Dienstag, 22. August 2017
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Elisabeth-Aue: Bürgerinitiative lädt zum Rundgang

Elisabethaue im Mai 2015

Landschaftsschutz oder Bebauung mit einem neuen Stadtteil, der rund 5.000 Wohneinheiten bekommen soll? Und das auf den Feldern der Elisabeth-Aue? Darüber wird bei dem Treffen am 09. August 2015, um 11 Uhr mit den Mitgliedern der gleichnamigen Bürgerinitiative nicht nur diskutiert, sondern das Thema auch erwandert. Treffpunkt ist die Buchholzer Straße, Ecke Schillingweg.

Elisabethaue im Mai 2015
Elisabethaue im Mai 2015

Wohnen und Natur – ein Konflikt?

Berlin braucht neuen, bezahlbaren Wohnraum. Bei diesem Argument sind sich Senatsverwaltung, Bürgerinitiative und Naturschutzorganisationen noch einig, doch über das „wo“ und „wie“ scheiden sich die Geister. Kommt man auf die Elisabeth-Aue zu sprechen, wird es dann schnell mathematisch: wenn man 5.000 Wohneinheiten auf diese Fläche bauen will, geht es rasch in die Höhe, man verdichtet viel Fläche für Wohnraum, aber auch für Straßen. Von kreativen Lösungen für diesen Konflikt kann demnach zurzeit keine Rede sein, sondern bislang überwiegt das Muskelspiel der Senatsverwaltung.

Doch neben Wohnen und Arbeiten müssen Menschen in der Stadt sich auch erholen und entspannen können. Gerade am Stadtrand von Pankow haben wir es mit einer für Berlin einmaligen Qualität zu tun, weil hier wohnungsnahe Naherholung möglich ist.

Auch wird der hohe Wohnwert in den nördlichen Ortsteilen von Pankow durch den engen Zusammenhang von Natur UND Wohnen geprägt.

Elisabeth-Aue im Naturpark Barnim

Was übrigens auch schon frühere sozialdemokratische Stadtentwicklungssenatoren erkannt haben, als sie etwa den Vertrag mit dem Land Brandenburg über den Naturpark Barnim abgeschlossen haben, der die Elisabeth-Aue mit einschließt, und bis nach Niederschönhausen reicht.

Der rund 750 Quadratkilometer große Naturpark Barnim ist ein gemeinsames Großschutzgebiet der Länder Brandenburg und Berlin. Rund 5,4 Prozent der Fläche befinden sich in den nördlichen Berliner Stadtbezirken Pankow und Reinickendorf. Zwischen Bernau, Bad Freienwalde, Eberswalde, Liebenwalde und Oranienburg liegt der Brandenburger Teil des Naturparks.

Die Elisabeth-Aue ist eines der letzten ungeteilten Felder und prägt vor allem den ländlichen Charakter der Ortslage Blankenfelde mit freien und unverbauten Landschaftsblick.

Rundgang mit Information

Die Bürgerinitiative Elisabeth-Aue lädt aus diesem Grund zu einem Rundgang entlang der letzten landwirtschaftlichen Flächen Berlins ein, die gleichzeitig für den Naturraum von Bedeutung sind. Mit dabei sind BI-Sprecher Oskar Tschörner (Landschaftsplaner) und Micha Neuendorf (Landwirt).

Weitere Informationen:

www.nabu-berlin.de

Naturpark Barnim – www.lugv.brandenburg.de

Übersichtsplan Naturpark Barnim – Link

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m/s