Montag, 23. Oktober 2017
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Kunstweltreise zum Heimatort

Work in Progress: Kunstausstellung 2016

Heute geht es um Kunst. Um einen Galeristen, der noch nicht genannt wird. Ein ziemlich gut vernetzter Galerist, ein Künstlerfreund und Kunstliebhaber, Kenner und Weltreisender in Sachen Kunst. Einen Kunst-Macher, Kurator und Handwerker in Sachen Ausstellungsbau. Als wir uns kennen lernten, hatte er noch eine Galerie in Berlin-Mitte. Er provozierte mit „Entartet“ und zeigte 2014 namhafte Werke des Expressionismus, Dadaismus, Neue Sachlichkeit, Surrealismus, Kubismus sowie Fauvismus. Auch eine Fünfstein-Lithografie von Otto Dix war darunter.

Work in Progress: Kunstausstellung 2016
Work in Progress: Kunstausstellung 2016 – Foto: N.N.

Es waren viele bekannte Originalwerke , die erstmals seit langer Zeit wieder gezeigt wurden. Genau jene Werke, die bis 1937 von den Nazis aus den Museen konfisziert wurden. Den Exponaten stellten die Nazis damals Zeichnungen geistig Behinderter und Fotografien verkrüppelter Menschen gegenüber, um bei den Besuchern Abscheu und Beklemmung hervorzurufen.

Die neue Ausstellung „Entartet“ unseres Galeristen wanderte bis München, übrigens im selben Jahr, als dort die Sammlung Gurlitt entdeckt worden war.

2014 kam auch die Frage auf, wo die Pankower Kunstszene zu finden ist. Blüht sie im Verborgenen? An der Ostsee? Oder ist sie auf Reisen?

Im Jahr 2014 zog es ihn auch nach Pankow, seine erste Vernissage und Ausstellung brachte eine Einladung zu Scope nach Miami Beach. Seitdem ist er in Bewegung. Direkt von Miami aus reiste sein pinkfarbenes Transportkisten-Kontingent Anfang 2015 nach Mexiko. Zwei weitere Ausstellungen folgten. Zuerst in Mexico City, danach in Guadalajara.

Heute kam ein Anruf aus Danzig, der Weltreisende in Sachen Kunst plant seinen nächsten Coup – er kommt mit mehreren großen Skulpturen nach Deutschland zurück. Diesmal ist sein Heimatort das Ziel. Eine große Ausstellung auf 800 Quadratmetern entsteht.

Klassische Räume. White Cube. Werkstattbüro mit Computer. Viel weiße Farbe, Schweiß und Muskelkraft werden aktiviert. Heute folgte ein erstes Bild von den Vorbereitungen. Es ist nicht aus Schönhausen oder aus dem Ballhaus Pankow – es ist ein großer Raum, ein paar Stunden von Berlin entfernt. Aber ein spannender und klassischer Ort.

Für den 30. Januar 2016 um 17 Uhr ist die Vernissage angekündigt. Mehr wird noch nicht verraten! Das Rätsel wird in drei Schritten aufgelöst. Der Werkprozess und die gespannte Erwartung auf das Ereignis verdienen eine Vergegenwärtigung, wieviel kreative Leistung, Denk- und Handwerk in eine voraussichtlich grandiose Kunstausstellung investiert werden.

Kunst macht Arbeit – viel Arbeit – ist aber schön! Frei zitiert nach Karl Valentin, dessen Zitate noch immer treffend, aber noch nicht gemeinfrei sind!

Mehr Informationen:

kulturpartner@kultureins.de

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