Mittwoch, 22. November 2017
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Kunstfest von Mieterprotest überschattet

Kunstfest 2015

/// Kommentar /// Im Schloßpark Schönhausen findet morgen das Kunstfest der GESOBAU statt, das vom Veranstalter als als Familienfest und buntes Spektakel mit Musik, Theater, Walk-Act und vielen bunten Marktständen und üppigen Imbissangeboten gefeiert wird.

Pankow soll sich so von einer familienfreundlichen Seite zeigen. Und die GESOBAU will sich als familienfreundlich im Kulturbezirk Pankow positionieren.

Überschattet wird das Kunstfest von Protesten und einer Demonstration einer Pankower Mietergemeinschaft aus dem unmittelbaren Pankower Kiez. Familien mit Kindern wehren sich gegen die von der GESOBAU angestrebte „energetische Sanierung“, die zu erheblichen Einschränkungen und zur Verdrängung von Mietern und Familien führt.

Um 12 Uhr werden Mieter und Teilnehmer des Pankower Mieterprotest gegen die Praxis der GESOBAU AG am Eingang zum Kunstfest in der Ossietzkystraße protestieren und Flugblätter verteilen.

Verschärft wird der Protest, weil die GESOBAU AG auch Gespräche mit dem Bezirksamt und Stadtrat Jens-Holger Kirchner und den Mieter abgesagt, und stattdessen eine ganze Hausgemeinschaft verklagt hat.

Die Sanierungpolitik der landeseigenen GESOBAU AG wird als Belastung für das kulturelle Klima in Pankow angesehen. Deshalb wird hier auch auf eine offizielle Kulturankündigung verzichtet.

Die Politik der GESOBAU AG wird als ernste Bedrohung und Belastung für das eigentlich als familienfreundlich geltende Klima und für das kulturelle Klima angesehen.

Die vom Bundesgesetzgeber vorgegebene Gesetzgebung hat genügend Spielraum, um eine andere „modernisierende Instandsetzung“ umzusetzen, und Ausnahmebestimmungen für den Denkmalsschutz und für Altbausubstanz umzusetzen. Eine mieterfreundliche Sanierung wäre möglich – und ein Erhalt des alten gründerzeitliche Fassaden- und Straßenbildes.

Hier kann nur gemahnt werden, zu einer Wohnungspolitik der Vernunft zurück zu kehren – und GESOBAU Mieter nicht schlechter zu stellen, als etwas Mitglieder von Wohnungsbaugenossenschaften.

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m/s