Freitag, 15. Dezember 2017
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Flüchtlingskrise !? – Beherbergungskrise ?!

Vexierbild: Rubinsche Vase / Quelle: Ch. Rudlof

Aktuell wird unser Denken von dem Wort „Flüchtlingskrise“ bestimmt. Doch es ist ein gefährliches Wort, weil es Realitäten verdeckt, uns auf schwerwiegende Weise in die Irre führt. Inzwischen befinden wir uns in einer Staatskrise – und in einer tiefen politischen Krise, die an den Grundwerten Europas zerrt. Stecken wir in einer Falle? Eine Denkfalle? Oder gar in einer „Wortfalle?“

Bipolare Realitäten

In der Rubrik „Bipolare Realitäten“ gehen wir Denkmustern nach, die uns in die Irre führen können.

Kennen Sie Vexierbilder? Ihren Namen verdanken sie dem lateinischen Verb vexare, das auf Deutsch „plagen“ heißt. Vexierbilder plagen scheinbar das Auge, in Wahrheit aber unser Gehirn!

Es sind „Bilder mit mehrdeutigen Darstellungen, die derart gestaltet sind, dass darin teilweise versteckte Informationen sich erst bei einer sich ändernden, intensiven Betrachtung zu erkennen geben. Hierzu gehören auch die Kippbilder, Such- oder Rätselbilder.

Aber auch Wörter lösen „Vexierbilder“ aus – und können den Blick dabei versperren!

Vexierbild: Rubinsche Vase / Quelle: Ch. Rudlof
Vexierbild: Rubinsche Vase /
Quelle: Ch. Rudlof

Flüchtlingskrise – ein bipolares Vexier-Wort?

Was wäre das passende Vexier-Wort zum Wort „Flüchtlingskrise?“ – Haben wir hier vielleicht zwei Worte zusammengesetzt, die in ihren Sprachkategorien gar nicht zueinander gehören? Müssen wir zuerst das Wort „Krise“ richtig verstehen lernen? Sind wir in Deutschland bereits in der Gefahr, in einem „Krisenkult“ zu enden? Oder gehört es zur notwendigen „Krisen-Intelligenz„, sich durch tiefes Nachdenken, Ursachenforschung und systematische Recherche eine Lösungs-Strategie zu „erschaffen?“.
Ist das Wort „Flüchtling“ ein eigenes Vexierwort? Sollten wir nicht besser „Vertriebene“ sagen? Ist unser Denken mit Wörtern wie „Fluchtursachenbekämpfung“ völlig ungeeignet, um Lösungsstrategien zu bedenken?

Müßten wir nicht besser „Vertreibungsursachen“ bekämpfen – oder wird das zu politisch?

Kanzlerin ratlos in der Waschmaschine?

Sitzt Bundeskanzlerin Angela Merkel genau wie wir in einer Denkfalle? Agiert sie nach dem Muster „Ich amtiere hier, und kann nicht anders?“. Sind ihre politischen Leitlinien auf falschen und unklugen Begriffen aufgebaut?

Was wäre, wenn wir uns in einer selbstgebauten „kulturellen Falle“ befinden? Schauen wir immer nur auf die „Flüchtlinge“ – und finden aufgrund einer falschen Fokussierung die rettenden Auswege nicht?

Flüchtlingskrise !? – Beherbergungskrise ?!

Sucht man ein gemeinsames Wort, weshalb sich Menschen auf die Flucht begeben, so stößt man auf die unterschiedlichsten Formen von „Beherbergungskrisen“: Arbeits- und Erwerbslosigkeit und fehlende Mittel, ein Dach über dem Kopf zu finanzieren. Krieg und Religionskrieg – und Vertreibung. Auch Wassermangel und Nahrungsmangel drängen Menschen, sichere Herbergen zu verlassen.

Was wäre, wenn wir künftig besser von dem Wort „Beherbergungskrise“ sprechen? Haben wir eine weltweite „Beherbergungskrise“ mit über 60 Millionen betroffenen Menschen?

Müssen wir „Beherbergungs-Krisen“ aller Art lösen? Brauchen wir 60 neue Millionenstädte – statt Millionen ehrenamtlicher „Integrationshelfer?

Wie weit trägt uns der Gedanke, uns künftig zwischen den Vexierwörtern „Flüchtlingskrise !? – Beherbergungskrise ?!“ zu bewegen?

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a/m