Montag, 20. November 2017
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Erfolgreiche Lange Wissenschaftsnacht in Buch

15. Lange Nach der Wissenschaften: Gläsernes Labor

Die 15. Lange Nacht der Wissenschaften auf dem Campus Buch führte in dieWelt der Biologie, Chemie und Medizin. Das große Angebot war spezielle auch für Jugendliche und Kinder interessant. Experimentieren, Mikroskopieren, Schauen, Staunen, Zuhören: In vielen Kursen konnten Kinder und Erwachsene auch selbst mitmachen und experimentieren. Diesmal waren auch eine ganze Reihe neuer Veranstaltungen und Experimente auf dem Programm.

15. Lange Nach der Wissenschaften: Gläsernes Labor
15. Lange Nach der Wissenschaften: Gläsernes Labor – Mitmachangebot für Kinder – Foto: Peter Himsel Campus Berlin-Buch

Die Campuseinrichtungen Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in der Helmholtz-Gemeinschaft, das Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP), das Experimental and Clinical Research Center (ECRC) von Charité und MDC und das Gläsernes Labor der BBB Management GmbH zeigten ihre Arbeitsbereiche und ausgewählte Labormethoden.

Beliebte Führungen durch Forschungslabore

Beliebt waren die Führungen durch die Forschungslabore von MDC, FMP und ECRC. So konnten die Besucher zum Beispiel im MDC lernen, weshalb die nur wenige Zentimeter großen Zebrafische es ermöglichen, die Funktion des Herzens des Menschen detailliert zu erforschen. Sie erfuhren, wie Gene stillgelegt werden und wozu. Vom Blut zur Diagnose: In einem anderen MDC-Labor konnten Besucher in die Welt der kleinsten Moleküle unseres Körpers eintauchen und erfahren, wie Wissenschaftler das humane Metabolom – alles was mit dem Stoffwechsel zusammenhängt – mit Unterstützung der modernsten Technik der Massenspektrometrie erforschen.

Von Würmern und Menschen

Am FMP erfuhren die Besucher bei der Laborführung „Von Würmern und Menschen – was wir von Nematoden übers Altern lernen können“, wie der Alterungsprozess abläuft und warum gerade ältere Menschen von Demenz und neurodegenerativen Krankheiten betroffen sind. In einer anderen FMP-Laborführung lernten die Besucher, welche Auswirkungen Fehlfunktionen im Kommunikationsprozess des Gehirns haben können und konnten unter Anleitung Zellen kultivieren und unter dem Mikroskop betrachten.

Gifte und Nervenzellen

In den FMP-Vorträgen „Arzneimittel, Drogen, Gifte, Homöopathie – was Sie darüber wissen sollten“ und „Stille Post – wie Nervenzellen miteinander kommunizieren“ erläuterten die Referenten den Unterschied zwischen Arzneimittel und Gift und wie die neuronale Kommunikation in unserem Gehirn erforscht wird. „Kennen Sie vielleicht noch die TKKG-Bande?“, wurden die Besucher am FMP gefragt und eingeladen einen spannenden Kriminalfall zu lösen. Ausgestattet mit einer 3D Brille tauchten die Besucher ein in die Welt der Proteinstrukturen und lernten Neues über den genetischen Fingerabdruck.

Gläsernes Labor: Kurs "Energiewende in Schülerhände"
Gläsernes Labor: Kurs „Energiewende in Schülerhände“. Dr. Conni Stärkel und Diplom-Biologin Claudia Jacob – Foto: BBB Management GmbH

Gläsernes Labor lud zum Mitmachen
Im Gläsernen Labor waren die Besucher bei fünf verschiedenen Programmen zum Mitmachen eingeladen. So konnten sie die bunte Welt der Chemie erkunden, mittels DNA-Analyse ein fiktives Verbrechen aufklären, Axone, Dendriten und Synapsen in Aktion erleben, Wasserproben untersuchen und Biobrennstoffzellen bauen.

Heimliche Herrscher über den Menschen

Die Lesung mit Bernhard Kegel war gut besucht. Das Thema war auch etwas unheimlich: „Die Herrscher der Welt: Wie Mikroben unser Leben bestimmen“ Der Berliner Schriftsteller Bernhard Kegel stellte sein gleichnamiges neues Buch vor. Erst dank verbesserter DNA-Analysen erkennen Forscher heute, wie schwindelerregend hoch die Zahl und Vielfalt von Bakterien, Viren und anderen Mikroben ist – und wie groß ihre Bedeutung für uns Menschen ist.

Forscherdiplom für Kinder

Auf Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter warteten zahlreichen Experimentierstationen. Die Einrichtungen des Campus, der Forschergarten sowie die Partnerschulen des Gläsernen Labors luden zum Experimentierten rund um Biologie, Chemie und Physik ein. So konnten die kleinen Forscher lernen, wie man Fingerabdrücke nimmt und vergleicht, eine Nachricht in Geheimschrift verfassen, das Unsichtbare unter dem Mikroskop sichtbar machen und kaltes Licht erzeugen. Eifrige kleine Forscher erhielten ihr persönliches Forscherdiplom.

Bilder der Wissenschaft

Auch in diesem Jahr konnten die Besucher außerdem wieder aus 14 Bildern die drei besten Bilder der Wissenschaft küren. Die Ausstellung hatte das MDC organisiert. Beim Speakers‘ Corner sprachen Wissenschaftler über ihre Lieblingsthemen in interaktiven Kurzvorträgen. Bereits zum zweiten Mal auf dem Campus zu Gast war das mobile BIOTechnikum, ein doppelstöckiges Ausstellungsfahrzeug des Bundesforschungsministeriums mit Labor, multimedialer Ausstellung und Kino. Hier konnten sich Jugendliche über Karrierewege in der Biotechnologie informieren.

BIO-Technikum-Truck des BMBF
Biotechnologie zum Kennenlernen: der BIO-Technikum-Truck des BMBF kommt zum Campus Buch

BMFT Forschungstruck

Im Außengelände war der Forschungstruck mit mobilem Labor der Initiative „BIOTechnikum“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) dicht umlagert. Hier konnte einer interaktiven Reise in die Welt der Biotechnologie unternommen werden, die viel lehrreiches Basiswissen vermittelte.

Weitere Informationen:

BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch | www.bbb-berlin.de

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m/s