Donnerstag, 17. August 2017
Home > Wirtschaft > Griechische Krise in Zahlen

Griechische Krise in Zahlen

News für Sie gelesen

Wo steht eigentlich Griechenland im Vergleich zum Euroraum? „Ein Blick auf die nüchternen Fakten zeigt, dass das Hilfsprogramm Griechenland rettete – bis Syriza kam. Und: Längst nicht bei allen Kennziffern ist Griechenland Schlusslicht in der EU.“

Mehr dazu siehe:

Staatsschulden | Die griechische Krise in Zahlen | FAZ 04.07.2015 | Rainer Hermann

„Die absolute Höhe der Staatsverschuldung ist (damit) im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedstaaten gering. Sie liegt nur knapp über jener von Portugal und Irland, zudem beträgt sie lediglich ein Sechstel der Staatsverschuldung der großen EU-Länder, so dass die Kapitalmärkte einen Ausfall verkraften würden. An der Spitze liegt Griechenland jedoch, auch als Folge der geschrumpften Wirtschaftskraft, bei einem Anteil der Schulden am Bruttoinlandsprodukt von 177 Prozent. Diese Ziffer gilt als Beleg dafür, dass Griechenland seine Schulden nicht aus eigener Kraft werde abtragen können. Gestützt wird dieses Argument dadurch, dass kein anderes Euroland ein so ungünstiges Verhältnis von Staatsschulden zu Staatseinnahmen hat: Die Staatsschuld ist fast viermal so hoch wie die Einnahmen, in Deutschland lediglich 1,7 Mal so hoch.“

Doch: würde Griechenland alle Steuern erfassen, und auch die griechisch-orthodoxe Kirche als größten Landbesitzer nach dem Staat besteuern, hätte Griechenland eine ausgewogener Bilanz, die mit Irland und Portugal Schritt halten kann. Die Besteuerung von Immobilien würde die Gründung neuer Geschäfte und Bewirtschaftungsformen fördern, die Arbeitslosigkeit verringern.

Eine erhöhung der Mehrwertsteuer auf den Inseln würde die Touristen und Luxustouristen zur Mitfinanzierung des Staates heranziehen, die Tourismuswirtschaft könnte sogar Kosten besser absetzen, die heute noch „bar und schwarz“ abgerechnet werden.

Save this post as PDF

m/s