Freitag, 18. August 2017
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auf skandinavische Art

GOTLAND – Stadtreparatur
auf skandinavische Art

Das GOTLAND - Gnädinger Architekten

In der Gotlandstraße im Prenzlauer Berg planen die beiden Bauherren Hubertus Hiller und Harald Wengust mit ihrem Projekt „Das Gotland“ ein faszinierendes Stück Stadtreparatur. Heute steht hier noch ein hallenartiger Supermarkt und die Baufläche ist von angrenzenden unansehnlichen Brandwänden geprägt. Doch im Frühjahr 2016 wird hier neu und einprägsam für den Ort gebaut. Es werden 134 Wohnungen mit Tiefgarage und ein neuer Nahversorgungsmarkt entstehen. Der Bauentwurf fügt sich in das nordische Viertel ein.

Das GOTLAND - Gnädinger Architekten
Das GOTLAND – Entwurf Rolf Gnädinger – Visualisierung Gnädinger Architekten

Die nach sparsamen Niedrigenergiehaus-Standard entworfenen Gebäude orientieren sich der Helligkeit und Leichtigkeit der Fassaden und der typischen Zurückhaltung am klassischen schwedischen Design. Beheizt wird mit einer Gaszentralheizungsanlage.
Rolf Gnädinger von Gnädinger Architekten ist der verantwortliche Architekt. Von ihm wurde u.a. auch das Otto Bock Science Center am Potsdamer Platz entworfen.
Das Projekt soll nach dem Willen der Bauherren vorbildlich gebaut werden. Die 134 Wohnungen mit 1-4 Zimmern mit 34,5 bis 165 qm sind für Kaufpreise von 3.950 € pro Quadratmeter zu erwerben. Die Gebäude verfügen über großzügigen Abstellflächen für Fahrräder. In der Tiefgarage mit 95 Stellplätzen wird eine hauuhauseigenen Green Mobility Station für zukunftsichere Mobilität der Bewohner sorgen. Im Erdgeschoß des Neubaus wird ein neuer Nahversorgungsmarkt einziehen.

Bis zum Jahresende 2015 wird der heutige Supermarkt abgebrochen und das Baufeld beräumt. Die Fertigstellung ist für Ende 2017/Anfang 2018 geplant. Die Gesamtsumme des Vorhabens ist auf rund 60 Millionen Euro veranschlagt.

Das GOTLAND - Gnädinger Architekten
Das GOTLAND mit grünen Innenhof – Entwurf Rolf Gnädinger – Visualisierung Gnädinger Architekten

Zwei engagierte Bauherren stehen hinter dem GOTLAND

Der Wiener Harald Wengust und der Würzburger Hubertus Hiller stehen mit ihrer Prenzlauer Gotlandhof GmbH als Projektentwickler hinter dem Projekt. Sie sind seit fünf Jahren auf dem Berliner Immobilienmarkt aktiv und haben bereits mehrere Projekte, darunter das Neubauprojekt Wasserterrassen in Köpenick an der Spree, realisiert. Beide sind engagierte Bauherren, die sich mit mit Leidenschaft und Gestaltungswillen für das einzelne Projekt einsetzen.
Für Wengust und Hiller ist Architektur nicht nur Geldanlage, sondern Anspruch. Beide lassen sich vom Blick für das Besondere leiten, und haben den Willen zur kreativen Auseinandersetzung mit den jeweiligen Bau-Anforderungen.
Den Zeichnungen und Visualisierungen sieht man es schon an: es entstehen erfrischende Einzelstücke jenseits der klassischen Investorenarchitektur.
Auch für hohe Bauqualität wird gesorgt: die J & J Bau und Bauträger GmbH aus Halle zeichnet als Familienunternehmen mit 25jähriger Expertise für die Bauausführung verantwortlich.

Käufer werden im Showroom erwartet

„Als Käufer erwarten wir viele Kiezbewohner, die sich nach einer modernen und hellen Wohnung sehnen und die gleichzeitig ihr angestammtes Umfeld nicht verlassen wollen, und natürlich Neuberliner, die in dieser angesagten Gegend wohnen wollen“, erläutert
Hubertus Hiller. „Auch Kapitalanleger, die ihre Wohnungen anschließend vermieten, werden zu den Käufern gehören“, vermutet er. Für alle Interessenten haben die Bauherren in der Gotlandstraße 5 gleich gegenüber der Baustelle einen Showroom eingerichtet,
in dem Architektur und Ausstattungsdetails vom Türgriff bis zur Badfliese studiert und ausgewählt werden können.

„Mit dem Gotland betreiben wir ganz bewusst ein Stück Stadtreparatur“, erklärt Hiller und ergänzt: „Der Grundriss des Projekts mit zehn verschiedenen Aufgängen ist ganz außergewöhnlich, denn wir setzen die Bebauung zum Teil direkt an die vorhandenen Brandwände und nehmen dabei die Struktur der historischen Innenhöfe wieder auf“.
So entstehen neben dem Vorderhaus in Blockrandbebauung mit sechs Aufgängen auch vier ganz individuelle Gartenhäuser, die mit den gründerzeitlichen Nachbargebäuden ein Ensemble bilden.

Zwischen den insgesamt fünf neu zu errichtenden Häusern entsteht ein begrünter, mäandernder Innenhof, der zum Teil auf dem Dach des Nahversorgers und der Tiefgarage angelegt ist und dessen Gestaltung mit skandinavischen Steinen, nordischen Pflanzen und offenen Sitzbereichen an die schwedische Insel Gotland, den Namensgeber des Projekts, erinnert.

Das GOTLAND - Gnädinger Architekten
Das GOTLAND – Entwurf Rolf Gnädinger – Visualisierung Gnädinger Architekten

Das nordische Viertel

Das Nordische Viertel verdankt seinen Namen den nordischen Straßennamen wie Aalesunder Straße, Andersenstraße, Ibsenstraße, Stavangerstraße und Gotlandstraße, die das Stadtbild zwischen dem S-Bahnhof Bornholmer Straße und der Nordgrenze von Prenzlauer Berg bestimmen. Der nördliche Teil ist geprägt von Siedlungsbauten mit großen, begrünten Innenhöfen und von der villenartigen Bebauung des ehemaligen Ost-Berliner Botschaftsviertels, in dem sich noch heute diverse Botschaften von Ländern wie Kuba, Bosnien und Herzigowina sowie Eritrea befinden. Entlang der Bornholmer Straße stehen die typischen Berliner Altbauten aus den
späten Gründerzeitajhren um 1910.

Weitere Informationen:

www.dasgotland.de

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