Donnerstag, 24. August 2017
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DHL Paket und Smart testen Kofferraum-Zustellung

DHL Paket und Smart testen Kofferraum-Zustellung

Seit dem Herbst läuft ein Markttest von DHL Paket und Smart, bei dem Smart-Besitzer ihre Autos als mobile Lieferadresse für ihre Paketsendungen nutzen können. Beide Projektpartner haben eine eigene Lösung für die so genannte Kofferraumzustellung entwickelt und getestet, un können so eine hohe Sicherheit für Ware und Fahrzeug gewährleisten.

Auch in Köln, Bonn und Berlin wird der Service bald verfügbar sein. Mit mehreren hundert Teilnehmern pro Stadt wollen DHL Paket und Smart Erfahrungen unter realitätsnahen Bedingungen sammeln.

Wer als Besitzer eines Smart an diesem Markttest teilnehmen möchte, kann sich über die Seite www.smart.com/drop näher informieren und ab September bewerben. Smart übernimmt die nötige Nachrüstung des Fahrzeugs beim Händler. Um den neuen Ablage-Service nutzen zu können, kann der Kunde automatisch bei seiner Registrierung bei Smart die ebenfalls notwendige Vereinbarung mit DHL für den Kofferraum als Ablageort in wenigen Schritten durchführen. Hierzu wurde das Kundenportal www.paket.de von DHL Paket mit dem Kundenportal des Fahrzeugherstellers vernetzt.

DHL setzt auf Innovationen

„Als Innovationsführer in der Paketbranche verfolgen wir mit DHL Paket das Ziel, zu den bereits bestehenden vielfältigen Lösungen immer weitere Ideen zu entwickeln, um das Empfangen und Versenden von Paketen noch einfacher zu machen und individuell nach Kundenwunsch steuern zu können. Nachdem wir die Kofferraumzustellung bereits im vergangenen Jahr erstmals im Rahmen eines Pilotprojekts in Deutschland erfolgreich getestet haben, setzen wir nun unser Know-how gemeinsam mit Smart ein, um ein weiteres attraktives Angebot für eine junge, sehr online-affine Zielgruppe zu entwickeln“, sagte Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Post – eCommerce – Parcel bei Deutsche Post DHL Group.

Smart Chefin Dr. Annette Winkler ergänzte dazu: „Mit dem neuen Service erweitern wir das Nutzungsspektrum unseres Fahrzeugs und bieten so ein über das Auto hinausgehendes Mobilitätskonzept an, das gleichzeitig der Auftakt unserer Offensive für mehr urbane Lebensqualität ist.“

Smartphone-basierte Lösung

Die gemeinsame Lösung von Smart und DHL Paket ist Smartphone-basiert: Sowohl der Fahrer des Smart als auch der DHL Paketzusteller nutzen spezielle Apps. So generiert der Fahrzeughalter für seine Online-Bestellung mittels der Smart App eine einmalig gültige Transaktionsnummer (TAN). Diese gibt er beim Online-Shop im „c/o“-Feld der Empfängeradresse ein. Das Fahrzeug muss für die Lieferung des Pakets dann lediglich in der Nähe der Heimatadresse geparkt sein.

Der DHL Zusteller wird ebenfalls per App über den gewünschten Lieferort informiert und erhält über diese App einen einmaligen, nur in einem bestimmten Zeitraum gültigen Zugang zu dem Fahrzeug. Über die einmalig gültige TAN, die der Online-Shopper bereits bei seiner Bestellung angibt, kann der DHL Paketzusteller das Fahrzeug innerhalb eines begrenzten Zeitraums für die Zustellung orten und öffnen. So erhält er Zugang zum Kofferraum und kann sowohl das bestellte Paket einlegen, als auch eventuelle Retouren direkt wieder mitnehmen. Nach Verschließen des Fahrzeugs erlischt gleichzeitig auch seine Zugangsberechtigung. Der Besitzer des Fahrzeugs wird anschließend automatisch über die erfolgreiche Zustellung per Push-Nachricht über die App informiert.

Mit der Option, das eigene Auto als mobile Lieferadresse zu nutzen, erweitert DHL Paket das deutschlandweit einzigartige Spektrum von automatisierten Empfangsmöglichkeiten um ein weiteres attraktives Angebot. Mit der DHL Packstation, den Paketkästen für Ein- und Mehrfamilienhäuser und der Zustellung an einen vorher definierten Wunschort – zu dem ab Herbst auch der Kofferraum des Smart zählt – wird DHL Paket dem wachsenden Mobilitätsaspekt und dem damit verbundenen Wunsch nach hoher Flexibilität im Lebensalltag der Verbraucher gerecht.

Folgen für das Einkaufen in der Stadt

Wenn das stürmische Wachstum des Online-Handels weiter anhält, werden bis 2020 rund zwanzig Prozent aller Handelsumsätze per Online-Bestellung abgewickelt. Im Segment Lebensmittel wird derzeit mit 6% Umsatzanteil gerechnet.
Wir die Kofferaum-Zustellung gut angenommen, verschiebt sich der Einzelhandelsumsatz nicht nur Weg vom wohnortnahen Nahversorgungsbereich, sondern auch zum Arbeitsort der Auto-Pendler. Diese Zielgruppe kann tagsüber am Besten auf den Parkplätzen am Arbeitsort erreicht werden. Supermarkt-Standorte am Stadtrand werden deshalb künftig besonders mit Umsatzverlusten zu kämpfen haben.

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m/s