffentlichen Raum vorbei? Begrüßung Birgit Hein, Moderation Wulf Herzogenrath. Mit Jan Edler, Florian Matzner, Elfi Mikesch, Wermke/Leinkauf, Anna Witt

Di, 3.5., 20 Uhr: Rekonstruktion: Pathologie oder Therapie?
Diskussion über ein deutsches Phänomen mit Friedrich Dieckmann und Wilfried Wang

URBAN PARLIAMENT

Urban Rights Charta für Berlin
Ein „Urbanes Parlament“ dient als Infrastruktur, um in öffentlichen parlamentarischen Arbeitssitzungen eine Urban Rights Charta für Berlin (UR_BER) zu entwerfen. Zu jeder Sitzung werden Mitglieder von Stadtinitiativen und andere Fachleute eingeladen, um eine spezifische Fragestellung zusammen mit den Besuchern zu debattieren. Ziel ist es, gemeinsam neue Grundsätze für den Umgang mit Berlins öffentlichen Räumen festzulegen. Die UR_BER Charta mit konkreten Forderungen wird in einer finalen Veranstaltung an die Politik übergeben. Lasst uns Berlin zusammen gestalten!
Das Urban Parliament ist Teil des Projekts The Universal Declaration of Urban Rights. Es wurde vom Kollektiv Zuloark konzipiert und bereits in mehreren europäischen Städten durchgeführt.
Die Berliner Edition wurde kuratiert von Julia Förster, mit Unterstützung von Andreas Krüger.
Mehr Informationen auf: www.urbanrights.org/Berlin

Nach den ersten drei Sitzungen im März werden die Stadtdebatten nun im Mai fortgesetzt:

10.5., SITZUNG #4 – MOBILITÄT IN BERLIN: Was bewegt uns?
Öffentlicher Nahverkehr, Radwege, Fußgängerzonen, Lärmschutz: Was bewegt uns in Berlin? In welchem Verhältnis stehen Mobilität und Verkehr zueinander und wie beeinflussen sie die Nutzung des öffentlichen Raumes? Moderation: Carolin Ackermann
Gäste: Aljoscha Hofmann (Think Berl!in – Initiative für Stadtdiskurs), Claudia Brückner, Stefan Lieb (Umkehr e.V.), Karl-Heinz Ludewig (Solimob – Netzwerk Solidarische Mobilität), Michael Spenner (Blog TrippleB-Berliner Begegnungszone Bergmannstraße), Heinrich Strößenreuther (Volksentscheid Fahrrad & Initiative Clevere Städte), Simon Wöhr (Radbahn Berlin)
Moderation: Carolin Ackermann

17.5., SITZUNG #5 – STADTRAUM BERLIN: Wo können wir noch experimentieren?
Welches Potential zum Experimentieren bietet Berlins öffentlicher Raum? Wo können alternative stadtgestalterische Praktiken geprobt werden? Welche Formen der kreativen Aneignung gibt es und wie vertragen sie sich mit Bauvorschriften und anderen Regulierungen?
Gäste: Stéphane Bauer (Leiter Kunstraum Kreuzberg/Bethanien / Beauftragter des Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg für Kunst im öffentlichen Raum), Tim Edler (Flussbad Berlin), Siri Frech (Urban Catalyst Studio), Alice Grindhammer & Pedro Jardim (Agora Collective), Kai Schächtele (Journalist), VertreterInnen von Guerilla Architects, Kollektiv On/Off, Stiftung Freizeit
Moderation: Carolin Ackermann

Di, 24.5., 19 Uhr #6 – Urban Parliament: Forderungen an die Politik
Übergabe der „Universal Declaration of Urban Rights“ an die Sprecherinnen und Sprecher für Stadtentwicklung der Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses. Angefragt sind Stefan Evers, Ellen Haußdörfer, Antje Kapek, Katrin Lompscher, Wolfram Prieß. Moderation Wilfried Wang

Monbijoupark in Berlin-Mitte
Monbijoupark in Berlin-Mitte

36-STUNDEN-DENKFABRIK

Do, 19.5., 19 Uhr Prolog, Fr, 20.5., 12 Uhr, bis Sa, 21.5., 24 Uhr
Public Space: Fights and Fictions
In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut

Der Öffentliche Raum ist kein Luxusproblem. Als Plattform politischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzungen ist er weltweit ein Grundpfeiler demokratischer Lebensform und untrennbar mit den Parametern der jeweiligen Kultur verknüpft. Strategien globalen Kapitals ebenso wie autoritäre Machtstrukturen und Sicherheitsfragen gefährden die zivilgesellschaftliche Teilhabe am Öffentlichen Raum. Während eines 36- stündigen Programms aus Vorträgen, Tischgesprächen, Interviews, Filmscreenings, Performances und künstlerischen Interventionen wird die Akademie der Künste zur öffentlichen Bühne, zum Treffpunkt internationaler Diskursgeber und Gestalter.
Keynotes von Arno Brandlhuber (Berlin), Eva Franch i Gilabert (New York), Eyal Weizman (London), Gabi Ngcobo (Johannesburg), Léopold Lambert (Paris), Peter Cachola Schmal (Frankfurt). Diskussionen u.a. mit Omar Nagati (Kairo), Raquel Rolnik (São Paulo), Pedro Gadanho (Lissabon), Doreen Heng Liu (Guangzhou), Anna Minton (London). Performances von Cooking Sections (London), Tentative Collective (Karatschi), Bryony Roberts (Oslo/Rom). Auf Englisch, Keynotes werden ins Deutsche simultan übersetzt.

Ausführliches Programm mit Hinweisen zu Führungen & Veranstaltungen: Akademie der Künste – Link

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a/m