Freitag, 20. Oktober 2017
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Keine Asbestgefährdung

BA Pankow informiert

Bauarbeiten auf der Elisabethaue in Französisch-Buchholz
Keine Asbestgefährdung im Zusammenhang mit der Errichtung von Tempohomes

Wie der Bezirksstadtrat für Verbraucherschutz, Kultur, Umwelt und Bürgerservice, Dr. Torsten Kühne (CDU) mitteilt, wurden heute an der aktuellen Baustelle für die Tempohomes zur Unterbringung von Geflüchteten auf der Elisabethaue sowie im weiteren Umfeld im Ortsteil Französisch-Buchholz von Unbekannten Schilder aufgestellt, die auf eine angebliche Gefährdung durch Asbeststaub hinweisen. Das bezirkliche Umwelt- und Naturschutzamt ist als Ansprechpartner benannt. „Bei diesen Schildern handelt es sich um keine amtlichen Aushänge, rechtliche Schritte gegen die Urheber werden derzeit durch das Bezirksamt geprüft“, erklärt der Bezirksstadtrat weiter.

Nach aktuellem Kenntnisstand des Bezirksamtes Pankow ist eine Gefährdung durch die aktuellen Bauarbeiten auszuschließen. Auslöser für etwaige Befürchtungen scheint der Fund eines ca. 1 Meter langen Asbestbetonrohres während der Bauarbeiten auf der Elisabethaue zu sein. Des Weiteren scheint es Befürchtungen zu geben, dass durch die vorherige Rieselfeldnutzung eine hohe Bodenbelastung vorliegt. Diese Befürchtungen können ausgeräumt werden. Das Asbestbetonrohr wurde durch einen beauftragten Schadstoffgutachter (Büro Spiekermann) gesichtet und durch eine Fachfirma entsorgt. Weitere Rohre wurden nicht gefunden. Das Bodengutachten zu der Fläche hat seinerzeit Kinderspielplatzqualität ausgewiesen. Nach Abtrag des Oberbodens wurden die Haufwerke geprüft. Die Analytik hat ergeben, dass es sich hier um keinen gefährlichen Abfall handelt, die Gefahr einer Beeinträchtigung der Nachbarschaft besteht daher nicht.

Der am 21. Juni ausgesprochene Baustopp durch das Umwelt- und Naturschutzamt Pankow beruhte darauf, dass artenschutzrechtliche Belange im Rahmen der vorbereitenden Baumaßnahmen auf der Fläche nicht berücksichtigt wurden. Zum Zeitpunkt der Durchführung dieser Maßnahmen, die von der BIM beauftragt wurden, lag keine Baugenehmigung vor, da insbesondere der artenschutzrechtliche Fachbeitrag und die Stellungnahme der obersten Naturschutzbehörde dazu fehlten und unter Umständen artenschutzbezogene Maßnahmen vor Beginn der Baumaßnahmen zu ergreifen gewesen wären. Inzwischen liegt der artenschutzfachliche Beitrag vor, der nun auch von der obersten Naturschutzbehörde geprüft wurde. BIM, Fachbüro und oberste Naturschutzbehörde haben sich auf bestimmte Rahmenbedingungen (z.B. mindestens eine erneute Begehung durch einen vom Planungsbüro beauftragten Ornithologen, um Erkenntnisse über den Stand der Bruten zu gewinnen) geeinigt, so dass der Baustopp von der unteren Naturschutzbehörde mit Datum vom 1. Juli aufgehoben werden konnte. Weitere Informationen und den aktuellen Kenntnisstand zu den Umwelt- und Naturschutzbelangen bei der Errichtung der Tempohomes auf der Elisabethaue gibt es auf den Seiten des Bezirksamtes: www.berlin.de/pankow/ unter „Aktuelle Hinweise“.

Pressemitteilung Bezirksamt Pankow | 13.7.2016

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a/m