Freitag, 15. Dezember 2017
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Einstieg in die Permakultur in Prenzlauer Berg

Permakulturgarten "Peace of Land"

Biologisch Gärtnern oder „Urban Gardening“ sind „in“. Wer in der Großstadt lebt, sollte den unmittelbaren Kontakt zur Natur nicht verlieren. Altes und neues Gärtnerwissen sollte auch von Generation zu Generation weiter gegeben werden. Vor allem Kinder können so das Wunder des Lebens kennen lernen, wie aus einem kleinen Samen erst Sprosse, dann Pflanzen und später Früchte wachsen.

Neben der größten grünen Bürgerinitiative der Laubenpieper und Kleingärtner, die in ihren Gärten biologisch gärtnern und alte Kultursorten pflegen, etabliert sich seit einigen Jahren die Bewegung des „Urban gardening“. Der Gemüse- und Kräuteranbau in Hochbeetem und Paletten-Gärten kann auf Schuttflächen wie im Mauerpark, Brachflächen und Dachflächen, oder auf großen Flächen wie dem Tempelhofer Feld Platz finden. Neu ist die Permakultur-Initiative am Volkspark Prenzlauer Berg.

Modell vom naturnahen und nachhaltigen Anbau: Permakultur

Permakultur wurde als Konzept von den Australiern Bill Mollison und David Holmgren entwickelt, die sich mit extremen natürlichen Gegebenheiten auseinander setzen mussten. Permakultur zielt auf die Schaffung von dauerhaft funktionierenden nachhaltigen und naturnahen Kreisläufen, und wurde ursprünglich für die Landwirtschaft entwickelt. Genutzt werden natürliche Synergien, die von Klimabedingungen, Umwelt, Boden und Pflanzen geschaffen werden, wenn man Wirkungsprinzipien und Wechselwirkungen kennt. Bäume spenden Schatten, und schützen vor Wind und Austrocknung, Kräuter und Nutzpflanzen schützen sich gegenseitig vor Schädlingen. Bodenbearbeitung und Bodenbedeckung halten das Wasser und helfen Pflanzen besser gedeihen zu lassen.

Die Kunst der Permakultur besteht darin, möglichst viele natürliche Synergien nutzen zu können, und einen Garten nachhaltig nur mir natürlichen Energie- und Stoffkreisläufen zu bewirtschaften. Dazu gehört auch ein natürlicher Boden, der Pflanzen ein volles Wurzelwachstum ermöglicht.

Das ganzheitliche Prinzip, in Synergien und Wechselwirkungne zu denken, wird heute auch in der Energieversorgung, in der Stadt- und Landschaftsplanung und in der Gestaltung sozialer Infrastrukturen angewendet. Permakultur zielt auch darauf ab, den Klimaschutz insgesamt zu fördern und Mensch und Natur ins Gleichgewicht zu bringen.

„Peace of Land“ im Prenzlauer Berg

Der permakulturellen Gemeinschaftsgartens „Peace of Land“ ist auf einen 4.000 m großen Gelände entstanden. Hier entsteht seit November letzten Jahres ein selbst verwalteter permakultureller Gemeinschafts-, Demonstrations-, Forschungs- und Lerngarten.

Im Oktober finden hier wieder Einführungskurse statt, die von zwei erfahrenen Permakultur-Enthusiasten angeboten werden:

Nesrin Caglak betreut einen Einführungskurs. Sie ist Permakultur-Designerin, Gemüsegärtnerin und Yogalehrerin, und lebt in der Nähe von Hannover im Ökodorf Lebensgarten Steyerberg.

Stefan Schneider ist einer der Gründer des permakulturellen Gemeinschaftsgartens „Peace of Land“. Er hat an der französischen Université Populaire de Permaculture UPP studiert und pendelt zwischen Berlin und seinem zweiten Wohnort an der bretonischen Atlantikküste, wo er ein weiteres Permakultur-Projekt aufbaut.

Oktober 20 @18:00 bis Oktober 22 @ 16:00
Permakultur Einführungskurs
Das eigene Leben permakulturell gestalten – Da wo Du bist mit dem was Du hast
im Gemeinschaftsgarten Peace of Land

Der Kurs beginnt Freitag 20. Oktober 2017 um 18:00 Uhr und endet Sonntag, 22. Oktober um 16:00 Uhr. Ein Spendenbeitrag an das Permakultur Institut e.V. wird erbeten, zwischen 130,00 und 160,00 € (nach Selbsteinschätzung).
Anmeldung: stefan@storyhotel.eu

Gemeinschaftsgarten Peace of Land | Am Weingarten 14 | 10407 Berlin | www.peaceof.land

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m/s