Donnerstag, 17. August 2017
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„Gender Budgeting“ in Pankow

Pankowmuckel´s Ärger

/// Kolumne /// – „Juten Tach! Mein Name ist Pankowmuckel!

Frohet Neuet Jahr! Ick kämpfe dafür, dass Pankow wieder Weltniveau erreicht! Heute kiek ick uff det „Gender Budgeting“!

Wat mich wirklich uffregt in Pankow: Die Bezirksverordneten woll´n im Haushalt uff „Gender Budgeting“ machen!

Wat is dit überhaupt? „Gender Budgeting“? Warum steht dit in Englisch in die Vorlage – und ohne richtje Erklärung?
Muss der Bürja erst bei Wikipedia rumsürfen, um sich erklär´n zu können, wat die Politik eijentlich will?

Wikipedia textet uns ooch nur zu, so richtig Klartext steht da nich! „Geschlechtergerechte Budgetgestaltung“ steht in eener Bachelorarbeit – auweiah, die Übasetzung klingt nach viel Arbeit!

Pankowmuckel
„Gestatten, mein Name ist Pankowmuckel!“

Wie heißt det in der BVV-Vorlage:

„Das BA wird ersucht, vor jeder Haushaltsplanaufstellung regelmäßig die Gender Budget-Analyse auszuwerten und Veränderungen des Anteils von Frauen und Männern beziehungsweise Mädchen und Jungen an den bezirklichen Ausgaben zu bewerten sowie gegebenenfalls Maßnahmen zu entwickeln, wie die Mittel gerechter zwischen den Geschlechtern verteilt werden können.“

Det is richtjes Verwaltungsdeutsch, voll fett uff Dünndruckpapier!

Wenn ick mir nun so die Gender Budget-Analyse in ´ner EXCEL-Tabelle ausmale, denn jibt det richtig viel Rechenarbeit. Der Pankower Haushalt ist über 250 Seiten dick, und mit der neuen Weiber-Männer-Hauswirtschaft wird det noch dicker!

Kann man sich det so vorstellen: „Jede Haushaltsstelle muss künftig mit Gesamtsumme, Veränderung zum Vorjahr und dann noch nach Weib und Mann jerechnet werden? Und dann noch in Differenz, und mit Prozente?

Weern´die da im Bezirksamt nich noch irre davon? Und vor allem: wer soll det rechnen? Wenn ick mir die Stellenpläne ankieke, denn rechnen da mehr Frauen als Männer am Gender Budgeting ´rum! Det jibt bestimmt eene Übastunden-Debatte!

Aber wie soll´n die det jenerieren, wenn dit Budget zwischen drei Männern Matze Köhne, Jens-Holger und Dokta Kühne und nur zwee Stadträtinnen uffjeteilt ist? Muss nun extra 2016 eene Bürjameesterin jewählt werden, damit det Gender Budget langfristig wieda stimmt?

Und vor allem wat passiert, wenn die Frauen bisher zu kurz jekommen sind?

Machen die denn künftig den Ratskeller zu eener Frauenkneipe?

Meint Euer Pankowmuckel

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