Dienstag, 17. Oktober 2017
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Gläsernes Labor schärft sein Profil

Gläsernes Labor: Arbeiten am Herzmodell

Das Gläserne Labor im Campus Buch ist eine wichtigsten Einrichtungen für die Bildung von Schülern und die Weiterbildung von Lehrern im Bereich der Bio- und Lebenswissenschaften. Hier wird auch ständig über den Lernstoff der Zukunft nachgedacht, denn die Wissenschaft und Forschung entwickelt sich rapide. „Wie lange dauert es, bis neuste Forschungsergebnisse Eingang in den Lehrstoff der Schulen erhalten? Wie kann der enorme Wissenszuwachs in den Lebenswissenschaften für Schülerinnen und Schüler aufbereitet werden? Wie können ihnen aktuelle Forschungsthemen vermittelt werden?“

Diese Fragen beantwortet Dr. Cornelia Stärkel vom BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch in einem Übersichtsbeitrag zum Jahresauftakt.

Das Gläserne Labor fördert Bildung

„Seit mehr als 16 Jahren übernimmt das Gläserne Labor als Schülerlabor der Einrichtungen des Bucher Campus die Aufgabe, wissenschaftliche Methoden und neuste Erkenntnisse in Laborkursen zielgruppengerecht zu vermitteln. Mehr als 13.000 Schülerinnen und Schüler besuchen das Labor jährlich und führen Experimente in Genetik, Neurobiologie, Zellbiologie, Chemie und Physik durch. Nun haben sich Vertreter der Bucher Forschungseinrichtungen mit wissenschaftlichen Betreuern des Schülerlabors und Lehrern getroffen, um zu beraten, welche Forschungsthemen in Zukunft in die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit Eingang finden sollen. Diese erste Konferenz der neu gegründeten Arbeitsgruppe Bildung fand im November 2015 auf dem Campus statt. Mit dabei waren Vertreter des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC), des Leibniz-Instituts für Molekulare Pharmakologie (FMP), des Experimental and Clinical Research Centers (ECRC) von MDC und Charité sowie des Gläsernen Labors.

Aktuelle Forschungsthemen liefern Impulse

Nach einem Überblick über die Schwerpunkte der Forschungsgruppen und einem Abgleich mit den Rahmenlehrplänen in Biologie und Chemie wurden für die Schülerarbeit die vier Themenschwerpunkte identifiziert: Chemie, Neurobiologie, Herz- und Kreislaufforschung sowie Genetik. Aus diesen Gebieten sollen nun aktuelle Forschungsergebnisse in bestehende Schülerkurse integriert werden. Damit wird das Kursangebot des Gläsernen Labors noch aktueller und campusrelevanter.

In den Genetikkursen zur Polymerasekettenreaktion (PCR) wird in Zukunft die PCR am Gen MACC1, einem Darmkrebsmarker und Forschungsschwerpunkt von Dr. Ulrike Stein vom ECRC, demonstriert. Darüber hinaus werden neue Kurse konzipiert, die im Rahmen von Projekttagen zur Förderung besonders interessierter Schüler der Oberstufe angeboten werden. So wird es in Abstimmung mit dem MDC-Lehrerweiterbildungsprogramm „Labor triff t Lehrer“ einen Schülerkurs zum Thema neurodegenerative Erkrankungen geben, wobei die Dozenten auf die Arbeit der Forschungsgruppen Molekularbiologie von Hormonen im Herz-Kreislaufsystem (Prof. Bader) und Zelluläre Neurowissenschaften (Prof. Kettenmann) Bezug nehmen. Zum Thema Herz- und Kreislaufforschung soll es in Zusammenarbeit mit der MDC-Forschungsgruppe Molekulare Muskelphysiologie (Prof. Morano) einen Kurs geben, der die histologische Färbung von Herzmuskelzellen und die Beobachtung pulsierender Herzzellen ermöglicht. Mittelfristig ist auch ein Angebot zum Thema Stammzellen geplant, das nach dem UniStemDay im März 2016 in die Planungsphase gehen wird. Darüber hinaus wird die Ringvorlesung „Perspektiven der Lebenswissenschaften“ inhaltlich stärker auf Forschungsthemen der Campuseinrichtungen fokussiert.

Einzigartiges Bildungsangebot

Die AG Bildung wird sich künftig regelmäßig treffen. Durch die enge Zusammenarbeit von Forschern des Campus mit dem Gläsernen Labor gelingt es, ein einzigartiges Bildungsangebot zu erarbeiten, welches aktuelles Wissen aus der Forschung in die Schulen bringt und die besonderen Stärken des Forschungscampus Buch in den Lebenswissenschaften weiter publik macht.

Text: Dr. Cornelia Stärkel, BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch | Redaktion Michael Springer

Weitere Informationen:

www.glaesernes-labor.de

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m/s