Mittwoch, 22. November 2017
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Deutsche Wohnen stellt Gas in der Schönstraße ab

Gasherd

Die Deutsche Wohnen hat am 25.10.2017 in einigen Häusern in der Schönstraße in Weißensee das Gas abgestellt. Die Deutsche Wohnen hat mitgeteilt, dass irgendwo im Haus ein Leck festgestellt wurde. Die Begründung gegenüber den Mietern hat zwischenzeitlich eine große Besorgnis ausgelöst, denn im Havariefall wird normalerweise der Notdienst und ein Gas-Installateur mit der Schadensbehebung beauftragt, was üblicherweise höchstens 1-2 Tage in Anspruch nimmt.

Ganz anders bei der Deutsche Wohnen: das Gas ist bis heute in einigen Häusern der Schönstraße 37a – i und Schönstraße 38a abgestellt.

Den betroffenen Mieter*innen wurden elektrische Kochplatten und Ölradiatoren angeboten. Die Verteilung der Geräte geht auch nur sehr schleppend vonstatten. Dazu kommt, dass die Mieter*innen sich selbst darum kümmern sollen, den Überblick über den Stromverbrauch bezüglich der Radiatoren, zu behalten. Die Stromzählerkästen sind im Keller, jedoch nicht frei zugänglich. Die Schlüssel sollen sich die Mieter*innen beim Hausmeister besorgen. Doch das erweist sich unerwartet schwierig. Versuche der Mieter*innen mit der Deutsche Wohnen telefonisch in Verbindung zu treten, waren vergeblich.

Die Besorgnis der Mieter*innen ist groß, denn die Deutsche Wohnen ist berlinweit für einen rabiaten Umgang mit ihren Mietern in der Kritik. Inzwischen hat sich auch Bezirkstdatrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/Grüne) eingeschaltet. Nach Auskunft der Mieter bekundete er: „Er habe die BWA (Bau- und Wohnungsaufsicht) gebeten, mit Priorität tätig zu werden.“ Parallel dazu will er noch die Führungsebene der Deutschen Wohnen anschreiben und um einen anderen Umgang mit den Mieter*innen inkl. Verbesserung der wohl nach wie vor unzureichenden Kommunikation ersuchen.

Kappung der Gasversorgung

Aus Telefonprotokollen eines betroffenen Mieters geht inzwischen hervor, dass man seitens der beauftragten Dienstleister (u.a. Callcenter) und der Deutsche Wohnen „zurückhaltend informiert.“
Immerhin: „Die Callcentermitarbeiterin will ein Informationsersuchen an die zuständige Sachbearbeiterin Fr. Liese weiterleiten. Sie geht davon aus, dass Fr. Liese sich bei mir zeitnah melden wird.“

Zwar hat die Deutsche Wohnen in ihrer Mieterinformation vom 21.10.2017 versichert, unverzüglich zu handeln, doch bis heute hat sich nichts getan.
Der ungewöhnliche Umgang mit einem „Gasleck“ bei der Deutsche Wohnen weckt natürlich wenige Wochen vor Weihnachten bei den betroffenen Mieter*innen größte Besorgnisse.

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m/s