Samstag, 21. Oktober 2017
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auch in Prenzlauer Berg

GEWOBAG expandiert –
auch in Prenzlauer Berg

Wohnungen im Thälmannpark

Die landeseigene Wohnungsunternehmen GEWOBAG befindet sich auf Wachstumskurs und wächst sowohl durch Ankauf und Neubau von Wohnungen und Gewerbeeinheiten. Insgesamt hat die GEWOBAG in den letzten zwölf Monaten zusätzlich 5.500 Mietwohnungen und 200 Gewerbeeinheiten erworben. Die Wohnungen befinden sich hauptsächlich in Pankow, Mitte, Kreuzberg, Neukölln.

Wohnungen im Thälmannpark
Wohnungen der GEWOBAG im Thälmannpark

Die GEWOBAG verfügt über rund 56.000 Mietwohnungen sowie 1.300 Gewerberäume und ist eines der führenden Immobilienunternehmen in Berlin. Der Immobilienbestand ist so vielfältig wie die ganze Stadt und umfaßt Gründerzeitbauten, Wohnbauten der siebziger und achtiger Jahre und auch Plattenbauten wie am Thälmannpark. Die GEWOBAG hat in allen großen Sanierungsgebieten zur Stadterneuerung beitragen und ist Prenzlauer Berg mit ihrer Tochtergesellschaft GEWOBAG WB Rechtsnachfolgerin der Kommunalen Wohnungsverwaltung KWV und wurde im Juli 1990 gegründet. 1990 firmierte die Gesellschaft noch als“WIP Wohnungsbaugesellschaft Prenzlauer Berg mbH“.

Als eine der wenigen landeseigenen Wohnungsgesellschaften hat die GEWOBAG eine eigene Tochtergesesellschaft zur Mieterberatung gegründet, die neben den klassischen Aufgaben der Mieterberatung auch in der Quartiersentwicklung und -koordination tätig ist und das Modell der „Kiezkoordinatoren“ entwickelt hat.
Die Kiezkoordinatoren organisieren und leiten Gemeinwesenarbeit, Beschäftigungsmaßnahmen und Wohnumfeldverbesserungsmaßnahmen an. Dazu sondieren sie auch Finanzierungsgmöglichkeiten für diese Maßnahmen.
Soziale Quartiersentwicklung, Klimaschutz und wirtschaftliche Effizienz sind daher auch für die GEWOBAG maßgebliche Ziele. Auch hat die GEWOBAG das soziale Mietenbündnis mit dem Berliner Senat mit unterschrieben.

Wachstumsstrategie

Die GEWOBAG beabsichtigt, weiter zu wachsen und kauft kontinuierlich Wohnungen hinzu. Damit unterstützt die GEWOBAG die neue Wohnungsbaupolitik des Senats.
GEWOBAG-Vorstand Markus Terboven: „Mit den Ankäufen verfolgen wir weiterhin konsequent unsere Wachstumsstrategie, die insgesamt einen mittelfristigen Ausbau unseres Wohnungsbestandes auf bis zu 65.000 Wohnungen vorsieht.“
Mit den in den letzten zwölf Monaten erworbenen rund 5.500 Wohnungen und 200 Gewerberäumen hat die GEWOBAG rund 13.800 Mieter neu hinzugewonnen.

Wohnhaus in der Kuglerstr. 23  - Foto: Bernhardt Link
Wohnhaus in der Kuglerstr. 23 – Foto: Bernhardt Link

Wachstum durch Ankäufe

Seit Juni 2013 bewirtschaftet die GEWOBAG zusätzliche 2.100 Mietwohnungen und 100 Gewerbeeinheiten. Der Kaufvertrag dazu wurde bereits Ende Dezember 2012 geschlossen. Die Wohnungen befinden hauptsächlich in Pankow, Mitte, Kreuzberg, Neukölln und Spandau.
300 Wohnungen wurden im nördlichen Prenzlauer Berg bereits im November 2012 von der GEWOBAG erworben. Dazu zählt u. a. die Wohnanlage in der Kuglerstrasse 23.
Ein Konsortium aus Norddeutscher Landesbank und Investitionsbank Berlin finanziert den Erwerb und ermöglicht der landeseigenen Gesellschaft mit günstigen Zinsen eine stabile und tragbare Mietenentwicklung in den neu erworbenen Beständen.

Kaufverträge für weitere 1.000 Wohnungen sind bereits beurkundet. Alle Ankäufe ergänzen den bisherigen GEWOBAG-Bestand sinnvoll. Sie befinden sich in den Kiezen, in denen die GEWOBAG bereits Häuser bewirtschaftet. Entsprechend der architektonischen Vielfalt bisheriger Bestände reichen die Ankäufe von Gründerzeitbauten bis hin zum Neubau. Weitere Zukäufe sind in Planung.

Wachstum durch Neubau

Nach eingehender Prüfung aller in Frage kommenden eigenen Grundstücke hat die GEWOBAG eine mittelfristige Neubauplanung in die Wege geleitet. Diese beinhaltet den Bau von zunächst 3.000 neuen Wohnungen.

Mit einem konkreten Neubauprojekt steht sie bereits in den Startlöchern: Als erster Bezirk wird Prenzlauer Berg profitieren, wo die GEWOBAG bereits rund 14.000 Wohnungen bewirtschaftet. Dort plant sie im Frühjahr 2014 das erste Bauprojekt.

Über die konkreten Gründstücke für die Neubauplanungen hat die GEWOBAG bislang nicht informiert. In der Chodewieckistrasse 7 sollen nach Auskunft des Stadtplanungsamtes Pankow 23 Wohnungen entstehen. Dazu gibt es mehrere von der GEWOBAG erworbenen Baulücken in der Grellstrasse, Schieritzstrasse und Schliemannstrasse.

2015 werden nach aktueller Planung die Baumaßnahmen für 150 neue Wohnungen abgeschlossen sein. Für 15 weitere Neubauprojekte in den Bezirken Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Schöneberg und Charlottenburg laufen Ausschreibungen, die entsprechenden Baumaßnahmen werden derzeit vorbereitet.

Das größte Neubauprojekt in Prenzlauer Berg wird auf dem Gebiet des Thälmannparks vorbereitet. Hier hat die GEWOBAG das strategische Ziel, die Plattenbaubestände schrittweise zu sanieren. Ferner gibt es Planungsabsichten für eine „ortsübliche Bebaung“ mit Wohnhochhäusern an der nordöstlichen Ecke des Thälmannparks auf den Parkplatzflächen entlang der Lilli-Henoch-Strasse.

Mit ihrem Wachstumskurs setzt die GEWOBAG aktiv die wohnungspolitischen Ziele der Berliner Landesregierung um, in den nächsten Jahren den Bestand der sechs kommunalen Wohnungsunternehmen von 270.000 auf 300.000 Wohnungen zu erhöhen.

Wirtschaftliche Stabilität der GEWOBAG ermöglicht Wachstum

Die GEWOBAG hat hervorragende wirtschaftliche Voraussetzungen, um den Wachstumskurs umzusetzen. Eine ausgewogenes Verhältnis der lang- und kurzfristigen wirtschaftlichen Kennzahlen, und eine wirtschaftliche Eigenkapital-Quote von über 40 Prozent, sowie jährliche operative Jahresüberschüsse von durchschnittlich rund zehn Millionen Euro erlauben der GEWOBAG eine zinsgünstige Kreditaufnahme und eine nachhaltige stabile Entwicklung, die auch ein stabiles Mietniveau ermöglicht.

Damit wird die GEWOBAG zu einer der tragenden Säulen der Berliner Wohnungspolitik, und entfaltet einen bedeutsamen Anteil ihrer Aktivitäten in Prenzlauer Berg.

GEWOBAG-Aufsichtsratsvorsitzender Lutz Freitag: „Die GEWOBAG stellt sich den Herausforderungen und übernimmt als kommunales Unternehmen Verantwortung für die Stadt, indem sie ihren Bestand erheblich erweitert und bei der bewohnerorientierten sozialen Stadtentwicklung aktiv mitwirkt. Die Wachstumsstrategie der GEWOBAG hat den Aufsichtsrat überzeugt: Die Mittel werden verantwortungsvoll eingesetzt – wirtschaftliches und soziales Handeln gehen Hand in Hand. Alle neuen Bestände passen zur GEWOBAG.“

Auf der Pressekonferenz meldete sich auch der Staatssekretär und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Ephraim Gothe zu Wort: „Die Landesregierung hat sich viel vorgenommen im Bereich der Wohnungs- und Mietenpolitik, um den Wohnungsmarkt in Berlin zu entlasten. Mit ihrer Ankaufs- und Neubaustrategie leistet die GEWOBAG einen wesentlichen Beitrag dafür, die im Mietenbündnis vereinbarten Ziele der Bestandserweiterung bei den kommunalen Wohnungsunternehmen umzusetzen. Das ist eine gute Nachricht für die Berlinerinnen und Berliner.“

GEWOBAG-Vorstand Hendrik Jellema wendete sich vor allem an die neuen Mieterinnen und Mieter: „Wir freuen uns über den Zuwachs an Mietern. Auch sie finden in uns einen zuverlässigen Vermieter, der sich um die Instandhaltung und den Werterhalt der Immobilien kümmert. Die neuen Mieter werden von umfangreichen Serviceangeboten wie dem Hauswartservice, unserer Mieter- und Sozialberatung sowie unserem sozialen Engagement in den Quartieren profitieren.“

Offene Wohnungspolitische Fragen

Nach dem letzten Geschäftsbericht liegt die Durchschnittsmiete der GEWOBAG bei 5,27 €/Quadratmeter und Monat – ein Richtwert, den man am unteren Ende der landeseigenen Wohnungsgesellschaften orten kann. Gegenüber Neubau-Mieten von über 12-14€/Quadratmeter in Prenzlauer Berg ist das weniger als die Hälfte. Und es ist auch viel weniger als die marktüblichen Neuvermietungs-Mieten in sanierten Altbauten.
Rentner, Alleinstehende, Geringverdiener und Familien werden aber auch bei einem Mietniveau von 5,27 €/Quadratmeter in großer Zahl zu „Härtefällen“. Vor allem die steil zunehmende Altersarmut lässt ein ungelöstes Problem für die ganze Stadt heraufziehen.

Wohnungspolitisch drängt sich daher die Frage auf: „Darf es auch etwas billiger sein?“ m/s

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m/s