Samstag, 19. August 2017
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„Auberge de Berlin“

Ideenwettbewerb:
„Auberge de Berlin“

"Auberge sur mer" in Saint-Siméon, Quebec (CAN)

Seit langen Monaten ist bekannt: die Flüchtlingszahlen steigen, Studentenwohnungen werden regelmässig knapp. Familien und Zugezogene suchen wochenlang Wohnungen, auch werden Menschen obdachlos, suchen Notquartiere und geschützten Wohnraum. Es sind bekannte Anforderungen, die auf die Metropole Berlin zukommen. Sogar die Bauvorschriften sind geschrieben.

"Auberge sur mer" in Saint-Siméon, Quebec (CAN)
„Auberge sur mer“ in Quebec (CAN) – – ein Bautypus als mögliche Anregung für die „Auberge de Berlin“

Doch was passiert: wir leisten uns in Berlin eine beschämende Krise. Eine Krise die durch Zuständigkeitsdenken, durch politische Schubladen und durch gesetzliche und finanzielle Arbeitsteilung verursacht wird.

Die Fluchtlingszuweisungen, Zuwanderung und Wachstum der Stadt Berlin werden weiter gehen – und wir brauchen endlich einen vernünftigen und nachhaltigen Plan. Bunte Container-Reihen sind nur Notlösungen, die ästhetisch und wohnästhetisch eine kaum zumutbare Lösung sind.

Vor allem sind die Container-Anlagen eine wirtschaftliche Katastrophe, weil zu teuer und zu provisorisch im Unterhalt.

Berlin: Eine Metropole wird kreativ

Wir wissen heute schon: Provisorien werden lange gebraucht, und eigentlich wäre es viel vernünftiger, richtig zu bauen! Aber wie will man das einem Landesamt für Gesundheit klar machen? Wie will man das dem Senat klarmachen, dem Finanzsenat – und all den Betreibern und Trägern, die das umsetzen und auf Dauer unterhalten sollen?

Wir brauchen eine grundsätzlich neue und weit tragende Idee, eine Idee, die auch in die Welt ausstrahlen kann, und zeigen kann, wie intelligent und nachhaltig wir mit unseren „Metropolen-Wachstums-Schmerzen“ umgehen können.

Wir brauchen keine Pillen, keine Sedative und keine neuen Sammelkampagnen – sondern ein neues Verständnis von Architektur. Ein neuer Bautypus muß her: schnell zu errichten, flexibel nutzbar – und vor allem integrativ, inklusiv und für eine flexible kulturelle Zusammensetzung der Bewohner geeignet.

„Auberge de Berlin“ – wir stecken unsere Gäste nicht ins „Heim“

Der neue Bautypus der „Auberge“, der „Auberge de Berlin“ ist genau auf die akuten Bedarfe ausgerichtet: Erstaufnahme von Flüchtlingen, Herberge für Studenten und Artists in Residence, zeitweilig vielleicht sogar Hostel, oder Hotel, oder Boardinghouse. Die „Auberge de Berlin“ ist in vielen Formen zu erproben, warum nicht auch mit Gebetsraum und Minarett – und warum nicht auch mit Werkstätten und Schulungsräumen? Die „Auberge de Berlin“ könnte sich auch in ein Atelier- und Künstlerhaus verwandeln, oder später in eine Wohngemeinschaft oder ein Inter-Generationenhaus, barrierefrei im Erdgeschoß, und mit flexibel nutzbaren und erweiterbaren Grundrissen.

Ideen- und Architekten-Wettbewerbe und Fertigbau

Die „Auberge de Berlin“ ist zugleich ein Modell, das auch am Rande von Krisengebieten neu erstehen kann, eine Bauform, die auch die Not- und Zeltlagerstädte in Krisengebieten ersetzen kann. Damit auch ein Exportartikel, um später Flüchtlingen die Rückkehr zu erleichtern, denn die Bauweisen sollen geeignet sein, um Aufbau und lokale Arbeit zu schaffen.

Architekten, Ingenieure, Planer, Träger, Projektentwickler aller Gewerbe & Gewerke in Berlin – vereinigt Ideen und Wettbewerbsideen! Bauträger, Immobilienbetreiber, landeseigene Gesellschaften und Liegenschaftsverwaltungen – bitte lassen sie neuen Wind durch die Flure und Besprechungszimmer wehen!

Die lokale Bauwirtschaft, der Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF) können in nur wenigen Wochen Fertigbau-Kapazitäten in Gang setzen. Typenbaugenehmigungen und schnelle Baugenehmigungen düften nur wenig Zeitverzug bringen.

Sozial-Liberale Ideen
Die Partei der Ideen startet 2015 – welche Parteien & Köpfe machen mit?

Berlin muß mit intelligenten Baukonzepten überzeugen

Die Berliner sind weltoffen und gastfreundlich, und wollen auch auf Architektur und Städtebau ein bischen stolz sein können. Und wir wollen unsere Stadt nicht mit bunten Containern zustellen, die sich zu Dauerprovisorien und Ärgernissen verstetigen.

„Billig ist teurer als Richtig!“ – dieser alte Spruch des ehemaligen Bausachverständigen Raimund Probst gilt nicht nur für das Baudetail, sondern auch für die Bauphilosophie!

Die Globalisierung braucht nicht nur eine andere Kultur, auch unsere Kultur der behördlichen Arbeitsteilung muß verändert werden. Und auch unsere Baukultur muß neue Antworten finden!

Die „Auberge de Berlin“ sollte unsere Antwort werden, unsere Einladung und unsere Visitenkarte einer kreativen Metropole!

Weitere Informationen:

Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. – Link

30 inspirierende Ideen für Container-Häuser – Link

Ideenwettbewerb: die Redaktion steht als Medienpartner für einen Ideenwettbewerb bereit!

redaktion@pankower-allgemeine-zeitung.de

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