Sonntag, 22. Oktober 2017
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Homer-Schüler möchten in Pankow bleiben!

Europafest auf dem Kollwitzplatz am 11.5.2014

Der Platz rund um das Kollwitzdenkmal war dicht mit Ständen, Sonnenschirmen und Luftballons geschmückt. Zu Beginn des Europafestes der Pankower Grünen war es noch regnerisch, doch am Nachmittag hellte der Himmel auf, die Sonne kam durch. Auf der improvisierten Bühne stellten sich grüne BezirkspolitikerInnen und der Pankower Kreisvorstand vor. Pankows jüngste DemonstrantInnen warben für den Verbleib der Homer-Grundschule in Pankow.

Europafest auf dem Kollwitzplatz am 11.5.2014
Europafest auf dem Kollwitzplatz am 11.5.2014: Cem Özdemir und SchülerInnen der Homer-Grundschule

Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen hielt ein flammendes Plädoyer für Europa, und wurde vom Protest der Eltern und Schüler der Homer-Grundschule begleitet, die für den Verbleib ihrer Schule in Pankow warben.

Özdemir sprach den Elter und Kindern Mut zu und sah es als unzeitgemäßes Signal, wenn ausgerechnet eine Europaschule geschlossen werden soll.

Für viele Eltern kaum vorstellbar: die GrundschülerInnen sollen nach dem Willen von Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) und Pankows Sozialsstadträtin Zürn-Kastantowicz (SPD) künftig täglich zweimal 18 Stationen mit der S-Bahn bis nach Zehlendorf fahren, um Griechisch lernen zu können. „Unzumutbar, sagen die Eltern!“

Ausschuss für Bildung, Jugend und Familie des Berliner Abgedordnetenhaus tagt

Am 15.5.2014 ist das Thema auf der Tagesordnung des Ausschuss für Bildung, Jugend und Familie (Sitzungs-Nr. 38, Raum 376 um 13 Uhr im Abgeordnetenhaus, Niederkirchnerstr. 5, 10111 Berlin-Mitte).

Nicht nur Die Linke, Die Grünen und die Piraten, auch Abgeordnete von CDU und SPD haben durchblicken lassen, dass „die Entscheidung mit der Homer-Grundschule unglücklich verlaufen ist.“

Die Elterninitiative verzeichnet auch weiter steigende Zahlen Familien mit griechischer Herkunft in Pankow und Mitte, und hofft auf eine Änderung der Pläne der Senatsschulverwaltung.

Auch steht Staatssekretär Rackles in der Kritik, weil dessen Behauptung, nicht stimmt, die geplante Verlagerung sei „bereits 2011 sowohl gegenüber deutschen und griechischen Eltern der SESB als auch gegenüber den Schulleitungen regelmäßig kommuniziert“..“,

Die Eltern halten dem Staatsekretär vor:

„Es wurde in keinem Zeitpunkt erwähnt oder zumindest angedeutet, dass die Gefahr besteht, dass die SESB auslaufen wird! Selbst am Informationsabend der zukünftigen Erstklässler im Juni 2013, acht Monaten später, wurde nicht das Geringste über eine solche Absicht erwähnt oder thematisiert. Selbst heute ist keine relevante Information weder in der Internetseite der Schule noch in der der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft zu finden.“

In einem Brief an den Staatssekretär für Bildung Herrn Rackles Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft fordert auch die „Hellenische Gemeinde zu Berlin e.V.“ zusammen mit 12 anderen griechischen Vereinen den Erhalt der Europaschule.

„Die Entscheidung zur Schließung der SESB an der Homer-Grundschule empfinden wir als kurzsichtig und dem Sinn der Institution der SESB widersprechend.

Zwar mag die aktuelle Zahl der Schüler den gesetzten Standards nicht entsprechen. Allerdings ist uns durch den alltäglichen Kontakt mit den neu in die Stadt gekommenen Griechen klar geworden, dass die Zahl der griechischsprachigen Kinder, die ein Interesse an der SESB hätten, sich in der nahen Zukunft erheblich steigern wird. Das wird wiederum den Bedarf für neue Züge in griechisch-deutschen Europaschulen entsprechend erhöhen. Aufgrund dessen muss die getroffene Entscheidung bald erneut überprüft werden.“

Die Beratung des Schulausschuß im Abgeordnetenhaus wird von Eltern und Schülern der Homer-Grundschule mit Spannung erwartet.

Maria Wengert-Chalkiadaki von der Elterninitiative hofft auf ein Einsehen: „Es wäre schön, wenn die Politik auch die gestiegenen Zuzüge berücksichtigt, und sich über die aktuellen Voranmeldungen informiert!“ m/s

Weitere Informationen:

Homer-Europaschule kämpft weiter! 20.04.2014 – Pankower Allgemeine Zeitung

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m/s