Mittwoch, 13. Dezember 2017
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Kiezgesicht? Citizen? Metropolenbürger? Weltbürger?

Interkulturelle Sprachmittler gesucht!

Wie sieht die Zeitung der Zukunft aus? Wer sind die zukünftigen Leser? Wie werden Sie angesprochen? Diese Fragen treiben die Entwicklungen an, die mit der Pankower Allgemeine Zeitung begonnen und der zugehörigen Redaktionsplattform ausgebaut werden. Als erste Berliner Bezirkszeitung wurde eine EUROPA-RUBRIK eingeführt. Als erste digitale Zeitung in Berlin wird auch multilingual publiziert. – Es ist ein unabhängiges Projekt, das weiter ausgebaut wird.

Die Innovation befindet sich vor allem im für Leser_innen „unsichtbaren Teil“, im Redaktionssystem, das noch weiter entwickelt wird und ein „SmartCity-Mediennetzwerk“ von digitalen Zeitungen, Informationsmedien und öffentlichen interaktiven Dienste verwalten kann. Künftig bekommt das Mediennetzwerk auch ein eigenes Anzeigen-System, das weltweit „Fair.Open.Social.Independend“ lizensiert wird, um Journalismus und Zeitungen wirtschaftlich eigenständig tragfähig zu machen.

Nachdem der Kern des Redaktionsystems weitgehend „steht“, wird der nächste Schritt der geplanten Roadmap begonnen.

Es geht um eine mögliche Zukunft von digitalen Zeitungen – nicht nur in Berlin.

Kiezgesicht? Citizen? Metropolenbürger? Weltbürger?

Wen spricht eine digitale Zeitung in einer „Großstadt Pankow“ mit rund 400.000 Einwohnern eigentlich an? Sind es „Bürgerinnen und Bürger? „Liebe Leserinnen und Leser? Gäste und neu Zugewanderte? Sind es Kiezgesichter? Citizens? Metropolenbürger? Weltbürger?

In ganz Berlin haben inzwischen 30% der Einwohner eine ausländische Herkunft, in Pankow sind es fast 20%. Ist es noch ratsam, Unterschiede in der Ansprache zu machen? Wäre es klug, überhaupt Unterschiede zu machen? Ist es sinnvoll alle Leser und Leserinnen zuerst als Weltbürger zu sehen? Sollten sich Journalisten und Herausgeber vielleicht ganz zurücknehmen, und nicht mehr „über Menschen“ schreiben, sondern sie einfach selbst erzählen, schreiben und aufzeigen lassen?

Sprachgrenzen haben noch immer eine Wirkung: sie werden zum Hindernis für Verständigung. Wer nimmt diejenigen mit, die vielleicht nur eine Sprache sprechen? Wie kann Verständigung gelingen, wenn die Sprachkenntnisse noch nicht ausreichen? Wie können trotzdem alle mitgenommen werden?

Dreisprachigkeit als Strategie

Muss Lernen eine Einbahnstraße sein? – Müssen Fähigkeiten entwickelt werden, damit sich alle Menschen besser in der ganzen Welt „integrieren“ und „agieren können? Grundsatzfragen kamen in den Sinn, die den Weg zu einer großen Idee frei machten:

Was passiert, wenn Themen künftig dreisprachig in Zeitung und Medien publiziert werden? Wie können interkulturelle Sprachkompetenzen weiter entwickelt werden? Wie können multiliguale Redaktionen zusammen arbeiten?

Die Antwort: Dreisprachigkeit und dreisprachige Sprachmittler sind die Basis, um schrittweise multilinguale Redaktionen und Kooperationen aufzubauen. Es ist auch ein Weg, um Europa besser zusammenwachsen zu lassen. Die Berlin-Redaktion wird daher dreisprachige Kooperationen im europäischen Sprachraum mit seinen 14 Amtssprachen besonders fördern. Aber auch andere Länder und Regionen kommen damit in den Blick.

Mit der Dreisprachigkeit wird eine besondere Vorgehensweise verfolgt: es geht um Zusammenarbeit, um „interkulturelle Kollaboration“, denn dreisprachige Texte, Stories und Videos müssen in der Regel aus drei individuellen Perspektiven entwickelt werden.

Respekt, Verstehen und Kommunikation auf Augenhöhe – über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg – das ist der Schlüssel, um weltweit friedliche Entwicklungen voran zu bringen. Dreisprachigkeit versteilt die Lasten des Lernens, und schafft zugleich neue und mehrdimensionale Lernfelder.

Der Entschluß ist herangereift: die Redaktion der Pankower Allgemeine Zeitung wird künftig erweitert, und eine neue unabhängige Berlin-Redaktion wird ausgebaut.

„News“ und „trilinguales Story-Telling“ im Fokus

Ein erster Anfang wurde schon gemacht, ein kleiner Schritt, es soll mehr daraus werden. – Ein kleines Team unter Leitung von Amina Mendez war im Oktober in Indien, und sondierte eine mögliche Zusammenarbeit in den Sprachen Hindi, Englisch und Deutsch.

Ziel ist es, mehr Kontakte und eine journalistische Zusammenarbeit mit der größten Demokratie der Welt aufzubauen. Es gibt dafür auch viele gute Anlässe, angefangen von der dualen Berufsausbildung, über die Initiative „MakeIndiaMittelstand“ bis hin zu Projekten internationaler Zusammenarbeit und Wissenschaft. Unter dem Arbeitstitel „IndOGermanNews“ wird ein Projekt begonnen, das 2018 auch eine eigenständige Internetpräsenz bekommt.

Mit einer kleinen deutsch-französischen Initiative in Berlin wird gerade ein EU-Projekt aufgelegt, das „mindestens tri-lingual“ funktionieren wird, und künftig auch die Zusammenarbeit mit Frankreich verbessern kann. Der Clou: es wird dabei ein Autor-Tool entwickelt, das mehrsprachiges nichtlineares Storytelling und die Erstellung von untertitelten YouTube-Videos ermöglicht.

Die mehrsprachige Publikation von „News“ und „Storytelling-Formaten“ steht im Vordergrund.

Zukunftskonzept Medien in „Smart Cities & smart Regions“

Dahinter steht ein Zukunftskonzept, wie sich Zeitungen und Medien künftig verändern und entwickeln sollten, damit Menschen in Städten nicht nur informiert werden, sondern besser leben, und vor allem wirtschaftlich aktiv und frei in offenen Gesellschaften leben können. Zeitungen und Medien werden wichtige Voraussetzungen schaffen, um in „Smart Cities & smart Regions“ soziale und inklusive Marktwirtschaften zu gestalten, die mit „digitalen Komfort“ und „digitalen Dividenden“ Wohlstand schaffen.

Informationen & Kontakt

Tri-Linguale Sprachmittler_innen für die Berlin-Redaktion gesucht:

Hindi-Englisch-Deutsch
Türkisch-Englisch-Deutsch
Arabisch-Englisch-Deutsch
Polnisch-Englisch-Deutsch

redaktion@pankower-allgemeine-zeitung.de

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m/s