Dienstag, 22. August 2017
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Gema einigt sich mit Streaming-Anbietern

GEMA

Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) hat für seine Portale wie Clipfish, Myvideo.de und tape.tv einen Tarifvertrag mit der Gema abgeschlossen. Die Erstunterzeichner Rabatte bei den Gema-Gebühren, wie es bereits bei anderen Gema-Tarifen üblich war.

Die Streaming-Anbieter akzeptieren somit den von der Gema bereits zum 1. Januar 2012 erhobenen Tarif. Der neue Vertrag ist im Rahmen der aktuellen Einigung rückwirkend ab dem 1. Januar 2013 gültig.
Die Unternehmen müssen offenbar Gema-Gebühren für 2013 nachzahlen.

Der neue Tarif heißt laut der Gema-Nomenklatur VR-OD 9 und regelt ausdrücklich die Nutzung von Musik in werbefinanzierten Streaming-Angeboten.

Streaming-Portale mit GEMA-Tarif

Betroffen sind die von Tochterfirmen privater Fernsehanbieter betriebenen Portale wie Clipfish, Myvideo.de, und Putpat betroffen. Aus Pankow ist tape.tv mit dabei. Alle werden vom VPRT vertreten und sind nun an den neuen Rahmenvertrag gebunden.

Einstiegsrabatt

Um den Einstieg etwas zu erleichtern, hat die Gema – wie schon bei früheren Tarifabschlüssen – den VPRT-Mitgliedern einen Rabatt auf den Tarif VR-OD 9 in Höhe von 20 Prozent gewährt.

Es ist noch nicht bekannt, wie lange dieser Rabatt gilt. Offenbar will die Gema damit Youtube den Tarif schmackhaft machen, mit dem sich die Verwertungsgesellschaft seit Jahren im Streit befindet.

Seitenhieb auf YouTube

In einer kaum versteckten Anspielung auf Youtube meint der Gema-Vorstandsvorsitzende Dr. Harald Heker: “ Der Abschluss des Gesamtvertrags im Bereich werbefinanziertes Streaming indiziert einmal mehr die Angemessenheit unserer bestehenden Tarife im Onlinebereich. Das ist ein starkes Signal an den Markt und an alle durch die Gema vertretenen Rechteinhaber.“

Weitere Informationen:

www.gema.de

www.vprt.de

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m/s