Dienstag, 26. September 2017
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Kunst in Berlin 1880 bis 1980

Felix Nussbaum: Der tolle Platz, 1931

Die Berlinische Galerie – Museum für moderne Kunst ist nach ihrer Sanierung Ende Mai wiedereröffnet worden. Seit Ende Mai werden im Haus gleich vier Ausstellungen gezeigt. Die Sammlungspräsentation: Kunst in Berlin 1880–1980 eröffent einen weiten Rückblick in die großbürgerliche Kaiserzeit, und schlägt einen Bogen bis in die Zeit der „Heftigen Malerei“ der Siebziger Jahre.

Felix Nussbaum: Der tolle Platz, 1931
Felix Nussbaum: Der tolle Platz, 1931, © Repro: Kai-Annett Becker

Die Ausstellung der Sammlung präsentiert sich zum vierzigjährigen Jubiläum des Hauses als facettenreicher Rundgang durch die Kunst Berlins von 1880 bis 1980. Vom Ende des 19. Jahrhunderts über Werke des Expressionismus und der osteuropäische Avantgarde bis hin zur Architektur der Nachkriegsmoderne werden Hauptwerke gezeigt, die auch die Malerei der Siebziger Jahre einschließen.

Berliner Vielfalt der Kunst
Entsprechend der interdisziplinären Ausrichtung der Sammlung treten Hauptwerke aus Malerei, Grafik, Skulptur, Fotografie und Architektur in einen lebendigen Dialog. Sie vermitteln einen Eindruck von der Vielfalt der künstlerischen Ansätze und Stile, aber auch von Spannungen, Gegensätzen und Brüchen, die bis heute charakteristisch sind für den Kunststandort Berlin. Als Stadt der Moderne, die heute mehr denn je internationale junge Künstler anzieht, bleibt Berlin ein Zentrum fortwährenden Aufbruchs.

Neue Werke der Sammlung werden gezeigt

Die neue Präsentation würdigt die jüngsten Zuwächse der Sammlung, zum Beispiel Natur– und Landschaftsdarstellungen von Walter Leistikow, Lesser Ury, Karl Hagemeister oder Julie Wolfthorn aus dem Umkreis der Berliner Secession, die im Jahr 2014 durch die gemeinnützige Dr. Jörg Thiede-Stiftung ins Haus gekommen sind. Neu zu entdecken gilt es auch das Werk des expressionistischen Malers Benno Berneis. Aus einer Schenkung aus Privatbesitz bereichern Gemälde, Zeichnungen und Dokumente seit 2014 die Sammlung.
Die famose Ausstellungsarchitektur & Farbgestaltung stammt übriges von david saik studio.

Berlinische Galerie
Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur

Künstler (Auswahl):
Anton von Werner, Max Liebermann, Walter Leistikow, F. Albert Schwartz, Lesser Ury, Ludwig Meidner, Benno Berneis, Oskar Kokoschka, Rudolf Belling, Iwan Puni, Naum Gabo, Sasha Stone, El Lissitzky, Otto Bartning, Marta Astfalck-Vietz, Erich Salomon, Jeanne Mammen, Felix Nussbaum, Hans Uhlmann, Karl Hofer, Werner Heldt, Robert Capa, Heinz Hajek-Halke, Hermann Henselmann, Fred Thieler, Georg Baselitz, Rainer Fetting, Michael Schmidt, Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte

100 Jahre Dada in eigener Ausstellung geplant

Im Jahr 2016 feiert die Berlinische Galerie hundert Jahre Dada mit einer besonderen Ausstellung. Daher sind in dieser Präsentation die Bestände der Dada-Bewegung, die zu den größten Schätzen der Sammlung gehören, nur in konzentrierter Auswahl zu sehen. Als weitere Ausstellungen werden in der Berlinischen Galerie aktuell gezeigt:

– Radikal Modern – Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre
– Bernhard Martin – Fred-Thieler-Preis für Malerei 2015
– Björn Dahlem – Mare Lunaris

Ausstellung: Kunst in Berlin 1880 bis 1980
Ausstellungsdauer: ab 29. Mai 2015

Öffnungszeiten: Mittwoch–Montag: 10 bis 18 Uhr | Dienstag geschlossen
Tickets: 8 €, ermäßigt 5 € | Freier Eintritt bis 18 Jahre

Berlinische Galerie – Museum für Moderne Kunst | Alte Jakobstraße 124 | 10969 Berlin-Kreuzberg | www.berlinischegalerie.de

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m/s