Dienstag, 22. August 2017
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E-Government-Wettbewerb

14. eGovernment Wettbewerb 2015

Die Berliner Verwaltung steht noch immer in der Kritik, denn in den Berliner Amtsstuben laufen nicht nur etliche Rechner noch mit Windows XP, sondern auch rund 320 Server mit Betriebssystem Windows Server 2003, obwohl Microsoft das System nicht mehr automatisch mit Sicherheitsupdates versorgt. Das entspricht rund 4% der vom Land Berlin betriebenen Server.

Nachdem der Support am 14. Juli ausgelaufen ist, muss nun der Service für IT-Sicherheit teuer eingekauft werden.

Als „zusätzliche Sicherheitsmaßnahme“ bis zu einer Migration bietet das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ) laut Innenstaatssekretär Andreas Statzkowski (CDU) den „Abschluss eines erweiterten Support-Vertrags mit Microsoft an“. Dadurch entstünden für ein Jahr Kosten von rund einer Million Euro, die von den einzelnen Verwaltungen getragen werden müssten.

Das ITDZ Berlin

Das ITDZ Berlin ist aus dem Landesamt für Elektronische Datenverarbeitung (LED) hervorgegangen, das nach der Wiedervereinigung in den Landesbetrieb für Informationstechnik (LIT) überging. Seit dem 1. Januar 2005 ist der ehemalige Landesbetrieb für Informationstechnik eine Anstalt öffentlichen Rechts mit dem Namen IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin). Heute ist das ITDZ Berlin ein Komplett-Anbieter für Dienstleistungen mit Hochgeschwindigkeitsnetz, leistungsstarkem Rechenzentrum, modernster Sicherheitstechnik und umfassendem Know-how.

Zukunftsstrategie für eGovernment

Das IDTZ bietet eine ganze Produktpalette an IT-Dienstleistungen, die speziell auf die Anforderungen einer zukunftsorientierten öffentlichen Verwaltung zugeschnitten ist. Sie reicht vom IT-Verfahrensbetrieb über Infrastrukturdienste bis zum IT-Consulting und zur Entwicklung einer eGovernment-Suite für Berlin.
Darüber hinaus gewährleistet der Dienstleister IDTZ Bürgerservice und modernes E-Government in den Berliner Behörden, in denen rund 240 verschiednen IT-Verfahren in Gang gehalten werden müssen.

Teilnahme am 14. eGovernment-Wettbewerb

Schon seit dem Jahr 2000 findet der von den Firmen BearingPoint und Cisco ausgerichtete jährliche eGovernment-Wettbewerb statt. Bundesinnenminister Lothar de Maiziere hat diesen Wettbewerb im Frühjahr 2015 mit Grußworten eingeleitet, und auf die Zielsetzungen der Bundesregierung hingewiesen: „Das Bundeskabinett hat im August 2014 die „Digitale Agenda 2014-2017″ beschlossen. Mit der Digitalen Agenda wollen wir für unser Land und seine Menschen den größtmöglichen Nutzen aus der Digitalisierung ziehen. Mit einem eigenen Handlungsfeld zum innovativen Staat machen wir deutlich, dass ein digitales Deutschland ohne eine vernetzte und digitale Verwaltung nicht denkbar ist.“

Im Wettbewerb konnten in diesem Jahr viele eGovernment-Lösungen die Fachjury überzeugen. Die Gewinner wurden bereits auf dem Zukunftskongress Staat & Verwaltung im Juni in Berlin gekürt.

Interessant ist das Abschneiden des IDTZ Berlin, das im Finale des 14. eGovernment-Wettbewerbs landete.

Mit dem Projekt „Bürgerservice24“ die Fachjury überzeugt werden und kam in der Kategorie „Agilste IT-Architektur“ unter die vier Finalisten.

Blick in die Zukunft

Bürgerservice24 ist ein Dienste-Marktplatz, der eGovernment und gewerbliche Prozesse unter Nutzung einer Cloud-Sicherheits-Infrastruktur vereint. Das Projekt ist eines der wichtigen Projekte des IT-Planungsrates, und zeigt, wie die künftige Verwaltungslösung für Berlin aussehen soll.
Teile der Projektes werden schon im Bürgeramt Hellersdorf erprobt.

Neben den Preisen der Fachjury wird zusätzlich ein Publikumspreis ausgelobt, bei dem jedermann abstimmen kann. Auf der Internetseite des eGovernment-Wettbewerbs wird das Projekt „Bürgerservice24“ vorgestellt. Hier ist auch ein Videofilm des ITDZ Berlin und die Präsentation zu finden. Dort kann auch für das ITDZ Berlin und sein Projekt noch bis zum 5. August 2015 votiert werden.

Das Projekt hat eine mehrjährige Vorbereitung durchlaufen, wichtige Teile sollen nach den Planungen schon im Jahr 2016 in Betrieb gehen können. Das im Verantwortungsbereich den Innensenators Frank Henkel (CDU) und seines Staatssekretär Andreas Statzkowski (CDU) laufende Projekt dürfte damit ein gutes Timing haben: die IT-Infrastruktur kann auf das neue Betriebssystem Windows 2010 ausgerichtet werden, das auch bald seine ersten Kinderkrankheiten überwunden haben wird. Und rechtzeitig zum Wahltermin kann im Herbst 2016 gepunktet werden.

Weitere Informationen:

www.egovernment-wettbewerb.de

Publikumspreis 2015 – Online-Voting

IDTZ – Berlin – www.itdz-berlin.de

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m/s