Donnerstag, 19. Oktober 2017
Home > Bezirksnachrichten > Gänsefett – bitte nicht wegspülen!

Gänsefett – bitte nicht wegspülen!

Berliner Wasserbetriebe

Die Berliner Wasserbetriebe kümmern sich auch um den Umweltschutz in ihren Abwasserrohren. Und kurz vor Weihnachten macht Pressesprecher Stefan Natz auf ein besonderes „weihnachtliches Problem“ aufmerksam:

„Gänsefett lässt Ungeliebtes wachsen, das muss nicht sein

Der Tip: Wer kein Schmalz futtert, soll Mülltonnen statt Bakterien füttern! Auf keinen Fall ist es sinnvoll, das überschüssige Fett im Küchenspülbecken oder im gar im Klo zu entsorgen!

Natz schreibt: „Gänsebraten macht Menschen glücklich. Weihnachten besonders. Das liegt auch am Fett, von dem die Vögel viel beim Braten lassen. Dieses Fett setzt sich auf Hüften – das macht faul – und in Abwasserkanälen – das wird faulig – fest und es lässt zu unguter Letzt auch Klärwerke überüberschäumen. Das liegt an der Fettliebe von Microthrix parvicella, einem Fadenbakterium im Abwasser, das bei öster- und weihnachtlicher Nahrungsschwemme von Mikro auf Makro umschaltet und nur mit Chemie gebannt werden kann.“

Gaststätten und Restaurants, sowie Imbissbetriebe haben immer einen Fettabscheider im Abwassersystem, das ist gesetzlich vorgeschreiben. Doch zu Haus fällt normalerweise nicht viel „Fett“ im Abwasser an. Außer an Weihnachten! Zehntausende Gänsebraten können zum Problem werden.

„Deshalb raten die Berliner Wasserbetriebe allen Gänsebrätern, das in Töpfen und Tiegeln zurückbleibende Fett nicht durch den Ausguss wegzuspülen. In der Kanalisation backt es an den Rohren fest, verstopft sie, fault und stinkt und im Klärwerk lässt es den Klärschlamm wahrhaft explodieren, weil es eben jene Microthrix massenhaft wachsen lässt.

Deshalb entweder Gänsefett im Kühlschrank oder Gefrierschrank portionsweise aufheben und später lecker und gesund nutzen – das Internet ist voller Rezepte und selbst gegen Husten, Sodbrennen und wunde Haut soll es helfen – oder richtig entsorgen: In ein Schraubglas füllen, Töpfe und Pfannen mit Zeitung auswischen und dann beides in den Hausmüll geben. Der wird später verbrannt und dabei ist jede Kalorie willkommen.!

Weitere Informationen:

Berliner Wasserbetriebe | Neue Jüdenstraße 1 |10179 Berlin-Mitte | www.bwb.de

Save this post as PDF

m/s