Mittwoch, 22. November 2017
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Lebensqualität: Schwerpunkt für Beteiligungsprozess Michelangelostraße

Michelangelostraße

Um Ideen für eine mögliche Bebauung der freien Flächen entlang der Michelangelostraße zu Wohnbauzwecken zu gewinnen, führte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt 2014 einen städtebaulichen Ideenwettbewerb „Wohnen an der Michelangelostraße“ durch. Die anschließende städtebauliche Planung vertiefte und ergänzte den Wettbewerb und prüfte die Machbarkeit.

Zwischenzeitlich wurde der Entwurf geprüft, weiterentwickelt und präzisiert. Der weitere Prozess, in den aktualisierte Rahmenbedingungen und Meinungsbildungen einfließen, wird unter intensiver Einbindung der Öffentlichkeit durchgeführt und im Zuge eines Beteiligungsverfahrens mit Vertreter_innen relevanter Zielgruppen gestaltet. Im Rahmen von Themenrunden werden einzelne Themen diskutiert und Leitlinien als Grundlage für die anschließende Arbeit in Standortwerkstätten abgeleitet.

Beteiligungsprozes Michelangelostraße

Der Beteiligungs- und Planungsprozess soll von einer breiten Öffentlichkeitsarbeit begleitet werden, die über die einzelnen Prozessschritte informiert. So sollen unter Einbindung von Jugendlichen im Quartier ein eigenes Logo und Farbsystem (Corporate Design) entwickelt werden. Ebenso sind eine eigene Internetseite und ein Newsletter geplant.

Die erste Themenrunde am 21.09.2017 befasste sich mit unterschiedlichen Definitionen von „Lebensqualität“ im Kontext der Michelangelostraße, die im Folgenden zusammengefasst sind.Lebensqualität kann als Kombination von objektiven Lebensbedingungen,wie z.B. Einkommen, Arbeit, Wohnen, Familie und Gesundheit, sowie subjektivem Wohlbefinden, wie z.B. Zufriedenheit, Emotionen und Erwartungen, verstanden werden. Eine objektive, für alle Menschen gültige Bewertung von Lebensqualität ist zwar nicht möglich, doch folgende Faktoren können nach Meinung der Teilnehmer_innen für die Lebensqualität in Städten wichtig sein:

  • Wohnen und Wohnumgebung/Nahraumqualität, z.B. durch eine bauliche Verdichtung und Gebäudeabstände, die Besonnung zulassen und Gebäudeverschattungen vermeiden, sowie dieSchaffung von barrierearmen und barrierefreien Wohnungen.
  • Infrastrukturausstattung und Versorgungsangebot, z.B. durch die Absicherung der öffentlichen und privaten Mobilität, eines ausreichenden Parkraumangebots,guter Einkaufsmöglichkeiten, einer guten ärztlichen VersorgungundBildungs- und Sportinfrastruktur für alle Anwohner_innen.
  • Kosten und Finanzierbarkeit durch Absicherung von bezahlbaren Mieten und Reduzierung der finanziellen Belastungen durch sinkenden Wasser- und Energieaufwand.
  • Umwelt, Luft, Lärm, Sauberkeit, Grünflächen, z.B. durch Verminderung von Hitze- und Lärmbelastungen, verbesserte Luftqualität, Sicherung einer ausreichenden Größe und Qualität von Grünflächenund Verbesserung der Freiraumqualität im Wohnumfeld.
  • Kultur, Freizeitangebote sowie soziale Teilhabe und Zivilgesellschaft, z.B. durch Freizeitangebotefür Alle sowie dieSchaffung von gemeinschaftlichen Veranstaltungen und generationsübergreifenden Begegnungsmöglichkeiten.
  • Öffentliche Sicherheit durch ausgebautes Wegenetz, barrierefreie Übergänge und Beleuchtung.
Busendhaltestelle Michelangelostraße
Busendhaltestelle Michelangelostraße – Foto: die raumplaner

Vier geplante Themenrunden bis Januar 2018

Es sind neben „Lebensqualität“ vier weitere Themenrunden geplant: Wohnen (19.10.), Verkehr/ Anbindung/ Mobilität (16.11.), Ökologie/ Klima/ Freiraum (14.12.) sowie Gewerbe/ soziale Infrastruktur (11.01.).

Verfasser_innen:
Frau Spieker, Verein für Lebensqualität an der Michelangelostraße; Herr Schlag, WBG Zentrum; Herr Siemon, Bürger.
Begleitung durch Herrn Rogge, Bezirksamt Pankow, sowie das für den Prozess beauftragte Büro die raumplaner

beteiligungspozess Michaelangelostraße

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m/s