Montag, 21. August 2017
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Flüchtlinge brauchen Geduld, nicht noch mehr Teddys

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Flüchtlinge kommen zu uns, und müssen nach Krieg, Gewalt und Traumatisierung und langer strapazenreicher Flucht in einer völlig neuen Kultur „ankommen“. Bisher ist der mediale Blick sehr von unserer Eigensichtgeprägt.

Doch es gibt auch Mahnungen, die neu zu uns gekommenen Menschen nicht nur als „zu beschenkendes Gegenüber“ zu betrachten:

“ In Deutschland ist die Willkommenseuphorie groß. Flüchtlinge kommen vor lauter Kleider- und Teddyspenden kaum zur Ruhe. Die eigentliche Herausforderung besteht jedoch darin, den neuen Mitbewohnern Zeit und Raum zu lassen, ein normales Leben hier aufzubauen,“ mahnt Marie Amrhein aus dem Blickwinkel einer Kleinstadt in der Lüneburger Heide, die sich auch bei der Flüchtlingshilfe engaggiert.

In ihrer Kolummne Stadt, Land, Flucht. mahnt sie mehr an:

Gemeinsam leben:
Flüchtlinge brauchen Geduld, nicht noch mehr Teddys
Marie Amrhein | 27.9.2015 | Cicero

Und sie blickt auch auf die kritischen Worte des Satirikers Jan Böhmermann:

„Es ist ein euphorisiertes Deutschland, das sich gerade zeigt: „Emotional und eiskalt“ konstatiert Jan Böhmermann. Eine Nation, getrieben von ihrem schlechten Gewissen und einem übermächtigen Verantwortungsgefühl für das Leid der Welt. Und typisch deutsch-pragmatisch nutzt die Gesellschaft des Überflusses die Gelegenheit und verteilt all die Dinge, die sie nicht mehr braucht.

Vielleicht wäre es das größere Geschenk, wenn wir Ruhe einkehren lassen, und ganz selbstverständlich Arbeit und Hilfe zur Selbsthilfe und Selbstbestimmung geben – statt die „Betreuungsleistungen“ in den Mittelpunkt zu stellen.

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m/s